Interesse und Wissenschaft
top agrar | 07/2019

Leserbrief von Prof. Dr. Teja Tscharntke zum Streitpunkt: "(Noch) Mehr Wissenschaft wagen!", top agrar 6/2019, Seite 8.

Prof. A. Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, nimmt "Technologiekritik als Luxusdiskussion" wahr. "Das neue Interesse an Ökologie darf nicht auf Kosten der Versorgung mit ...Nahrungsmitteln gehen" und beim Fortschritt sollen nur "wissenschaftliche Maßstäbe gelten". Er bewertet Wissenschaftler, die sich mit Ökologie befassen, als politisch motivierte Fortschrittsgegner, die von der "heilen Welt von gestern" und einer rückwärtsgewandten "Museumslandschaft" träumen. ...weiter




Was dem Ohr verborgen bleibt: Rekorder-Einsatz beim Tierarten-Monitoring
18.06.2019

Forscherteam unter Göttinger Leitung vergleicht traditionelle und moderne Erhebungsmethoden

Vogel_Indonesien_Kevin_DarrasLange haben sich Ökologinnen und Ökologen auf ihre Sinne verlassen, wenn es darum ging, Tierpopulationen und die Artenvielfalt zu erfassen. Bei Tieren, die Töne von sich geben, sind mittlerweile aber moderne programmierbare Tonaufnahmegeräte die bessere Option. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung der Universität Göttingen am Beispiel von Vogelstudien untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Applications erschienen. ...weiter





Wildbienen fördern ─ gewusst wie!
Arbeitskreis Wildbienen der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen e.V. | Juni 2019

Ein Plädoyer für effektiven Wildbienenschutz und gegen unwirksamen Aktionismus

Wildbienen genießen hohe Sympathiewerte und sind für die Bestäubung vieler Kultur- und Wildpflanzen unersetzlich, doch mehr als jede zweite der fast 600 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits ausgestorben, verschollen oder bestandsbedroht (Arten der "Roten Liste"). Sie stehen symbolisch für das Insektensterben und die Sorge um den Rückgang der Artenvielfalt (Biodiversität), der sich besonders in der Agrarlandschaft drastisch bemerkbar macht. Dies wird immer mehr Menschen bewusst, wodurch es bundesweit zu unzähligen, gutgemeinten Aktionen im Namen des Wildbienenschutzes kommt. ...weiter




Rückzugsgefechte um die Kulturpflanze Raps
Göttinger Tageblatt | 28.05.2019 | Kuno Mahnkopf

Die Rapsblüte täuscht darüber hinweg, dass es um den Raps im Landkreis Göttingen nicht gut bestellt ist. Schädlinge setzen der Kulturpflanze zu, Insektizide sind in Verruf geraten, die Anbaufläche geht zurück.

Göttingen. Die knallgelben Rapsfelder prägen im Mai das Landschaftsbild in Südniedersachsen. Die Kulturpflanze steht allerdings seit Jahren mit dem Rücken zum Feldrand, die Anbaufläche ist um knapp ein Drittel zurückgegangen – auf etwa 35.000 von 49 000 Hektar Ackerbaufläche im alten Landkreis Göttingen. Schädlinge wie der Rapsglanzkäfer und -stängelrüssler würden die Erträge mindern, dem Pflanzenschutz immer engere Grenzen gezogen, moniert Achim Hübner. Schützenhilfe bekommt der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes von Agrarwissenschaftler Prof. Andreas von Tiedemann und dem Entomologen Dr. Bernd Ulber. ...weiter




Lebensmittel produzieren und trotzdem Artenvielfalt erhalten
14.05.2019

Agrarökologen der Universität Göttingen plädieren für integrative Naturschutzkonzepte

Landschaft-Rumänien_Laura_Sutcliff_05_2019_295In Naturschutz und Landwirtschaft gibt es zwei gegensätzliche Konzepte, wie eine hohe Artenvielfalt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu verbinden sei: Naturschutz soll in Produktionslandschaften integriert oder in Form von reinen Schutzgebieten segregiert werden, um auf den Produktionsflächen maximale Erträge zu ermöglichen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen plädieren für integrative Lösungsansätze, die Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion in nachhaltig bewirtschafteten Agrarlandschaften vereinbaren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift People and Nature erschienen....weiter




Der EU-Handel mit Brasilien fördert den Klimawandel und verletzt die Menschenrechte
25.04.2019


