Chancengleichheit und Diversität

Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes

Die Universität Göttingen hat sich 2015 erfolgreich für das Diversity Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes beworben. Gemeinsam mit zehn weiteren Hochschulen durchläuft sie zwischen 2016 und 2018 einen begleiteten Organisationsentwicklungsprozess und geht damit einen nächsten Schritt in Richtung einer Organisationsstruktur und -kultur, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung aller geprägt ist. Für die Begleitung des Auditierungsprozesses konnte Dr. Ute Zimmermann gewonnen werden.

Ziel des Audits ist es, die Hochschulen bei der Entwicklung eines Arbeitsumfeldes zu unterstützen, das Studierende und Beschäftigte zu guten Studien und Arbeitserfolgen befähigt. Die Universität Göttingen strebt danach, die Prozesse und Strukturen in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung, aber auch ihre Hochschulkultur so weiterzuentwickeln, dass sie der Diversität von Studierenden und Beschäftigten Rechnung tragen.

Noch immer orientieren sich viele Hochschulen an einer vermeintlichen Normalität - Studierenden deutscher Herkunft, die unmittelbar nach dem Schulabschluss ein Vollzeitstudium aufnehmen und dieses als Lebensmittelpunkt betrachten, oder Forschenden, die sich ohne Einschränkung von zeitlichen Ressourcen durch familiäre oder Pflegeaufgaben der wissenschaftlichen Tätigkeit widmen. Dabei sind Abweichungen von dieser vermeintlichen Norm immer weniger die Ausnahme als vielmehr die Regel.

Hochschulen sind herausgefordert, Strukturen, Angebote, Instrumente und Maßnahmen so zu konzipieren, dass Hochschulzugang und Studienerfolg nicht von der kulturellen oder sozialen Herkunft der Studierenden, ihrem Bildungs- und Erfahrungshintergrund oder ihren Lebensumständen abhängen. Auch um weiterhin für Beschäftigte im wissenschaftlichen und wissenschaftsunterstützenden Dienst attraktiv zu bleiben, sind Hochschulen gefordert, sich weiterzuentwickeln.

Das Diversity Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbandes begleitet und berät die Hochschulen dabei, eigene Entwicklungsziele zu formulieren und diese mit passenden Strukturveränderungen und Maßnahmen zu verfolgen. Das Audit verschränkt Elemente der Organisationsentwicklung mit kollegialer Beratung und externer Begleitung. Moderierte Reflexionen und Gespräche mit allen Beteiligten und potenziellen Anspruchsgruppen (Hochschulleitung, Studierende, Beschäftigte) begleiten und fördern den Prozess innerhalb der Hochschule. Das Audit endet mit einer Zertifizierung im Herbst 2018.

Neben der Universität Göttingen nehmen von 2016 bis 2018 an der Auditierung teil: Universität Düsseldorf, Universität Erlangen-Nürnberg, Universität Hamburg, Universität Kiel, Universität zu Köln, Hochschule Landshut, Universität zu Lübeck, Fachhochschule Münster, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, Universität Vechta.