Was heißt hier eigentlich neutral? – Zum Umgang mit Angriffen auf Hochschulen
Dienstag, 02.06.2026, 18.00 – 20.00 Uhr
In Präsenz: Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG), Pl. d. Göttinger Sieben 5, ZHG 007
Online (Zoom-Webinar) nach Anmeldung unter: https://uni-goettingen.zoom-x.de/webinar/register/WN_XvsCjiqOQ0uXeUPxWloFxg
Vortragende: Prof. Dr. Ulrike Lembke, Freie Rechtswissenschaftlerin & Richterin des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin
Moderation: Prof. Dr. Sabine Hess, Centre for Global Migration Studies
Hochschulen und Wissenschaft, Forschende, Lehrende und Verwaltungsmitarbeitende stehen unter Druck. Die Wissenschaftsfreiheit wird bedroht, aber auch ihr vorgeblicher Schutz wird instrumentali-siert. Unter dem Verweis auf eine „Neutralitätspflicht“ lehnen manche Hochschulakteur*innen es ab, sich gegen demokratiefeindliche Diskurse und Bestrebungen zu positionieren – obwohl es zur originä-ren Verantwortung von Hochschulen gehört, das Wissenschaftssystem als essentielle Grundlage für den demokratischen Rechtsstaat zu verteidigen.
- Welche Rechte und Pflichten, welche Handlungsspielräume und Grenzen haben Hochschulen als öffentlich-rechtlicher und grundgesetzlich geschützter Ort von Wissensvermittlung und Wissensgewinnung?
- Was bedeutet „Neutralität“: Wehrlosigkeit gegen rechtsextreme und antidemokratische Be-wegungen? Objektivität und Raum für alle Meinungen? Parteipolitische Enthaltsamkeit oder Eintreten für die pluralistische Demokratie?
- Wie können Hochschulen, wie können wir als Forschende, Lehrende, Verwaltungsmitarbeitende auf Basis der aktuellen Rechtslage engagiert handeln?
Hinweis der Organisator*innen zur Zusammenarbeit und Diskussionskultur
Wir legen einen besonderen Wert auf ein respektvolles Miteinander und dulden daher keine Diskri-minierungen, Provokationen sowie Beiträge, die andere Teilnehmende persönlich angreifen. Wir er-mutigen alle Teilnehmenden, sich gemeinsam mit uns für ein respektvolles und offenes Veranstal-tungsklima einzusetzen. Inhalte mit trans*-, inter*- oder homofeindlichen, sexistischen, rassistischen, antisemitischen, klassistischen, behindertenfeindlichen Bezügen sowie in anderer Weise diskriminie-rende und/oder herabwürdigende Beiträge werden nicht toleriert und haben den Ausschluss des*der Teilnehmer*in aus der Veranstaltung zur Folge.