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Presseinformation: Neuer Standort für nationales Hochleistungsrechnen

Nr. 166 - 13.11.2020

Universität Göttingen und GWDG erhalten Fördermittel in Höhe von 72 Millionen Euro


(pug) Göttingen wird einer der Standorte des neu gegründeten Verbunds Nationales Hochleistungsrechnen (NHR). Das hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern heute bekanntgegeben. Damit verbunden sind Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 72 Millionen Euro über zehn Jahre. Der Antrag wurde im Namen der sieben norddeutschen Bundesländer des Norddeutschen Verbunds für Hoch- und Höchstleistungsrechnen (HLRN) für die beiden Standorte Universität Göttingen/Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und das Zuse-Institut Berlin (ZIB) für ein gemeinsames NHR-Zentrum gestellt. Berlin erhält eine ebenso hohe Förderung.


Prof. Dr. Ramin Yahyapour, CIO der Universität Göttingen und CEO der GWDG, Antragsteller für Göttingen, freut sich über die Anerkennung des HLRN-Konzeptes mit zwei zusammenarbeitenden Standorten für High Performance Computing (HPC) in Berlin und Göttingen: „Diese Förderung erlaubt es uns, rechnergestützte Forschung auf höchstem Niveau insbesondere in den Kompetenzschwerpunkten Lebenswissenschaften, Klimaforschung, Chemie und Ingenieurwissenschaften weiter auszubauen.“

 

Universitätspräsident Prof. Dr. Reinhard Jahn sieht in der Förderung die Strategie der Universität bestätigt: „In vielen wissenschaftlichen Disziplinen ist Spitzenforschung heutzutage zunehmend rechen- und datenintensiv, weshalb wir diesen Bereich sukzessive ausgebaut haben. Hier ist Göttingen nun hervorragend aufgestellt.“

 

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler gratuliert den Spitzenforscherinnen und -forschern: „Die Erfolgsgeschichte des Hochleistungsrechnens in Norddeutschland und speziell am Standort Göttingen wird mit der Aufnahme in den NHR-Verbund fortgeschrieben. Mit dieser Entscheidung wird Forscherinnen und Forschern der Rahmen für die Spitzenforschung von morgen bereitet. Wir sind hocherfreut!“

 

Die GWK hatte sich im November 2018 auf die gemeinsame Förderung eines koordinierten Verbunds des Nationalen Hochleistungsrechnens durch Bund und Länder verständigt, um der zunehmenden Bedeutung und der steigenden Nachfrage nach Hochleistungsrechnern gerecht zu werden. Insgesamt wurden acht Rechenzentren in die Förderung aufgenommen; die Fördermittel stehen für Investitionen, Betriebs- und Personalkosten zur Verfügung. Ein Schwerpunkt im NHR-Verbund wird die Stärkung der Methodenkompetenz durch koordinierte Aus- und Weiterbildung der Nutzerinnen und Nutzer sowie insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses sein.

 

Die sieben Bundesländer Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind seit 2001 (Brandenburg seit 2012) im Norddeutschen Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens (HLRN) zusammengeschlossen, der Bestandteil der nationalen HPC-Infrastruktur ist. Der HLRN-Verbund betreibt gemeinschaftlich ein verteiltes Supercomputersystem an der Universität Göttingen und dem Zuse-Institut Berlin.

 

Die Universität Göttingen verfolgt als Teil ihrer Standortstrategie einen Ausbau der Informatik, der Datenwissenschaften und des Hochleistungsrechnens. Hochleistungsrechnen gilt als Schlüsseltechnologie für wissenschaftlichen und technischen Fortschritt. Hierzu gehört der Zugang zu großen Rechnerkapazitäten, aber auch die Entwicklung von geeigneter Software. Zur Standortstrategie gehört auch eine Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), in der ab 2021 wesentliche Anteile der Investitionen des DLR in Hochleistungs-Rechnersysteme am Standort Göttingen gebündelt werden.

 

Die GWDG ist gemeinsame Einrichtung der Universität Göttingen und der Max-Planck-Gesellschaft. Sie erfüllt die Funktion eines Rechen- und IT-Kompetenzzentrums für die Max-Planck-Gesellschaft und des Hochschulrechenzentrums für die Universität Göttingen. Neben Emmy, dem Göttinger HLRN-System, betreibt sie mit dem Scientific Compute Cluster einen weiteren Hochleistungsrechner für den Göttinger Wissenschaftsstandort und wird auch den geplanten DLR-Hochleistungsrechner betreiben.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Ramin Yahyapour

Georg-August-Universität Göttingen

Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen

Telefon (0551) 201-1545

E-Mail: ramin.yahyapour@gwdg.de

Internet: www.gwdg.de