Prof. Dr. Peter-Tobias Stoll

Peter-Tobias Stoll ist Professor für öffentliches Recht und Völkerrecht (internationales Wirtschaftsrecht) an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen und Direktor am Institut für Völkerrecht und Europarecht. Dort leitet er die Abteilung für internationales Wirtschafts- und Umweltrecht. Zu seinen Forschungsgebieten gehört das gesamte Wirtschaftsvölkerrecht und das internationale Umweltrecht, insbesondere das Recht der Welthandelsorganisation (WTO) und der Handelsabkommen und der Klima- und Biodiversitätsschutz. Neben zahlreichen Publikationen ist Prof. Stoll in internationalen Fachgesellschaften, so unter anderem der Europäischen Gesellschaft für Völkerrecht (European Society of International Law) und der Vereinigung für internationales Recht (International Law Association) aktiv. Lehr- und Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem nach Addis Abeba, Berkeley, Bern (WTI), Cambridge, Florenz (EUI), Genf, Mailand (Boccoini), Minneapolis, Moskau (HSE), Nanjing, Paris II, Sao Paulo und St. Petersburg. Er ist auch Direktor am Institut für Landwirtschaftsrecht der Fakultät.

Von 2019-2022 hatte er den Jean-Monnet-Lehrstuhl für die Rolle des Rechts für die nachhaltige Entwicklung inne (Jean-Monnet Chair for Sustainable Development Through Law). 2004-2021 war er der Deutsche Direktor des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft der Universitäten Göttingen und Nanjing. Er ist Vorsitzender der Ethikkommission der Universität Göttingen.

An der Fakultät hat Prof. Stoll unter anderem das Amt eines Studiendekans und des Forschungsdekans versehen und ist für Internationalisierung und die Erasmus Austauschprogramme zuständig. Er ist Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes.

In der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung ist Prof. Stoll in der Universität Göttingen und in der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) engagiert.

Neben den akademischen Tätigkeiten und Ämtern ist Prof. Stoll verschiedentlich beratend und als Gutachter für Bundesregierung und Bundestag, aber auch für das Europäische Parlament, die Vereinten Nationen, andere öffentliche Stellen und für Nichtregierungsorganisationen tätig. Er gehört dem von der Europäischen Kommission eingerichteten Pool von Schiedspersonen und Experten für die Streitschlichtung in Handels- und Investitionsverträgen der Europäischen Union an.

Prof. Stoll hat in Hamburg, Lausanne und Bonn Rechtswissenschaften und politische Wissenschaften studiert. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung in Köln wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Walther-Schücking-Institut für internationales Recht an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, wo er über Fragen der völkerrechtlichen Regelung des Technologietransfers promovierte und den juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte. Nach der großen juristischen Staatsprüfung in Hamburg war er als wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg tätig. An der dortigen Fakultät 2001 wurde er mit einer Arbeit über verfassungs-, umwelt- und technikrechtliche Dimensionen der Risikogesellschaft für die Fächer öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht habilitiert und nahm im selben Jahr den Ruf an die Universität Göttingen an.