Abteilung Agrarökologie

Presseinformationen 2017


Minister Wenzel fordert Glyphosat-Verbot
Niedersachsens Umweltminister hält das Herbizid für eine "tickende Zeitbombe", Landwirte hoffen auf eine Zulassungsverlängerung


Braunschweiger Zeitung - 26. Oktober 2017







Frankfurter Allgemeine Zeitung - „Das Problem sind die Monokulturen“

Ausgeräumte Landschaften und einige Herbizide schaden Insekten, dabei sind die Tiere wichtig für die Landwirtschaft. Ein Gespräch mit Agrarökologe Teja Tscharntke von der Universität Göttingen zum Insektensterben.

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von Jan Grossarth - aktualisiert am 21.10.2017-09:09 ...zum Interview


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NDR1 - Interview - 19.10.2017




Braunschweiger Zeitung: „Apokalypse ist schon, dass wir Arten verlieren“ - von Geraldine Oetken - 24.10.2017 - 18:51 Uhr






"Ein ökologisches Armageddon"
Über 27 Jahre hinweg haben Forscher Insekten in speziellen Fallen gesammelt – mit einem alarmierenden Ergebnis: Die Menge an Insekten hat drastisch abgenommen.


18. Oktober 2017, 20:02 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, vk


Krefeld ist eine nordrhein-westfälische Stadt zwischen Düsseldorf und Duisburg. Und die Heimat des Entomologischen Vereins Krefeld, in dem ehrenamtliche Insektenkundler seit Jahrzehnten auf das Insektensterben in Deutschland aufmerksam machen wollen und deshalb seit Jahrzehnten Daten sammeln.

Wissenschaftler um Caspar Hallmann von der niederländischen Radboud University in Nijmegen haben diese Daten der Krefelder Insektensammler ausgewertet. An 63 verschiedenen Standorten in in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg hatten die Hobby-Entomologen seit 1989 spezielle Netzvorrichtungen aufgestellt, sogenannte Malaise-Fallen, in denen Fluginsekten in einen Sammelbehälter schwirren und dort konserviert werden. In all den Jahren sammelte sich so eine Biomasse von 53,54 Kilogramm. Die Auswertung zeigte: Die jährlich gesammelte Insektenmasse ist innerhalb der vergangenen 27 Jahre um mehr als 75 Prozent geschrumpft. ...weiter

Weitere Pressemitteilungen finden Sie hier:

Stern: Forscher schlagen Alarm: Gefährliches Insektensterben in Deutschland, 18.10.2017

FAZ: „Wir befinden uns mitten in einem Albtraum“ - von Joachim Müller-Jung - aktualisiert am 18.10.2017

Bild der Wissenschaft: Deutschland verliert seine Insekten, 18.10.2017







Christina Fischer: Positive und negative Ökosystemfunktionen von Kleinsäugern in Agrarlandschaften: Auswirkungen des lokalen und Landschaftsmanagements ...weiter

16. Oktober 2017 - Innovationsnetzwerk Ökosystemleistungen Deutschland (ESP-DE)






Presseinformation: Von Bakterien bis zu Vögeln: tropische Plantagen zerstören Biodiversität
(08/2017)

Göttinger Forscher untersuchen Folgen der Abholzung von Regenwald in Südostasien

(pug) Ein Forscherteam der Universität Göttingen hat in einer groß angelegten Studie untersucht, wie sich die Umwandlung von tropischem Regenwald zu Kautschuk- und Ölpalm-Plantagen auf die Biodiversität der betroffenen Ökosysteme auswirkt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass sowohl die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten als auch die Anzahl der individuellen Tiere und Pflanzen abnimmt, insbesondere bei Tieren, die sich räuberisch ernähren. Darüber hinaus stellten sie fest, dass die Interaktion zwischen den verschiedenen Organismen reguliert, wie das gesamte Ökosystem auf die Umwandlung reagiert. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution erschienen. ...weiter





Sommer der Stille

Unberührte Landschaften voller zirpender Grillen und singender
Vögel – das war einmal. Deutschland leidet unter einem dramatischen Artenschwund.
Nur eine radikale Wende zur Biolandwirtschaft könnte die Vielfalt noch retten.

DER SPIEGEL, 36/2017








Presseinformation: Artenvielfalt und Profit in der Landwirtschaft
(08/2017)

Göttinger Agrarökologen vergleichen ökologisch-ökonomischen Nutzen verschiedener Landschaftstypen

Winterweizen(pug) Agrarökologen der Universität Göttingen haben die traditionell großräumige Landwirtschaft im Osten mit der kleinräumigen Landwirtschaft im Westen Deutschlands sowohl ökologisch als auch ökonomisch verglichen. Dabei konnten sie zeigen, dass kleine Äcker höhere Kosten verursachen, aber die Biodiversität ähnlich stark fördern wie der ökologische Landbau. Dagegen ist die Umstellung zum Öko-Landbau in beiden Landschaftstypen mit einer Verdopplung des Gewinns verbunden. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erschienen.
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Bild der Wissenschaft, 08/2017: Innerdeutsche Grenze als Freilandlabor, © wissenschaft.de - Nadja Podbregar




Weniger Insekten, weniger Vögel
(Göttinger Tageblatt, 08/2017)

