Forschungsprojekt BÖLN

Gezielte Beregnung im Ökologischen Landbau zur Steigerung von Produktivität und Nährstoffeffizienz (BÖLN)

+++ AKTUELL: Wir suchen für diese Saison ab sofort noch Studentische Hilfskräfte, v.a. für die Feldarbeit +++ Infos bei Dr. Rüdiger Jung, Tel. 0551-39-24354 +++

Oberziel des Projektes ist die Erhöhung der Produktivität im ökologischen Ackerbau auf Kulturarten- und Systemebene (Fruchtfolge) durch optimierte Wasser- und Nährstoffversorgung. Bedingt durch den Klimawandel wird eine Tendenz zu Frühsommertrockenheit mit temporärem Wasserstress bei Kulturpflanzen erwartet. Es werden faktorielle Feldversuche auf ökologischen Versuchs- und Praxisbetrieben mit gezielter Wasser- und Nährstoffversorgung von Rotkleegras, Ackerbohnen und Sommerweizen durchgeführt. Zur Anwendung kommen neben der Beregnung innovative Produkte, u.a. nährstoffangereicherte Grünschnittkomposte sowie P-Recycling Dünger. Erfasst werden der Einfluss der Maßnahmen und deren Interaktionen auf die Ertragsleistung und die Nährstoffaufnahme- und Verwertungseffizienz der untersuchten Kulturen sowie die N2-Fixierleistung der angebauten Leguminosen. Die Effekte der Faktorvariation werden kulturartenspezifisch mit Hinblick auf die Reduzierung von Ertragslücken (tatsächlich versus erzielbar) analysiert und auf der Systemebene (Vorfruchteffekte, Nährstoffbilanzen) bewertet. Die Beregnungswürdigkeit der einzelnen Kulturen wird unter Einbezug der Systemeffekte, vor allem des N-Inputs durch die N2-Fixierung, berechnet. Auf Basis der Ergebnisse werden Praxisempfehlungen zur wasser- und nährstoffgesteuerten Erhöhung der Produktivität im ökologischen Ackerbau abgeleitet. Die Feldversuche zur gezielten Beregnung im ökologischen Landbau finden parallel auf Versuchsflächen der Universität Bonn und der Universität Göttingen statt und werden gemeinsam ausgewertet. Die Standorte sind durch unterschiedliche Boden- und Klimaverhältnisse charakterisiert.

Teilprojekt Pflanzenbau Göttingen
Das Teilprojekt der Uni Göttingen führt Feldversuche zum Anbau von Rotkleegras, Ackerbohnen und Sommerweizen unter Beregnung sowie im Regenfeldbau am Standort Deppoldshausen nordöstlich von Göttingen durch. Dieser Standort ist charakterisiert durch sehr flachgründige Kalkstein-verwitterungsböden mit relativ geringer Wasserspeicherkapazität. Somit tritt Trockenstress dort häufig auf. Zudem übernimmt die Abteilung Pflanzenbau (Herr Dr. Jung) für das gesamt Projekt die Erstellung der Isotopensignaturen zur Ableitung der symbiotischen Stickstofffixierung von Rotklee und Ackerbohnen. Hierfür werden in allen Leguminosenversuchen aus entsprechende Proben in das Speziallabor nach Göttingen geschickt und dort analysiert.

Bearbeiter:
Dr. Rüdiger Jung
Prof. Dr. Stefan Siebert

Laufzeit:
1. Dezember 2018 bis 30. November 2021

Förderung:
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
FKZ 2818OE049

Projektpartner:
Universität Bonn, Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES), Abteilung Agrarökologie und Organischer Landbau