Juristische Fakultät

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Gerrit Hamanns Dissertation zum Juristen und Kriegsverbrecher Max Merten in der Süddeutschen Zeitung besprochen

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Selten finden juristische Doktorarbeiten auch in der breiten Öffentlichkeit Anerkennung. Eine erfreuliche Ausnahme bildet die in der SZ ausführlich gewürdigte Göttinger Dissertation von Dr. Gerrit Hamann über den Juristen und NS-Kriegsverbrecher Max Merten. In der von Prof. Dr. Eva Schumann betreuten rechtshistorischen Arbeit zeichnet Hamann den Werdegang des Einserjuristen Merten nach und legt den Fokus auf dessen mörderisches Kriegswirken in Griechenland, seine in mehrfacher Hinsicht bemerkenswerte Nachkriegskarriere u.a. im Staatsdienst der frühen Bundesrepublik sowie die befremdliche Protegierung des NS-Kriegsverbrechers durch oberste bundesrepublikanische Stellen. Mit seinem Werdegang wirft Merten als „Jurist ohne Gewissen“ (SZ) Grundsatzfragen nicht nur nach der Rolle von Juristen im „Dritten Reich“, sondern auch nach der Aufarbeitung des NS-Unrechts in der Bonner Republik sowie nach der Verantwortung der juristischen Profession insgesamt auf. Mehr hierzu in der Rezension der SZ sowie im Buch von Gerrit Hamann.

Zur Rezension der SZ

Zum Buch von Gerrit Harmann im V&R Verlag


Prof. Dr. Murad Erdemir neuer Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR)

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Prof. Dr. Murad Erdemir, Honorarprofessur an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, wird zum Jahreswechsel 2022/23 neuer Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (Medienanstalt Hessen). Er wurde von der Vollversammlung gewählt. Herr Erdemir ist der Fakultät seit 2013 als Honorarprofessor verbunden. Davor brachte er schon mehrere Jahre seine Kompetenzen als Lehrbeauftragter ein. Er ist insbesondere im Jugendschutz- und Jugendmedienrecht als wissenschaftlicher Experte ausgewiesen.



Prof. Dr. Murad Erdemir
Bericht der Süddeutschen Zeitung


Prof. Dr. Andreas Paulus mit Ehrung durch den Bundespräsidenten als Richter des Bundesverfassungsgerichts verabschiedet

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Die zwölf Jahre im Amt als Richter des Bundesverfassungsgerichts vergingen wie im Fluge: Prof. Dr. Andreas Paulus, Inhaber des Lehrstuhls für Völkerrecht an der Fakultät, erhielt am 3. Juni 2022 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Ablauf seiner Amtszeit und Wahl eines Nachfolgers seine Entlassungsurkunde.
Der Bundespräsident verband den Formalakt mit einer hohen Ehrung: Prof. Dr. Andreas Paulus bekam das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband verliehen. Mindestens ebenso bemerkenswert: Die pointierte und kundige Würdigung des Wirkens von Prof. Dr. Andreas Paulus durch den Bundespräsidenten, der die markanten Entscheidungen der Amtszeit herausarbeitet:

Zur Rede des Bundespräsidenten

Prof. Dr. Andreas Paulus war während seiner Karlsruher Zeit auch in Göttingen immer präsent – in der Lehre, in der Forschung und mit Rat und Tat in allen grundsätzlichen Fragen der Fakultät. Dafür gebührt ihm großer Dank. Nun kehrt er mit voller Arbeitskraft an seine alma mater zurück. Die Fakultät freut sich auf seine Reflexionen der Karlsruher Erfahrungen, seine nun wieder intensivere Beschäftigung mit Völkerrechtsfragen, vor allem aber auf seine inspirierende und „ansteckende“ wissenschaftliche Neugierde und Begeisterungsfähigkeit.


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