Göttingen International

Deutsch-japanisches Universitätskonsortium HeKKSaGOn

Das deutsch-japanische Universitätskonsortium HeKKSaGOn ist ein Zusammenschluss der Universität Heidelberg, der Universität Göttingen und des Karlsruher Instituts für Technologie mit drei der führenden Universitäten Japans - der Kyoto University, der Osaka University und der Tohoku University. Die Rektoren und Präsidenten dieser Hochschulen haben im Juli 2010 in Heidelberg eine Kooperationserklärung unterzeichnet. Ziel des bisher in der deutsch-japanischen Zusammenarbeit einzigartigen Konsortiums ist es, neben einer Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperation insbesondere die Nachhaltigkeit der länderübergreifenden Maßnahmen und Projekte sicherzustellen. HeKKSaGOn steht für Heidelberg - Kyoto - Karlsruhe - Sendai - Göttingen - Osaka - network.

Die an HeKKSaGOn beteiligten Universitäten teilen die Überzeugung, dass wichtige globale Probleme nur durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und durch den offenen Austausch von Wissen gelöst werden können. Daher wollen sie den Informationsaustausch erleichtern, die Kooperationen in Forschung und Lehre ausbauen, gemeinsame Forschungsprojekte und Graduiertenprogramme initiieren sowie den Austausch von Studierenden, Doktoranden und Wissenschaftlern fördern.

Arbeitsgruppen innerhalb der HeKKSaGOn-Partnerschaft bestehen in verschiedenen zukunftsweisenden Forschungsfeldern, etwa in den Umweltwissenschaften, den Lebenswissenschaften, den Materialwissenschaften, den Neurowissenschaften und dem Wissenschaftlichen Rechnen wie auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Es wurden bereits vielversprechende gemeinsame Forschungsprojekte geplant, darüber hinaus zeichnet sich eine verstärkte Mobilität der Wissenschaftler für Forschungsaufenthalte und Gastdozenturen ab.


Doktorandenprogramme

Die Universität Heidelberg baut mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung ein Doktoranden-Austauschprogramm mit den drei japanischen Partnern auf, um bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses noch enger zu kooperieren. Geplant ist die Vergabe von Stipendien mit drei bis zehn Monaten Laufzeit an Heidelberger Doktoranden für einen Forschungsaufenthalt in Japan wie auch an Doktoranden der Universitäten Kyoto, Osaka und Tohoku für einen Aufenthalt an der Ruperto Carola.

Im September 2012 hat eine erste gemeinsame Sommerschule für Doktoranden des Konsortiums in Heidelberg stattgefunden, um talentierten jungen Wissenschaftlern neue Wege der Zusammenarbeit über die fachlichen Grenzen zu eröffnen. Dabei stellten renommierte Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen dar, welche Wege sie zur Überwindung von Fachgrenzen gewählt haben und wie sie erfolgreich transdisziplinäre Netzwerke zur Bearbeitung ihrer Forschungsfragen aufbauen konnten.

Im September 2014 hat die zweite interdisziplinäre HeKKSaGOn-Sommerschule für Doktoranden stattgefunden. Thema des Veranstaltungsprogramms am KIT in Karlsruhe war "Nanotechnology: Potential and Challenges."


Uni: Deutsch-japanische HeKKSaGOn-Sommerschule

Fünfzehn japanische und deutsche Promovierende treffen sich vom 11. bis 20. September 2014 an der Universität Göttingen zur dritten gemeinsamen Sommerschule des deutsch-japanischen HeKKSaGOn-Netzwerks. Eine Woche lang beschäftigen sie sich unter der Anleitung von zehn japanischen und deutschen Hochschullehrerinnen und -lehrern mit numerischen und statistischen Methoden und Anwendungen in den Bio- und den Materialwissenschaften.

Auf dem Programm stehen unter anderem Anwendungen in der biophysikalischen Grundlagenforschung, der nanomikroskopischen Bilderkennung, der Modellierung von Zellverbänden und dem Membrantransport in der Krebstherapie. Darüber hinaus werden neuartige Verfahren aus den verschiedenen mathematischen Disziplinen vorgestellt, zum Beispiel aus der Extremwerttheorie der Statistik auf gekrümmten Räumen.

"Ohne moderne mathematische Methoden sind komplexe Fragestellungen wie etwa nach der frühen Differenzierung von Stammzellen in der biophysikalischen Grundlagenforschung für die Stammzellentherapie nicht zu beantworten", sagt Mitorganisator Prof. Dr. Stephan Huckemann vom Felix-Bernstein-Institut für Mathematische Statistik in den Biowissenschaften der Universität Göttingen. "Unsere Sommerschule verfolgt den Ansatz, modernste methodische Forschung mit aktuellen Anwendungen in den angewandten Wissenschaften zusammenzubringen, um den heutigen und künftigen Herausforderungen in den Bio- und Materialwissenschaften erfolgreich zu begegnen."

Das HeKKSaGOn-Netzwerk ist ein 2010 gegründeter Zusammenschluss der Universitäten Kyoto, Osaka und Tohoku in Japan sowie den Universitäten Heidelberg und Göttingen und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Deutschland. Ziel des Zusammenschlusses ist es, neben einer Intensivierung der wissenschaftlichen Kooperationen insbesondere die Nachhaltigkeit der länderübergreifenden Maßnahmen und Projekte sicherzustellen. Mit Hilfe des in der deutsch-japanischen Zusammenarbeit bislang einzigartigen Konsortiums wollen die beteiligten Universitäten den Informationsaustausch erleichtern, die Kooperationen in Forschung und Lehre ausbauen und den Austausch von Studierenden, Promovierenden und Forschenden fördern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.hekksagon.net

Eine Presseinformation der Stadt Göttingen bezüglich der HeKKSaGOn Sommerschule finden Sie hier.