Seminar für Deutsche Philologie

Germanistische Mediävistik

Die Germanistische Mediävistik beschäftigt sich mit der deutschen Sprache und Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Ihr Interesse gilt damit nicht nur der gesamten Textüberlieferung der Zeit vom 9. bis zum 16. Jahrhundert, sondern auch deren spezifischen medialen und kulturellen Bedingungen. Zur alt-, mittel- und frühneuhochdeutschen Literatur zählen demnach nicht nur Geschichtsdichtung, Heldenepik und geistliche Dichtungen, Minnelyrik und höfischer Roman, kleine Erzählformen, Schwankroman und Fastnachtsspiel, sondern auch pragmatische und lehrhafte Texte aus den verschiedenen Bereichen mittelalterlichen Wissens.
Um diese im erweiterten Sinne literarischen Gegenstände in philologischen Lektüren zu erfassen, um ihre Übergänge von der Mündlichkeit zur Schriftlichkeit der mittelalterlichen Handschriften und des frühen Buchdrucks in den Blick zu nehmen, um ihre historischen Bedeutungsgehalte im Rahmen der mittelalterlichen Geschichte und Kultur als symbolischen Praktiken zu interpretieren, arbeitet das Fach mit aktuellen Methoden und Theorien. Im Seminar werden dazu historisch-narratologische, medientheoretische sowie kultur- und diskurstheoretische Modelle in einer forschungsbasierten Lehre erprobt und in der Forschung weiterentwickelt.
Germanistische Mediävistik versteht sich damit historisch und konzeptionell als eine Grundlagenwissenschaft der Germanistik, bildet aber auch mit den anderen Mittelalterdisziplinen bzw. Mediävistiken in Göttingen über das Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (ZMF) ein Lehr- und Forschungsnetzwerk.

Aktuelles

Tutorien zu den Basisseminaren 1.1 im Wintersemester 2018-19

Auch im Wintersemester 2018-19 werden wieder 8 Begleittutorien zu den Basisseminaren angeboten,
in denen das Übersetzen aus dem Mittelhochdeutschen unter fachlicher Betreuung geübt werden kann.
Die TutorInnen, Veranstaltungszeiten und Räume werden zu Beginn der Vorlesungszeit bekanntgegeben.

11.07.2018: Streitgespräch im ZMF (Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung)
Provenienzforschung –
Fluch oder Segen für unsere Museen?


Prof. Dr. Christoph Zuschlag (Provenienzforschung, Bonn)
Prof. Dr. Antoinette Meget Dominicé (Kunstgeschichte, München)
Moderation:
Prof. Dr. Manfred Luchterhand (Kunstgeschichte, Göttingen)

Ort und Zeit: Mi, 18-20 Uhr, Goßlerstr. 10, Hörsaal AP 26, ZESS
Herzliche Einladung an alle!

Altgermanistisches Kolloquium: 11.7.2018 Martina Backes (Freiburg)
Réécriture von Paratexten: Ein komparatistischer Blick auf volkssprachliche Legenda aurea- Bearbeitungen

Ort und Zeit: Mi, 18 Uhr c.t. in Raum 1.245 (Medienraum) des Seminars für Deutsche Philologie
Alle sind herzlich eingeladen!

20.06.2018: Streitgespräch im ZMF (Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung)
„Der Idiot der Geschichte. Gab es im Mittelalter eine spezifische Laienkultur?“
Cathérine König-Pralong (Philosophie/Freiburg/Br.)
Berndt Hamm (Kirchengeschichte/Erlangen)
Moderation: Henrike Manuwald (Germanistische Mediävistik/Göttingen) und
Frank Rexroth (Geschichte/Göttingen)

Ort und Zeit: Mi, 18-20 Uhr, Goßlerstr. 10, Hörsaal AP 26
Herzliche Einladung an alle!

27.06.2018:
Matías Martínez (Wuppertal):
„Post hoc ergo propter hoc? Probleme und Perspektiven einer historischen Narratologie“

Ort und Zeit: Mi, 18 Uhr c.t. in Raum 1.245 (Medienraum) des Seminars für Deutsche Philologie
Alle sind herzlich eingeladen!

15./16.06.2018:
“Die sogenannten Germanen: Zum aktuellen Umgang mit alten Kulturen des nördlichen Europa in Forschung, Lehre und Populärkultur“, organisiert von Heike Sahm (Fachtag am 15.06.).

06./07.07.2018: „Register des Religiösen