Sonderforschungsbereich 1502 Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement - 2022 bis 2025

DFG Sonderforschungsbereich 1502 Regionaler Klimawandel: Die Rolle von Landnutzung und Wassermanagement

Zahlreiche Regionen der Welt verzeichnen zunehmende Niederschläge, und gleichzeitig scheinen ganze Kontinente buchstäblich auszutrocknen; dies betrifft nicht nur Niederschläge, sondern auch andere Variablen, wie etwa die Zu- oder Abnahme der Wasserspeicherung in Oberflächenreservoirs, Böden in der Wurzelzone, sowie das Grundwasser. Messungen deuten darauf hin, dass Erklärungsmuster, wie „trockene Regionen werden weiter austrocknen und feuchte Regionen mehr Niederschläge erfahren“ (Dry-Gets-Dryer, Wet-Gets-Wetter), nicht hinreichend sind. Im Rahmen dieses SFBs werden wir eine zentrale Hypothese testen: der Mensch hat durch Landnutzungswandel und intensiviertes Wassermanagement selbst Einfluss auf das regionale Klima genommen, insbesondere durch unbeabsichtigte Modifikationen des natürlichen regionalen Wasser- und Energiekreislaufs. Wir vermuten überdies, dass derartige Veränderungen – relativ zu Treibhausgasen, Aerosolen und natürlicher Variabilität – maßgeblich zu den beobachteten Trends im regionalen Wasserkreislauf beitragen. Unsere Hypothese beinhaltet dabei, dass Landnutzungswandel sowie die Intensivierung von Landwirtschaft und Bewässerung zu Veränderungen der atmosphärischen Zirkulation beigetragen hat, die dann in entfernteren Regionen zu Veränderungen in atmosphärischen und terrestrischen Wasserbilanzen beitragen.

Teilprojekt B05 an der Universität Göttingen: Einführung von Dynamiken in bewässerten Flächen und Kulturen in Simulationen von Landoberflächenmodellen
Wassernutzung für die landwirtschaftliche Bewässerung hat einen großen Einfluss auf Wasserspeicher sowie auf die Wasserflüsse zwischen den Speichern, insbesondere auf die Evapotranspiration. Ziel des Teilprojektes in der Abteilung Pflanzenbau ist es, Unterschiede in der Wassernutzung zwischen trockenen und nassen Jahren besser zu quantifizieren, indem Unterschiede in der bewässerten Fläche und den bewässerten Kulturen in Landoberflächenmodellen berücksichtigt werden. Ein verbessertes Verständnis von Dynamiken in Bewässerungsverfahren erlaubt es, menschliche Einflüsse auf Wasser- und Energieflüsse umfassend zu quantifizieren, und unterstützt damit in besonderem Maße die Erreichung der Ziele des SFB.

Bearbeiter:
Dr. Wanxue Zhu
Malte Weller
Prof. Dr. Stefan Siebert

Laufzeit:
1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2025

Förderung:
DFG (Projektnummer 450058266)

Webseite:
SFB1502 - Webseite des Projektes

Projektpartner:
Universität Bonn
Universität Köln
Forschungszentrum Jülich
Deutscher Wetterdienst