Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Pflege- Präventionsprogramm für Pflegende Angehörige

Die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen erfordert neben einer mentalen Auseinandersetzung mit dem Thema einen hohen Grad an Informiertheit, zeitlichen, finanziellen und organisatorischen Aufwendungen. Um Beschäftigte zu unterstützen, die neben Ihrer Forschung/Berufstätigkeit pflegebedürftige Angehörige betreuen müssen oder möchten, startete das Präventionsprogramm in seine dritte Runde. Das Programm wird aus Mitteln des Betrieblichen Gesundheitsmanagements finanziert.

Die beiden Vorträge richten sich an Mitarbeiter*innen, die am Anfang einer Pflegesituation stehen, oder die damit rechnen, dass die Pflege eines Angehörigen in naher Zukunft auf sie zukommt. Die vier Workshop-Module richten sich an Mitarbeiter*innen, die bereits in einer Pflegesituation sind.

Um Anmeldung sowohl für die Vorträge als auch die Workshop-Module wird gebeten. Die Anmeldung zu einem oder beiden Vorträgen erfolgt formlos per Mail an familienservice@zvw.uni-goettingen.de . Die Workshop-Module bauen aufeinander auf und sollten daher am Stück besucht werden. Die Zahl der Teilnehmenden ist beschränkt, die Anmeldung zu den Workshops erfolgt über das Anmeldeformular.

Online-Vortrag: Pflegebedürftigkeit – was nun?
Referent*in: N.N., Senioren- und Pflegestützpunkt Niedersachsen der Stadt Göttingen,
14. April 2021, 11.00-12.30 Uhr

Der Vortrag bietet einen ersten Überblick über die Leistungsarten des Pflegeversicherungsgesetzes. Darüber hinaus wird über die Begutachtung bzw. Feststellung der Pflegebedürftigkeit und unabhängige Beratungsmöglichkeiten vor Ort informiert. Der Vortrag richtet sich an Personen, die plötzlich oder in naher Zukunft mit der Pflegebedürftigkeit einer*s Angehörigen konfrontiert sind.

Online-Vortrag: Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, welche Möglichkeiten gibt es?
Referent*innen: Anika Werkmeister und Mirko Dreesmann, Personalabteilung,
19. Mai 2021, 11.00-12.00 Uhr

Der Vortrag bietet einen Überblick über kurzfristige und längerfristige Möglichkeiten der Freistellung und Arbeitszeitreduzierung. An alltagsnahen Beispielen wird erläutert, welche Handlungsmöglichkeiten Beschäftigte und Beamt*innen haben, um Arbeit und Pflege zu vereinbaren.

Workshop-Module: "Wie organisiere ich die konkrete Pflegesituation und wie sorge ich für mich selbst?" beinhaltet vier aufeinander aufbauende Module (Die akute Situation durch COVID 19 wird einbezogen)
Referentin: Dr. med. Silke von der Heide (Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin)


  • Die Pflegesituation einschätzen (Erkrankung, Alter, häusliche Umgebung, Finanzierung, Unterstützung durch weitere Angehörige, eigene Haltung)
  • Hilfsmittel und deren Einsatz
  • Überforderung und Unzufriedenheit erkennen und vermeiden


  • Möglichkeiten der Arbeits- und Pflegeorganisation entwickeln
  • Zeitressourcen schaffen


  • Hilfreiche Handgriffe, rückenschonendes Pflegen, gezielte praktische Übungen in Korrespondenz zu typischen Beschwerden, die aus der Pflege resultieren
  • Die Pflegebedürftige/den Pflegebedürftigen aktivieren


  • Entspannungsübungen erlernen, die sich in den Alltag integrieren lassen
  • Hilfe holen – Unterstützung durch Nutzen sozialer Netzwerke und Strukturen


Bitte die Anmeldung vorab via Scan an familienservice@zvw.uni-goettingen.de senden.
Die Teilnahme wird als Arbeitszeit angerechnet.