Umweltorganisationen und Biologen schlagen Alarm: Es gebe immer weniger Insekten. Kürzlich geisterte die Zahl eines Rückgangs um 80 Prozent durch die Medien. Stimmt das? Und hängt damit auch der Rückgang der Zahl der Vögel zusammen? Der Göttinger Wissenschaftler Prof. Teja Tscharntke hat Antworten. ...weiter






Presseinformation: Steigerung des Kakao-Ertrags durch ökologische Intensivierung
(07/2017)

Göttinger Agrarökologen schlagen Maßnahmen zur Steigerung von Bestäubung und Fruchtansatz vor

ManuelToeledo206(pug) Kakao ist eines der weltweit am meisten gehandelten Wirtschaftsgüter. Ein wesentlicher Schlüssel zur Ertragssteigerung ist dabei die Optimierung der Bestäubung. Jedoch werden nur etwa fünf bis zehn Prozent der Kakaoblüten auf natürliche Weise bestäubt. Der Göttinger Agrarökologe Manuel Toledo-Hernández hat im Rahmen seiner Doktorarbeit Studien zur Bestäubung von Kakaopflanzen aus den vergangenen 70 Jahren ausgewertet. Seine dabei gewonnenen Erkenntnisse sowie offene Forschungsfragen hat er zusammengefasst und in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment veröffentlicht. ...weiter

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Göttinger Tageblatt, 07/2017: Mehr Bestäubung für mehr Ertrag






Biological control: birds vs. (insects vs. insects)
(07/2017)

Fred's Ecology and Environmental Tales (AKA: The FEET)

Lehmann_2016We all know that birds eat crop-destroying bugs, so we might think that farmers would welcome insectivorous birds to their fields with radiant rakes or happy hoes. But not so fast! Research by Ingo Grass and his colleagues alerts us to the reality that not all insects are created equal. Some insects eat crops, but some insects eat insects that eat crops.

Aphids are one of the worst scourges of the agricultural world. They suck the phloem sap from many plant species; this action can kill the plant directly, and also cause infections by plant pathogens and viruses. Fortunately for farmers, many animals enjoy eating aphids, including birds such as the Eurasian Tree Sparrow, Passer montanus, and insects such as ladybird beetles and hoverfly larvae. ...weiter






Presseinformation: Biodiversitätsforschung mit Resonanz
(04/2017)

Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen in Rangliste der am häufigsten zitierten Ökologen


Teja_Tscharntke_206(pug) Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen gehören zu den am häufigsten zitierten Forschern im Bereich der Tier- und Pflanzenökologie im deutschen Sprachraum. Der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke führt die in der Fachzeitschrift Laborjournal veröffentlichte Rangliste mit insgesamt 2946 Zitierungen im untersuchten Zeitraum an. Der Tierökologe Prof. Dr. Stefan Scheu belegt mit 1483 Zitierungen Platz 19 der Liste, der Pflanzenökologe Prof. Dr. Christoph Leuschner mit 1158 Zitierungen Platz 36.

Das Laborjournal berücksichtigte bei seiner "Publikationsanalyse 2011-2015: Tier- und Pflanzenökologie" Originalartikel mit mindestens einem Autor mit Adresse im deutschen Sprachraum aus rund 100 ökologisch ausgerichteten Fachzeitschriften. Die Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Thomson Reuters Institute for Scientific Information in Philadelphia, Stichtag war der 18. Januar 2017. Die gesamte Rangliste ist im Internet unter www.laborjournal.de/rubric/ranking/R17_01/index2.lasso zu finden. ...weiter






Presseinformation: Stadtgrün wichtig für die Erholung
(02/2017)

Neue Studie von Göttinger Agrarökologen: Experten und Laien bewerten Stadtgrün unterschiedlich

stadtgruenberlin_marajariechers_logo_206(pug) In dicht besiedelten Städten sind Parks und andere Grünflächen von besonderer Bedeutung. Sie verbessern die Stadtluft, bringen Ruhe und tragen zum Wohlergehen der Menschen bei. Allerdings werden die begrenzten Grünflächen im städtischen Raum von vielen Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen genutzt. Agrarökologen der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Laien und Experten ein unterschiedliches Verständnis der kulturellen Ökosystemleistungen des Stadtgrüns besitzen. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Urban Ecosystems erschienen. ...weiter






Presseinformation: Arten verschwinden, Pflanzenfraß bleibt
(02/2017)

Göttinger Agrarökologen belegen Folgen der Landschaftsfragmentierung mit Literatur-Auswertung


pflanzenfrass_waldinsel_206(pug) Intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der Landschaft und zu immer kleiner werdenden Lebensräumen, in denen sich immer weniger Tier- und Pflanzenarten finden. Das betrifft auch pflanzenfressende Insekten, bei denen insbesondere die Spezialisten betroffen sind. Agrarökologen der Universität Göttingen haben nun anhand einer umfassenden Literaturauswertung herausgefunden, dass in diesen "Lebensrauminseln" zwar immer weniger Pflanzenfresserarten vorkommen, die Ausmaße des Pflanzenfraßes insgesamt aber nicht abnehmen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen. ...weiter






Kann das Greening grüner werden?
(01/2017)

Maßnahmen der EU-Agrarpolitik zum Schutz der Artenvielfalt laufen oft ins Leere


(pug) "Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die Europäische Union (EU) den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Universität Göttingen und weiterer Forschungseinrichtungen haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Im Fachjournal Conservation Letters kommen sie zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt und sind für die Landwirte zum Teil schlecht umsetzbar. Und die Steuerzahler kostet das ganze trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. ...weiter