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Osteuropäische Geschichte (M.A.)

Name des Studienangebots: Osteuropäische Geschichte
Abschluss: Master of Arts (M.A.)
Regelstudienzeit: 4 Semester.
Studienbeginn: Wintersemester
Studienmöglichkeiten: Ein-Fach-Masterstudiengang MA in Osteuropäische Geschichte (78 C); Kombinierter Masterstudiengang MA in Osteuropäische Geschichte (42 C); Nebenfach/Modulpaket Osteuropäische Geschichte (36 C/18 C)
Zulassungsbedingungen für Masterstudiengang: Überblick
Sprachvoraussetzungen: Ausreichende Kenntnisse einer osteuropäischen Sprache auf dem Niveau B1 des GER.
Zugangsvoraussetzungen für Modulpakete: Übersicht (pdf)
Hinweis für internationale Studienbewerber/innen: Für die Immatrikulation an der Philosophischen Fakultät ist der Nachweis von Deutsch-Kenntnissen unbedingte Voraussetzung!
Bewerbung: Bewerbungsverfahren (Bewerbung bei der Philosophischen Fakultät)



Darstellung des Studienangebots:
Der Master-Studiengang soll eine fachspezifisch vertiefende Ausbildung in der Osteuropäischen Geschichte ermöglichen. Die Osteuropäische Geschichte ist eine Teildisziplin der Geschichtswissenschaft, die in Göttingen vor allem Fragen der neueren Globalgeschichtsschreibung adressiert und deshalb eng mit der Neueren Geschichte, der Zeitgeschichte und mit den außereuropäischen historischen Fächern verknüpft ist. Regionalwissenschaftlich ist die Osteuropäische Geschichte zudem mit der Slavistik verbunden. Die slavistische Literatur- und Sprachwissenschaft sichert nicht nur die wissenschaftliche Beschäftigung mit einem großen Teil der Quellensprachen der Osteuropäischen Geschichte, sondern eröffnet auch kulturwissenschaftliche Zugänge. Der Schwerpunkt des Studiums liegt auf der Neueren und Zeitgeschichte des östlichen Europas in globalgeschichtlicher Perspektive. Sie erwerben damit Kernkompetenzen nicht nur für die Region des östlichen Europa, sondern auch einen besonderen Zugang zu den Perspektiven der Globalgeschichte in einer Zeit, in der außereuropäische Akteure immer mehr in den Blickpunkt der eurozentrierten Wissenschaften rücken. Die Osteuropäische Geschichte kann hier eine Scharnierfunktion einnehmen und die Errungenschaften der traditionellen europäischen Wissenschaften mit den neuen Perspektiven der verschiedenen Area Studies verbinden. Zudem vermittelt der Studiengang auch Spezialkenntnisse für eine historisch-osteuropabezogene wissenschaftliche Tätigkeit in und außerhalb der Universität. Im Vertiefungsprofil (78 C) ist daher die Möglichkeit (nicht obligatorisch, aber sehr empfohlen) eines einsemestrigen Studiums an einer osteuropäischen Universität vorgesehen. Zu diesem Zweck wurden Kooperationsvereinbarungen mit der Universität Warschau, der Karls-Universität Prag, der Higher School of Economics (HSE) in St. Petersburg und der Russischen Humanistischen Universität (RGGU) in Moskau abgeschlossen.

Schwerpunkte in Göttingen:
Die Göttinger Osteuropäische Geschichte hat einen Schwerpunkt in der russländischen imperialen Geschichte vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Als solche interessiert sie sich besonders für die Bevölkerungsgruppen an den Rändern des Imperiums. Ukrainer, Polen, Juden, Esten, aber auch die Bevölkerung Sibiriens oder Zentralasiens rücken bei uns vom Rand in den Mittelpunkt und schlagen so die Brücke von einer ost- zu einer außereuropäischen Geschichte. Thematisch beschäftigen wir uns mit Fragen der Geschlechtergeschichte, mit Raum und Zeit, ebenso wie mit Gewalt und Krieg, mit Sport und Zugehörigkeit, mit Wissen, Erinnerung und Geschichte.

Berufsfelder:
Mit dieser breiten historisch- kulturwissenschaftlichen Ausrichtung soll der Master „Osteuropäische Geschichte“ auf alle Berufe vorbereiten, die eine wissenschaftliche historisch orientierte Qualifikation und eine vertiefte Kenntnis der spezifischen Regionen des östlichen Europas und in den asiatischen Gebieten der ehemaligen Sowjetunion voraussetzen. Dazu gehören Tätigkeiten in NGOs und in der Entwicklungszusammenarbeit, in der Politikberatung, im Pressewesen, im Museums- und Ausstellungsbereich, in öffentlichen und privaten mit Osteuropa befassten Einrichtungen und internationalen Organisationen ebenso wie in solchen der universitären und außeruniversitären Wissenschaft und Bildung.