Forscher der Universität Göttingen unterzeichnen Aufruf zu nachhaltigem Handeln

Mehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus jedem Land der EU sowie 300 brasilianische indigene Gruppierungen haben sich zusammengetan, um auf die Zerstörung der Umwelt und die Verletzung von Menschenrechten hinzuweisen, die durch den Handel mit Brasilien gefördert werden. 17 Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben sich dem Aufruf zu nachhaltigem Handeln angeschlossen. Er ist in der Fachzeitschrift Science erschienen....weiter

Göttinger Tageblatt | Handel mit Brasilien zerstört die Umwelt | 25. April 2019






Die wirtschaftliche Bedeutung diversifizierter Landwirtschaft
16.04.2019


Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann

Eine Diversifizierung in der Landwirtschaft durch lange Fruchtfolgen oder Strukturelemente wie Hecken und Blühstreifen ist für die Artenvielfalt und viele ökologische Prozesse von Vorteil, oft aber auch mit Kosten für Landwirtinnen und Landwirte verbunden. Welche Maßnahmen sowohl mit ökologischen als auch mit ökonomischen Vorteilen verbunden sind, haben Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen mit einer systematischen Literaturrecherche untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Economics erschienen....weiter

Natur und Landschaft | Vielfalt kann ökologische UND ökonomische Vorteile bringen | April 2019

Informationsdienst Wissenschaft | Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann | 16.April 2019

Göttinger Tageblatt | Forscherteam aus Göttingen beschreibt Vorteile der Vielfalt | 16. April 2019





Rural-urbane Transformationen in Indien
01.04.2019

DFG verlängert gemeinsame Forschungsgruppe der Universitäten Kassel und Göttingen

Megastädte in Schwellen- und Entwicklungsländern wachsen rasend schnell und verändern ihre ländliche Umgebung dabei fundamental, aber nicht einheitlich – das ist eins der Ergebnisse eines deutsch-indischen Forschungsverbunds, der diese Entwicklung exemplarisch am Beispiel Bangalore (Indien) untersucht, die Veränderung der agrarwirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Systeme analysiert und dabei in mehrfacher Hinsicht Pionierarbeit geleistet hat. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Projekt nun für weitere drei Jahre mit insgesamt 3,2 Millionen Euro....weiter






Möglichst kleine Felder
April 2019

Der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke erklärt, wie eine insektenfreundliche Landwirtschaft ausehen könnte.

DEUTSCHES BIENEN-JOURNAL | April 2019





Teja Tscharntke erhält Auszeichnung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften als "Distinguished Scientist" in 2018.
CAS-Distingushed Scientist Award_small




Wo wachsen die besten Erdbeeren?
04.02.2019

Göttinger Wissenschaftler untersuchen positiven Einfluss von Hecken auf die Bestäubung

Erdbeeren_Rapsglanzkaefer_Denis Castel_295Bienen und andere Insekten übernehmen mit ihren Blütenbesuchen eine wichtige Funktion in der Agrarlandschaft. Aufgrund ihres Angebots an Blütenpflanzen und Nistmöglichkeiten stellen Hecken und Waldränder wichtige Lebensräume für Bestäuber dar. Ein Team aus den Abteilungen Funktionelle Agrobiodiversität und Agrarökologie der Universität Göttingen hat untersucht, ob Hecken und ihre Verbindung zu Waldrändern sich positiv auf die Bestäubung von Erdbeeren auswirken. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl das Gewicht als auch die Qualität der Erdbeerfrüchte gesteigert werden, wenn Erdbeerpflanzen an Hecken platziert sind. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen....weiter

Göttinger Tageblatt | Erdbeeren wachsen besser an Hecken | 05.02.2019




Wettbewerb - Insekten brauchen Bauern
top agrar | 2/2019 | Kontakt: matthias.broeker@topagrar.com


Sie legen Blühstreifen an und kombinieren diese geschickt mit Hecken, Randstreifen oder Brachen? Dann machen Sie mit und gewinnen Preise im Gesamtwert von 25 000 €.

Längst sind Insekten wahre Medienstars geworden. Immer öfter berichten Fernsehsender in Dokumentationen mit Titeln wie „Das große Insektensterben“ über das Thema.
Auch wenn sich das genaue Ausmaß kaum erfassen lässt, steht eins fest: Um die Artenviefalt ist es nicht gut bestellt. Dass der Trend trotz Teilerfolgen rückläufig ist, zeigen Ergebnisse des Bundesamtes für Naturschutz....weiter






Press release 2018