In publica commoda

Presseinformation: Wie Kommunen Diversität und Teilhabe fördern können

Nr. 157 - 05.11.2020

Universität Göttingen veröffentlicht Ergebnisse einer Diskussion zwischen Wissenschaft und Praxis


(pug) Wie können wir in einer Gesellschaft zusammenleben, die von Vielfalt gekennzeichnet ist? Welche Aufgaben und Spielräume haben Städte und Landkreise, um dieses Zusammenleben zu gestalten? Und welche Wünsche und Erwartungen haben sie an wissenschaftliche Forschung? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich das Projekt „Diversität, Teilhabe und Zusammenhalt in der Kommune“ am Institut für Diversitätsforschung der Universität Göttingen beschäftigt hat. Die Ergebnisse aus dem Projekt sind nun in einem Impulspapier erschienen.

 

Unter der Leitung von Prof. Dr. Andrea D. Bührmann, Dr. Doreen Müller und ihrem Team haben Expertinnen und Experten aus Stadtverwaltungen, Vereinen und Verbänden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutiert, Wissen und Fragen ausgetauscht. „Immer mehr Kommunen wollen Vielfalt aktiv gestalten. Diese Bestrebungen wollen wir als Forscherinnen und Forscher unterstützen“, so die Soziologin Bührmann. „Schließlich haben Universitäten neben Forschung und Lehre auch die Aufgabe, ganz im Sinne des Leitspruchs der Universität Göttingen, ‚zum Wohle aller‘ zur Bearbeitung gesellschaftlicher Herausforderungen beizutragen.“

Dabei sind die Anforderungen an Städte und Landkreise zahlreich. „Neben der vielfach angespannten Haushaltslage und den aktuellen Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie sehen sich fast alle Kommunen auch mit der Abwehr gegen Vielfalt in Teilen der Bevölkerung konfrontiert“, ergänzt Müller. „Es gibt viele Argumente dafür, warum Kommunen aktiv mit Vielfalt umgehen sollten, und mittlerweile auch viele Praxisbeispiele, von denen sie lernen können.“ Diese Argumente bündelt das Impulspapier und ergänzt es auf Grundlage der Diskussionen um erste Empfehlungen. Die Zielperspektive ist diversitätsorientierte Teilhabegerechtigkeit: die Möglichkeit für alle Bewohnerinnen und Bewohner, in ihrer Verschiedenheit am Leben in der Kommune teilhaben zu können.

 

Das Projekt wurde aus dem Landesprogramm „Zukunftsdiskurse“ mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der VolkswagenStiftung finanziert. Das Impulspapier kann auf dem Projektblog www.vielfalt-kommunal.uni-goettingen.de als PDF kostenfrei heruntergeladen werden. Dort sind auch weitere Diskussionsbeiträge zum Thema zu lesen.

 

Kontakt:

Elena Buck

Georg-August-Universität Göttingen

Sozialwissenschaftliche Fakultät

Institut für Diversitätsforschung

Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen

Telefon: 0551 39-26504

E-Mail: ebuck@uni-goettingen.de

Internet: www.diversitaetsforschung.uni-goettingen.de // www.vielfalt-kommunal.uni-goettingen.de