Abteilung für Römisches und Gemeines Recht "Franz Wieacker"
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„als große Unruhen in Göttingen wegen der Gensd'armen Statt fanden…“. Gustav Hugo in der Gendarmen-Affäre von 1809/10


Göttinger Tageblatt Rezension 11.02.2016 Der große Göttinger Jurist Gustav Hugo und seine Rolle als Prorektor in den Studentenunruhen des Jahres 1809 waren das Thema eines Vortrags von Prof. Dr. Kroppenberg am 08.02.2016.
Im Göttinger Tageblatt Nr. 35 vom 11.02.2016, S. 22, ist dazu ein Beitrag erschienen.





Seminar im SP 1 und SP 6 im Sommersemester 2016:
Mordende Mütter.
Rechts- und Geschlechtergeschichte der Kindstötung (17. bis 19. Jahrhundert)



Seminar SoSe 2016
Die ,,Tötung eines Neugeborenen durch die Mutter im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Geburtsvorgang" (HRG) ist ein Verbrechen, das in der neuzeitlichen Rechtsgeschichte einen besonderen Platz einnimmt. Im Übergang von der Frühen Neuzeit zur Moderne wandelt sich in Europa die gesellschaftliche Bewertung dieses Delikts - und mit ihm die rechtliche Beurteilung der des ,,Kindsmords" angeklagten und verurteilten Frauen.

Im Seminar werden die Biographien von ,,Kindsmörderinnen" anhand berühmter und weniger berühmter Fälle und Hintergrundthemen zur rechts-, sozial- und geschlechterhistorischen Bedeutung der Kindstötung untersucht und diskutiert.

Im Rahmen des Seminars können Seminar- und Studienarbeiten nach der SchwPrO in den Schwerpunkten 1 (Historische und philosophische Grundlagen des Rechts) oder 6 (Kriminalwissenschaften) sowie vorbereitende Seminararbeiten (Voraussetzung für die spätere Ausgabe einer Studienarbeit) geschrieben werden. Die Veranstaltung steht auch Bachelor- und Masterstudierenden offen.

Wir bedanken uns für das große Interesse am Seminar. Die Veranstaltung ist ausgebucht. Am Lehrstuhl wird eine Warteliste geführt, auf der sich Studierende, die sich für die Teilnahme interessieren, eintragen lassen können. Der für den 20.04.2016 vorgesehene zweite allgemeine Vorbesprechungstermin findet nicht mehr statt.

Seminarankündigung





Antrittsvorlesung "Die Plastik des Rechts" erschienen


Plastik des Rechts In den letzten Tagen des Jahres 1858 verfasste Rudolf von Jhering im Auftrag der Gießener Spruchfakultät ein Rechtsgutachten, das ihm, dem brillanten Pandektisten, ungewohnte Mühe bereitete und ihm sein gesamtes juristisches Können abverlangte. Im später so genannten Schiffspartenfall, einem Klassiker des Zivilrechts, ging es um die Gefahrtragung beim Doppelverkauf bei unverschuldetem Untergang der Kaufsache. Der Fall lässt sich heute ohne weiteres lösen; für Jhering aber lag das dogmatische Rüstzeug noch nicht bereit, er musste es sich selbst mit großem Aufwand zurechtlegen. Das Erlebnis war prägend und wirkte lange nach. Es bewog Jhering nicht nur zu seinem berühmten ›Umschwung‹, sondern veränderte auch sein Verständnis von Geschichte und Recht nachhaltig. Die Antrittsvorlesung wirft einen Blick in die Werkstatt eines der bedeutendsten Juristen des 19. Jahrhunderts. Mit der erstmaligen Edition des Gutachtens lässt sich der ›Umschwung‹ nun plastisch nachvollziehen.

Flyer