Lehrstuhl Prof. Dr. Frank Rexroth


Ab dem 01. Oktober 2022 erforschen wir mit Mitteln der DFG den „Eremitismus und die Kultur der Einsamkeit im mittelalterlichen Reich, 900‒1300“ mit dem Ziel, belastbare Erkenntnisse über die Präsenz von Eremitinnen (!) und Eremiten im Gebiet des Reiches zu gewinnen. Über eine quantitative Erhebung und ihre Sicherung in einer Personendatenbank wollen wir die „Einsamkeits-Verhältnisse“ im Reich verstehen lernen und dieses Verständnis durch qualitative Studien – einerseits durch eine Sozialgeschichte des Eremitentums im Sinne einer „Gruppengeschichte“ und andererseits durch eine Diskursgeschichte der Einsamkeit – vertiefen.
Hierin ist noch eine Postdoc-Stelle zu besetzen. Interessierte Bewerber können hier eine detaillierte Beschreibung des Vorhabens einsehen.




Referate halten

"Ende Juli [1914] traf ich einen meiner respektabelsten Seminar-Genossen, Helmuth Falkenfeld, in [Freiburg im Breisgau in] der Goethestraße. Er sagte verzweifelt: Haben Sie schon gehört, was passiert ist? Ich sagte voll Verachtung und gottergeben: Weiß schon, Sarajewo. Er sagte: Nein, morgen fällt das Rickert-Seminar aus. Ich sagte, erschrocken: Ist er krank? Er sagte: Nein, wegen des drohenden Krieges. Ich sagte: Was hat das Seminar mit dem Krieg zu tun? Er zuckte schmerzlich die Achseln. Er war der Hauptleidtragende, denn er sollte das Referat halten."

Ludwig Marcuse, Mein zwanzigstes Jahrhundert. Auf dem Weg zur einer Autobiographie, Zürich 1975, S. 30.


Sprechstunden im Semester

bietet Herr Prof. Rexroth immer montags von 13:00 bis 14:30 Uhr in seinem Büro (KWZ 1.727) an.
Bitte vereinbaren Sie Ihren Termin vorab per E-Mail (frank.rexroth@uni-goettingen.de) oder tragen Sie sich in die aushängenden Listen an der Bürotür ein.


Neuerscheinungen


Reuchlin Reclam

Cover_Mersch_Missachtung_2020

Reichweiten I Buchcover hochaufgelöst






2. Auflage erschienen

Cover Neu

Udo Friedrich/Ludger Grenzmann/Frank Rexroth(Hg.): Geschichtsentwürfe und Identitätsbildung am Übergang zur Neuzeit, 2 Bände, Berlin/Boston 2016/2018 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge Bd. 41).

Geschichtsentwürfe


Frank Rexroth/Teresa Schröder-Stapper(Hg.): Experten, Wissen, Symbole. Performanz und Medialität vormoderner Wissenskulturen, Berlin/Boston 2018 (Beiheft der Historischen Zeitschrift Bd. 71).

Sammelband III


Jan-Hendryk de Boer: Die Gelehrtenwelt ordnen. Zur Genese des hegemonialen Humanismus um 1500, Tübingen 2017 (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation/Studies in the Late Middle Ages, Humanism and the Reformation, Bd. 101).

Jan-Hendryk de Boer: Unerwartete Absichten – Genealogie des Reuchlinkonflikts, Tübingen 2016 (Spätmittelalter, Humanismus, Reformation/Studies in the Late Middle Ages, Humanism and the Reformation, Bd. 94).

Sebastian Dümling: Träume der Einfachheit. Gesellschaftsbeobachtungen in den Reformschriften des 15. Jahrhunderts, Husum 2017 (Historische Studien, Bd. 511).

Jana Madlen Schütte: Medizin im Konflikt. Fakultäten, Märkte und Experten in deutschen Universitätsstädten des 14. bis 16. Jahrhunderts, Leiden/Boston 2017 (Education and Society in the Middle Ages and Renaissance, Bd. 53).

Ludger Grenzmann/Burkhard Hasebrink/Frank Rexroth (Hrsg.): Geschichtsentwürfe und Identitätsbildung am Übergang zur Neuzeit. Bd. 1, Paradigmen personaler Identität, Berlin/Boston 2016 (Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Neue Folge, Bd. 41/1).



Ingo Trüter: Gelehrte Lebensläufe. Habitus, Identität und Wissen um 1500, Göttingen 2017.

Marian Füssel/Philip Knäble/Nina Elsemann (Hrsg.): Wissen und Wirtschaft. Expertenkulturen und Märkte vom 13. bis 18. Jahrhundert, Göttingen 2017.

Bücher 2