Professur für Handelsbetriebslehre

Forschung der Abteilung Handel

In der Forschung beschäftigt sich die Abteilung Handel mit der Analyse und optimalen Ausgestaltung von Distributionskanälen. Unter dem Dach Channel Management konzentriert sich die Forschung der Abteilung Handel auf drei Bereiche:


  • Der Bereich Channel Structure beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, unter welchen Bedingungen die Einschaltung von Intermediären vorteilhaft sein kann. Darüber hinaus ist von Interesse, welche Distributionsorgane gegebenenfalls eingeschaltet werden. Hierzu zählen beispielsweise Fragestellungen des Multichannel Retailing oder die Ausgestaltung eines Vertriebssystems aus Herstellersicht.

  • Der Bereich Supply Chain Management konzentriert sich auf Fragestellungen der physischen Distribution. Hierzu zählen beispielsweise die Optimierung von Dispositionsentscheidungen, wie sie in Konzepten wie Efficient Replenishment oder CPFR analysiert werden, und die Analyse des Nutzenpotenzials neuer Technologien, wie z.B. von RFID.

  • Der Bereich Retail Marketing befasst sich mit Fragestellungen des Handelsmarketings, wobei insbesondere das Preis- und Konditionenmanagement, aber auch das Category Management und das Regalmanagement thematisiert werden. Auf strategischer Ebene sind hierbei auch Fragen der Betriebsformenwahl von Interesse.


Die drei angesprochenen Bereiche werden nicht isoliert voneinander betrachtet. Im Zentrum des Interesses steht dann eine wirtschaftsstufenübergreifende Optimierung der Wertschöpfungskette, in die Industrie, Handel und Dienstleister involviert sind. In diesem Zusammenhang geht es um einen koordinierten Einsatz der Instrumente der akquisitorischen und der physischen Distribution, wie er zum Beispiel in dem ECR-Konzept zum Ausdruck kommt. Dabei werden sowohl Fragestellungen der optimalen Struktur als auch der effizienten Prozesse aufgeworfen.

Die theoretische Basis der Forschungsaktivitäten ist in der Neuen Institutionenökonomik, den Verhaltenswissenschaften und in managementorientierten Ansätzen verankert. Hierbei werden vorwiegend quantitative Modelle und Methoden genutzt. Ein Transfer der Erkenntnisse in praxisrelevante Entscheidungsinstrumente wird angestrebt.

Um die aufgezeigte Palette von Themen, die von verhaltenswissenschaftlichen bis zu technologischen Aspekten reichen, kompetent bearbeiten zu können, kooperieren wir innerhalb des Institutes intensiv mit der Abteilung Marketing und innerhalb der Universität mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik zusammen.

Außerhalb der Universität bestehen verschiedene Kooperationsbeziehungen mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis. Im Bereich der Praxis bestehen Kontakte zu Unternehmen unterschiedlicher Branchen, wie beispielsweise Handel, Unternehmensberatung und Logistik.