Juristische Fakultät

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Kolloquium: KI bei der richterlichen Entscheidungsfindung

Die Ziviljustiz steht in Betracht der steigenden Zahl von Massenverfahren und zunehmendem Fachkräftemangel in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen. Ein Baustein, um die Gerichte auf diese Herausforderungen vorzubereiten und zukunftsfest zu machen, soll der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei der Entscheidungsfindung sein. Im gleichnamigen Kolloquium am 17. Februar 2023 wollen wir anknüpfend an unser Kolloquium zum Thema Robo Judge im Wintersemester 2020/21 die rechtlichen und tatsächlichen Anforderungen an den Einsatz von Algorithmen in der Justiz untersuchen. Wir freuen uns, mit unseren Referentinnen und Referenten, Frau Richterin am Landgericht Gesine Irskens, Herrn Richter am Oberlandesgericht Jan Spoenle und Frau Dr. Lydia Wolff große Expertise aus praktischer und wissenschaftlicher Sicht für das Kolloquium gewonnen zu haben.

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38. Zweijahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Internationales Recht

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Die Deutsche Gesellschaft für Internationales Recht wird vom 15. – 17. März anlässlich ihrer 38. Zweijahrestagung zum Thema „Koloniale Kontinuitäten im internationalen Recht“ zu Gast an der Georg-August-Universität Göttingen sein. Der Präsident der Georg-August-Universität Göttingen, Prof. Dr. Metin Tolan, und der Dekan der Juristischen Fakultät, Prof. Dr. Hans Michael Heinig, werden die Teilnehmenden begrüßen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationales Recht hat als Ziel die Förderung und Pflege des Völkerrechts, des Internationalen Privatrechts und anderer Zweige des Internationalen Rechts. Sie vereinigt in diesen Rechtsgebieten ausgewiesene Theoretiker und Praktiker zu gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeit. Schwerpunkt der Arbeit sind die im Abstand von zwei Jahren stattfindenden Tagungen, zu denen alle Mitglieder eingeladen sind. Die Referate und Diskussionen werden in den Berichten der Gesellschaft veröffentlicht. Daneben werden in unregelmäßigen Abständen Studientagungen zu besonderen Themen oder aus besonderen Anlässen veranstaltet. Sie setzt ferner Studiengruppen für besondere Themen ein. Sie pflegt die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit vergleichbaren Gesellschaften. Eine regelmäßige und intensive Zusammenarbeit besteht mit der Société française pour le droit international.

Auf der Tagungswebsite finden Sie weitere Informationen. Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an der Tagung den Mitgliedern der Gesellschaft vorbehalten ist.


Drittmittel für Forschung zum Energierecht eingeworben

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In einem vom Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) interdisziplinär ausgeschriebenen Förderprogramm für innovative Lösungen zur „Beschleunigung der Transformation des Energiesystems im Spannungsfeld von Energiekrise und Klimaschutz“ war zum Jahresende ein Antrag des Lehrstuhls für Verwaltungsrecht (Prof. Dr. Mann) erfolgreich. Durch die eingeworbenen Drittmittel können im Jahr 2023 nun zwei bereits vorhandene Wissenschaftliche Mitarbeiterstellen aufgestockt werden.
Im Wettbewerb mit Antragstellern aus anderen Forschungsrichtungen (u.a. Festkörperphysik, Umwelttechnik, digitalisierte Energiesysteme, Statik und Dynamik oder Ressourcenmanagement) konnte der Antrag „Experimentierklauseln zur Transformation des Energiesystems“ reüssieren. Ansatzpunkt ist die in den zurückliegenden Jahren gemachte Erfahrung, dass die Marktintegration von Neuentwicklungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien oder bei Speichertechnologien wie power to heat/gas oder sonstigen P2X-Technologien, bei Demand Side Management, flexiblen Kraftwerken oder bei Weiterentwicklungen der Energieeffizienz von Gebäuden vielfach daran scheitert, dass ein rechtssicherer Rahmen für eine praktische Erprobung der technischen Innovationen fehlt. Nötig ist ein rechtliches Instrument, um den Weg von der Innovation bis zur praxistauglichen Integration in das Energiesystem mit gesamtgesellschaftlichem Nutzen so reibungslos und kurz wie möglich zu halten. Die Göttinger Wissenschaftler vom Lehrstuhl Prof. Dr. Mann werden u.a. untersuchen, inwieweit sog. Experimentierklauseln im Energierecht als ein Katalysator bei Transformation des Energiesystems eingesetzt werden könnten.

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