Forschung


Im Rahmen der Forschung befasst sich die Göttinger Didaktik der Biologie insbesondere mit Biodiversitätsbildungsforschung bzw. Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Allgemein fokussieren die Forschungsarbeiten das Lehren und Lernen von Biologie, Naturwissenschaften sowie BNE und fassen


  1. konzeptionelle Arbeiten zu Bildungszielen,

  2. empirische Studien zum Lehren und Lernen sowie zur

  3. Entwicklung und Evaluation innovativer Unterrichtskonzepte.


Als konzeptionelle Arbeit wurde u.a. ein Kompetenzmodell zu Bewertungskompetenz für Fragestellungen Nachhaltiger Entwicklung zum Kompetenzbereich Bewertung der Nationalen Bildungsstandards entwickelt und theoretisch fundiert.

In den empirischen biologiedidaktisch-bildungswissenschaftlichen Studien kommen qualitative und quantitative Methoden empirischer Sozialforschung zum Einsatz. Bei den qualitativen Forschungsansätzen steht vornehmlich die Gewinnung von Informationen über Muster des Denkens und Handelns von Lehrenden und Lernenden im Vordergrund, z.B. durch Unterrichtsbeobachtungen, Interviews, Studien Lauten Denkens oder Gruppendiskussionen. Quantitative Untersuchungen dienen hingegen eher Modellierungen von Schüler- und Lehrerkompetenzen bzw. der Entscheidung von Hypothesen über mögliche Einflussfaktoren auf fachspezifisches Lehren und Lernen bzw. fachliche und generische Kompetenzen. Beispiele sind hier die empirische Fundierung des Göttinger Modells zur Bewertungskompetenz – und damit einhergehend die Messbarmachung von Bewertungskompetenz – sowie Interventionsstudien zur Förderung von Bewertungskompetenz. In verschiedenen Interventionsstudien wird zudem der Frage nachgegangen, inwiefern durch kooperatives Lernen, durch selbstreguliertes Lernen oder durch Metakognitionstrainings Kompetenzen im Biologieunterricht gefördert werden können. Dabei werden innovative Unterrichtskonzepte für eine evidenzbasierte Lehrerbildung bzw. schulische und außerschulische Bildungsarbeit entwickelt und evaluiert.

Empirisch untersucht werden weiterhin Lernvoraussetzungen, Lernprozesse und learning outcomes von Schüler*innen sowie von angehenden Lehrkräften. Im Bereich motivationaler und kognitiver Bedingungen naturwissenschaftlichen sowie BNE-relevanten Lehrens und Lernens fokussiert die Lehrerbildungsforschung u.a. Selbstwirksamkeitserwartungen mit Blick auf das Unterrichten von Naturwissenschaften und BNE, Wissen von angehenden Lehrkräften zu Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aus den Bereichen Biodiversität und Klimawandel sowie Beurteilungskompetenzen angehender Lehrkräfte zu Schülerexperimentierkompetenzen. Zudem werden Schülerinteressen zu humanbiologischen und Agrar- sowie Biodiversität-relevanten Themen, deren Genese sowie deren Förderung untersucht.

Die Forschung der Abteilung wurde bzw. wird gefördert durch die DFG (Forschungen im Graduiertenkolleg 1195 und in den Schwerpunktprogrammen 1293 und 1409, Sachmittelbeihilfe), das BMBF (Biologie im Kontext, ExMo im Rahmen von KoKoHs, Schlözer Programm Lehrerbildung im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung), das MWK (Vorhaben in den Verbünden Biodiversität und Gesellschaft, Diversity Turn in Land Use Science) sowie durch diverse Stiftungen (u.a. Heinz Sielmann Stiftung, Stiftung Zukunft Wald der Niedersächsischen Landesforsten). Nähere Informationen sind verfügbar unter DFG FORSCHUNG, BMBF FORSCHUNG und MWK FORSCHUNG.