Forschungsprojekt OWAB - Feldversuche 2018 - 2020

Winterackerbohnen können als eiweißreiches Futter für Nutztiere und als spurenelementreiches Substrat für Biogasanlagen verwendet werden. Ziel des Projekts ist es, pflanzenbauliche Verfahren zu entwickeln, die die Umweltverträglichkeit des Winterackerbohnenanbaus verbessern. Den Winterackerbohnen wird Sommerhafer als Zwischenfrucht vorangestellt. Dadurch soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Gefahr einer Nitratbelastung des Grundwassers, die mit dem bisherigen Anbau der Winterackerbohnen einhergeht, zu mindern. Zudem gibt es Gemengevarianten mit Triticale sowie Varianten mit Sommerackerbohnen zum Ertragsvergleich.

Der Feldversuch ist 2018/19 auf dem Versuchsgut Reinshof der Universität Göttingen (Auenlehm) nach Wintergerste angelegt worden und wird 2019/20 wiederholt. Es werden zwei Winterackerbohnen-Stämme (Augusta, Malibo) in vierfacher Wiederholung getestet: Vor der Winterackerbohnen Aussaat wird Sommerhafer gesät. Im Oktober werden die Winterackerbohnen in den bestehenden Sommerhaferbestand mittels einer Direktsaatmaschine gedrillt. Zusätzlich zu den Reinsaaten werden auch ein Gemenge sowie eine Reinsaat mit Triticale angelegt. Alle Varianten werden auch ohne die Vorfrucht Sommerhafer etabliert. Eine Schwarzbrache dient der Kontrolle. Zum Ertragsvergleich wird zusätzlich noch eine Sommerackerbohne sowie ein Sommerackerbohnen-Triticale Gemenge im Frühling gedrillt. Folgende Hypothesen sollen beantwortet werden:
(1) Der vorangestellte Hafer senkt den Nmin-Wert im Boden signifikant und reduziert das Risiko der Nitratauswaschung erheblich.
(2) Das Gemenge senkt den Nmin-Wert im Boden signifikant ab und vermindert damit zusätzlich die Gefahr der Nitratauswaschung.
(3) Die Biomasse des Sommerhafers puffert tiefe Temperaturen, die die Winterackerbohnen auswintern lässt, und die Auswinterungsrate der Winterackerbohnen ist geringer als ohne Sommerhafer.
(4) Die Erträge der Winterackerbohnen sind höher als die Erträge der Sommerackerbohnen.

Bearbeiterin:
Dr. Catharina Meinen

Laufzeit:
01. August 2018 bis 31. Oktober 2020

Förderung:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Eiweißpflanzenstrategie)
FKZ: 2815EPS007

Projektpartner:
Prof. Dr. Wolfgang Link (Georg-August-Universität Göttingen, Arbeitsgemeinschaft Züchtungsforschung Ackerbohne)