Zwischen einsam und gemeinsam – eine andere Arbeitskultur ist möglich

Veranstaltungsreihe anlässlich des 14. bundesweiten Diversity-Tages 2026

Liebe Kolleg*innen,
zunehmende Anforderungen an Leistung, Optimierung und Flexibilisierung und zusätzlich Digitalisierung und Sparzwänge: Die Arbeitswelt wandelt sich rasant, Beschäftigte stehen unter Druck. Arbeitgeber versuchen, dagegen zusteuern und fördern Teamarbeit und kollegialen Zusammenhalt. Dennoch ist Einsamkeit am Arbeitsplatz – auch im öffentlichen Dienst und im Wissenschaftsbereich – ein vieldiskutiertes Thema: Studien zeigen, dass Einsamkeitserfahrungen in den vergangenen Jahren stark zugenommen haben.

Damit befasst sich die Veranstaltungsreihe von Universität, Stadt und Landkreis Göttingen anlässlich des Diversity-Tages 2026 der Charta der Vielfalt.

  • Wer erlebt Einsamkeit und wie wird sie erlebt?
  • Wie können wir Einsamkeit bei anderen erkennen?
  • Wie hängt Einsamkeit zusammen mit psychischer Gesundheit, Alter, Geschlecht, Migrationserfahrungen oder Care-Verantwortung?
  • Wie kann die Arbeitskultur zu einer „Resilienzquelle“ gegen Einsamkeit am Arbeitsplatz werden und welche Rolle spielt Zugehörigkeit dabei?

Zur zentralen öffentlichen Veranstaltung möchten wir Sie herzlich einladen.

Zentrale öffentliche Veranstaltung am 2. November 2026

Montag, 02. November 2026, 10:30 bis 13:30 Uhr im Neuen Rathaus Göttingen (Ratssaal):
Vortrag „Einsamkeit am Arbeitsplatz verstehen: Ein neuer Blick auf ein altbekanntes Phänomen“
Daniel Ewert, Soziologe (Otto-von-Guericke Universität Magdeburg)

Podiumsgespräch mit verschiedenen Akteur*innen aus Göttingen
Im anschließenden Podiumsgespräch geht es um Einsamkeit im Kontext unterschiedlicher Vielfaltsdimensionen wie psychische Gesundheit, Queerness und Careverantwortung. Zu Gast sind Lilia Nester (stellv. Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Göttingen), Moriz Jordan (Projekt equity* im Queeren Zentrum Göttingen) und Dr. Anett Waltert (Betriebsärztin der Universität Göttingen). Die Moderation übernimmt Amelie Fischer (Stadt Göttingen)

Hier können Sie sich für die zentrale Veranstaltung am 2.11.2026 anmelden.

Workshopangebote zum Thema Einsamkeit im September 2026

Die Veranstaltungsreihe startet im September mit zwei Workshopangeboten, die sich an Beschäftigte von Universität, Stadt und Landkreis Göttingen richten.

In diesem kompakten 2-stündigen Online-Workshop erhalten Sie einen fundierten und praxisnahen Einblick in das Thema Einsamkeit am Arbeitsplatz. Einsamkeit betrifft Menschen in allen Lebensphasen und sozialen Rollen, auch im Arbeitsleben. Sie kann die Gesundheit beeinträchtigen, die Motivation und Leistungsfähigkeit mindern und sich langfristig auf Zusammenhalt, Vertrauen und gesellschaftliche Teilhabe auswirken. Führungskräfte spielen eine wichtige Rolle dabei, Anzeichen von Einsamkeit frühzeitig zu erkennen, eine unterstützende Teamkultur zu fördern und soziale Verbundenheit aktiv zu stärken. Der Workshop vermittelt wissenschaftlich fundiertes Wissen über Einsamkeit und ihre Ursachen, sensibilisiert für Risikofaktoren und vulnerable Gruppen und zeigt praxisnahe Möglichkeiten auf, wie Führungskräfte Einsamkeit bei Mitarbeitenden wahrnehmen und ansprechen können. Dabei werden auch die Bedeutung von Diversität, Zugehörigkeit und Diskriminierungsschutz sowie besondere Lebensübergänge z. B. der Übergang in den Ruhestand, berücksichtigt. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Werkzeuge für Mitarbeitergespräche, Teamgestaltung und eine inklusive Führungspraxis.
Durchführung: Prof. Dr. Susanne Bücker, Professorin für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Witten-Herdecke
Ort: digital
Zielgruppe: alle Führungskräfte der Universität, Stadt und des Landkreises Göttingen


Anmeldung: Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.


Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung unbedingt den Namen und das Datum der Veranstaltung an, zu der Sie sich anmelden! Herzlichen Dank


Einsamkeit entsteht nicht nur im Privaten. Auch im Arbeitsalltag können fehlende Verbundenheit, Unsicherheit oder das Gefühl, mit Herausforderungen allein zu sein, eine große Rolle spielen. Gleichzeitig verändern sich unsere Arbeitswelten und gesellschaftlichen Beziehungen stetig. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, wie gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Allyship – also das bewusste Eintreten füreinander – zu einer stärkeren Gemeinschaft und einer gesünderen Arbeitskultur beitragen können. Gemeinsam reflektieren wir, was solidarisches Handeln im Berufsalltag bedeutet, welche Hürden ihm entgegenstehen und wie wir Verantwortung füreinander übernehmen können, ohne uns selbst aus dem Blick zu verlieren. Der Workshop verbindet fachliche Impulse mit Reflexion und Übungen und richtet sich an Beschäftigte von Universität, Stadt und Landkreis Göttingen.
Durchführung:Angelo Camufingo, STUBBORNConsulting
Ort: in Präsenz, Raum 0.2110, Heinrich-Düker-Weg 5 (Universität Göttingen)
Zielgruppe: alle Führungskräfte der Universität, Stadt und des Landkreises Göttingen


Anmeldung: Die Anzahl der Teilnehmenden ist begrenzt.


Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung unbedingt den Namen und das Datum der Veranstaltung an, zu der Sie sich anmelden! Herzlichen Dank


Universität, Stadt und Landkreis Göttingen haben sich mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ der Anerkennung und Wertschätzung ihrer Mitglieder und Angehörigen unabhängig von Alter, Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, sozialer Herkunft und sexueller Orientierung verpflichtet. Informationen zur „Charta der Vielfalt“ sind unter www.charta-der-vielfalt.de zu finden.


Hinweis der Organisator*innen zur Zusammenarbeit und Diskussionskultur

Wir legen einen besonderen Wert auf ein respektvolles Miteinander und dulden daher keine Diskriminierungen, Provokationen sowie Beiträge, die andere Teilnehmende persönlich angreifen. Wir ermutigen alle Teilnehmenden, sich gemeinsam mit uns für ein respektvolles und offenes Veranstaltungsklima einzusetzen. Inhalte mit trans*-, inter*- oder homofeindlichen, sexistischen, rassistischen, antisemitischen, klassistischen, behindertenfeindlichen Bezügen sowie in anderer Weise diskriminierende und/oder herabwürdigende Beiträge werden nicht toleriert und haben den Ausschluss des*der Autor*in aus der Veranstaltung zur Folge.