Institut für Grundlagen des Rechts

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Herzlich Willkommen auf der Homepage des Instituts für Grundlagen des Rechts der Georg-August-Universität Göttingen!

Das Institut erforscht die historischen, philosophischen und rechtsvergleichenden Grundlagen des Rechts. Es wurde im Jahre 2006 als Institut für Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie und Rechtsvergleichung gegründet, im Jahre 2018 umbenannt und ist nach seinen Forschungsschwerpunkten in vier Abteilungen für Römisches und Gemeines Recht, für für Deutsche Rechtsgeschichte, für Rechts- und Sozialphilosophie sowie für Staatstheorie, Politische Wissenschaften und Vergleichendes Staatsrecht gegliedert.

Auf den folgenden Seiten finden Sie alle Informationen zur Erforschung und Lehre der Grundlagen des Rechts an der Georg-August-Universität Göttingen.


Neuigkeiten


Lehrveranstaltung im WiSe 22/23: Recht im Unrecht – Zeitgeschichte des Rechts in Diktatur und Demokratie

Die Juristische Fakultät setzt im kommenden Semester einen besonderen Akzent in der Lehre: Eine neue Vorlesung unter Beteiligung von 10 Kolleginnen und Kollegen (Hochschullehrer/innen und Early Carreers) zur Juristischen Zeitgeschichte – konzentriert auf das NS-Unrecht und den Umgang damit in der frühen Bundesrepublik sowie die Rolle des Rechts in der DDR.
Die Juristische Fakultät der Universität Göttingen teilt die Überzeugung des Bundesgesetzgebers, dass alle Juristinnen und Juristen diese Fragen im Studium intensiv behandeln müssen. Schon seit langem pflegen wir in den grundständigen Vorlesungen, gerade in den ersten Semestern, die „Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Unrecht und dem Unrecht der SED-Diktatur“ (§ 5a Abs. 2 S. 3 DRiG). Nun kommt eine vertiefende Vorlesung hinzu, die die besondere Stärke der Göttinger Fakultät in der Grundlagenforschung zur Geltung bringt. Die Veranstaltung ist natürlich offen für Hörerinnen und Hörer anderer Fächer. Sie findet im Wintersemester jeden Mittwoch um 16 Uhr c.t. im Auditorium (Aud 11) statt. Den Aushang finden sie hier.


Gerrit Hamanns Dissertation zum Juristen und Kriegsverbrecher Max Merten in der Süddeutschen Zeitung besprochen

Selten finden juristische Doktorarbeiten auch in der breiten Öffentlichkeit Anerkennung. Eine erfreuliche Ausnahme bildet die in der SZ ausführlich gewürdigte Göttinger Dissertation von Dr. Gerrit Hamann über den Juristen und NS-Kriegsverbrecher Max Merten. In der von Prof. Dr. Eva Schumann betreuten rechtshistorischen Arbeit zeichnet Hamann den Werdegang des Einserjuristen Merten nach und legt den Fokus auf dessen mörderisches Kriegswirken in Griechenland, seine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Nachkriegskarriere u.a. im Staatsdienst der frühen Bundesrepublik sowie die befremdliche Protegierung des NS-Kriegsverbrechers durch oberste bundesrepublikanische Stellen. Mit seinem Werdegang wirft Merten als „Jurist ohne Gewissen“ (SZ) Grundsatzfragen nicht nur nach der Rolle von Juristen im „Dritten Reich“, sondern auch nach der Aufarbeitung des NS-Unrechts in der Bonner Republik sowie nach der Verantwortung der juristischen Profession insgesamt auf.
→ Mehr hierzu in der Rezension der SZ sowie im Buch von Dr. Gerrit Hamann.


Christoph Schuch gewinnt den Ersten Preis beim Aufsatzwettbewerb „Verwaltungsgerichtsbarkeit im Wandel" 2022

Christoph Schuch, bis 2021 Student der Rechtswissenschaften (Erstes Examen) und Philosophie (B.A.) in Göttingen und derzeit wiss. Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Antisemitismus und Justiz" an der HU Berlin, wurde für den Beitrag '...mit gegenwärtiger Staatsauffassung nicht vereinbar.' Über den extremen Wandel der Hamburger Verwaltungsgerichtsbarkeit im Nationalsozialismus" mit dem Ersten Preis in dem anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Verwaltungsgerichtsbarkeit in Hamburg bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb „Verwaltungsgerichtsbarkeit im Wandel" ausgezeichnet!

Herr Schuch hat am Kolloquium Juristischen Zeitgeschichte von Prof. Dr. Eva Schumann teilgenommen, in dem das Schreiben von Essays zu zeithistorischen Themen trainiert wird. Wir gratulieren ihm herzlich zu seinem Erfolg!

Mehr Informationen finden Sie hier.


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