Praxisstudienprojekte zur Qualifizierung für spezifische Handlungsfelder in der Sprachenförderung für Geflüchtete


Teilnahmevoraussetzungen
Studierende, die bereits das Grundlagenmodul der Zusatzqualifikation Interkulturalität und Mehrsprachigkeit/Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (ZIMD) erfolgreich abgeschlossen haben, können ihre Sprachenförderkompetenzen in und für spezifische/n Handlungsfelder/n, unterstützt durch eine intensive fachliche Begleitung, vertiefen.
Angesprochen sind auch Studierende, die bereits das Vorgängerprogramm, die Zusatzqualifikation Interkulturelle Germanistik/Deutsch als Fremdsprache abgeschlossen haben.

Handlungsfelder
Die Projektteilnehmer/innen engagieren sich in/qualifizieren sich für folgende/n Bereiche/n der Sprachenförderung:






(1) Sprachcoaching für internationale Studierende der Universität Göttingen (seit SoSe 2017)
Studierende mit Kompetenzen im Bereich der fachbezogenen Sprachenförderung unterstützen als Sprachcoaches die ihnen zugeteilten GasthörerInnen in ihrem wissenschaftssprachlichen Erwerb für spezifische Studienfächer und stärken ihre sprachliche Handlungsfähigkeit im Studium.


(2) Sprachenförderung von geflüchteten Kindern in Schulen beim Übergang in die Regelklasse (seit WiSe 2015/16)
Studierende unterstützen gezielt Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Sprachlernklasse in den Regelunterricht. Dazu können sie auf den individuellen Förderbedarf abgestimmtes Material entwickeln und bedarfsorientierte Formen von Lernbegleitung konzipieren und anbieten.


Abgeschlossene Projekte:

(3) Arbeitsmarktbezogener Deutschunterricht in der Beschäftigungsförderung Göttingen (WiSe 2017/2018-WiSe 2018/201)
Studierende erhalten einen Einblick in die vielfältigen Angebote der Beschäftigungsförderung zur arbeitsmarktbezogenen Qualifizierung Geflüchteter. Dabei können sie sowohl den berufsvorbereitenden Deutschunterricht mitgestalten als auch die Praktika der Teilnehmenden vorbereiten und begleiten.



(4) Deutschunterricht in Einrichtungen für Geflüchtete und an der Universität Göttingen (A1)
Unterstützt durch die MitarbeiterInnen der ZIMD planen die Studierenden Deutschunterricht mit Blick auf unterschiedliche Rahmenbedingungen, Lernbedürfnisse und -voraussetzungen und führen ihn zunächst im Teamteaching mit erfahrenen Lehrkräften, dann selbstständig in Aufnahmeeinrichtungen für Geflüchtete oder an der Universität Göttingen durch. (SoSe 2016 - WiSe 2016/2017)


(5) Intensivsprachkurs für Geflüchtete im Gasthörerprojekt der Universität Göttingen (B2/C1)
Studierende werden unter fachlicher Betreuung einen Intensivsprachkurs mit einer hohen Niveaustufe mitgestalten und dabei für den prüfungs- und studienvorbereitenden Sprachunterricht qualifiziert. (SoSe 2016 - WiSe 2016/2017)



Fachliche Begleitung
Im Rahmen der Praktikumsbegleitung nehmen die Studierenden an Workshops zu für die einzelnen Handlungsfelder relevanten thematischen Schwerpunkten teil, die bedarfsgerecht ("aus der Praxis für die Praxis") angeboten werden. Zudem werden sie in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen und Sprachförderaktivitäten kontinuierlich und intensiv fachlich beraten und unterstützt.

Vorbereitung
In einem von Göttinger und externen ExpertInnen geleiteten Vorbereitungsworkshop erhalten die ProjektteilnehmerInnen Einblicke in die Situation der Geflüchteten und damit in die konkreten Rahmenbedingungen ihrer Sprachfördertätigkeit, z.B. zu


  • der rechtlichen und politischen Lage der Geflüchteten
  • dem Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen
  • Aspekten von Diversität



Supervision
Die ProjektteilnehmerInnen haben die Möglichkeit, während der Praxisphase regelmäßig an einer Supervision teilzunehmen, die von erfahrenen PsychologInnen geleitet wird.

Anerkennungsmöglichkeiten
Die Studierenden erhalten Credits für ihre Teilnahme am Projekt. Es kann folgendermaßen anerkannt werden:


  • als Praxisstudienmodul im Rahmen der ZIMD
  • als Praktikum im Rahmen des Masterstudiengangs Interkulturelle Germanistik / Deutsch als Fremdsprache
  • als Betriebs- und Sozialpraktikum im 2FäBa
  • im Rahmen von LehramtPluS im berufsbezogenen Optionalbereich