Institut für Ethnologie und Ethnologische Sammlung

GISCA Occasional Paper Series

Die Göttingen Institute of Social and Cultural Anthropology (GISCA) Occasional Paper Series veröffentlicht exzellente Abschlussarbeiten der Studierenden, aktuelle Forschungsergebnisse der Forschenden und Lehrenden des Institutes sowie herausragende Vorträge aus dem Institutskolloquium


Aktuelle Ausgaben:


GISCA 19 Trenczek Cover

GISCA No.19, 2018

Bachelorarbeit


Anne Marijke Trenczek


"Muslimische Kinderehen in Deutschland: Kulturelle Tradition, islamisches Recht und deutsche Gesetzgebung"



Seit der so genannten „Flüchtlingskrise“ ist die Zahl der „Kinderehen“ in Deutschland gestiegen. Im Juli 2016 gab es in Deutschland 1475 verheiratete Kinder und Jugendliche, obwohl die Ehe rechtlich in der Regel erst ab 18 Jahren gestattet ist. Die Dunkelziffer solcher Ehen liegt jedoch deutlich höher. Denn Bestandteil der Problematik sind ebenso die in Deutschland bereits seit langem – unabhängig von der aktuellen Migrationsbewegung – stattfindenden Eheschließungen von Minderjährigen in unterschiedlichen Kontexten. Hierzu gehören auch islamischen Ehen, die vor dem Staat und der deutschen Mehrheitsgesellschaft meist verborgen bleiben. Das Thema der muslimischen Kinderehe in Deutschland ist dementsprechend vielschichtig und betrifft unterschiedliche Bereiche der Wissenschaft und des täglichen Lebens. Die Arbeit beleuchtet die Problematik daher sowohl aus rechtlicher, als auch aus ethnologischer Sicht und beschäftigt sich sowohl mit den Beweggründen der Betroffenen, als auch mit den unterschiedlichen Formen des Umgangs mit der Thematik.






GISCA 18 Hermann Cover

GISCA No.18, 2018

Elfriede Hermann


"Social Capital in the Face of Climate Change: Voices of Emotional Belonging from Kiribati"



Faced with globally circulating news of anthropogenic climate change, local responses in the Pacific often include dual articulations: of emotions and of belonging to a specific land and people. In this essay I focus on expressions of emotional belonging that are articulated by citizens of Kiribati, an atoll state in the central Pacific that is considered to be particularly vulnerable to consequences of climate change. In examining the responses of Kiribati’s citizens, I conceptualise emotional belonging to land and people to be a form of social capital. From this perspective, I argue that the social capital that emotional belonging represents is constitutive of people’s will to social resilience vis-à-vis projections of how climate change will likely impact on their home islands. Tracing social resilience from an anthropological perspective, I hope to contribute to a growing body of studies that call for more research into local communities’ potential for adaptation, thus counterbalancing the prevailing emphasis on vulnerability.