Theater im Off? (ThOff)

Thema
Theater im Off? (ThOff) - Publikumsforschung des Theaterangebots in Südniedersachsen als Basis für Strategien des Audience Development in peripheren Räumen

Homepage
https://www.uni-leipzig.de/startseite-metaklub/

Auftraggeber
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderschwerpunkt „Forschung zur kulturellen Bildung in ländlichen Räumen“

Laufzeit
01.01.2020 – 30.11.2022

Kurzbeschreibung

Theater im ländlichen Raum

Professionelle, öffentlich geförderte und privatwirtschaftliche Theater befinden sich vor allem in Städten. Die Bevölkerung ländlicher Räume hat dagegen weniger Zugang zu diesen Angeboten. Zugleich scheint das Interesse am Theater in der ländlichen Bevölkerung vorhanden zu sein, denn allein in Niedersachsen lassen sich rund 1.000 Amateurtheater finden. Diese leisten dort vielfältige Beiträge zur kulturellen Bildung.

Das Projekt ThOff

ThOff identifiziert und analysiert Interessen und Motivationen der Nachfrage von amateurbasierten und professionellen Theaterangeboten in Südniedersachsen. Darüber hinaus untersucht es, welche Strategien genutzt werden und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um Publikum zu generieren und zu binden. Eine zentrale Frage ist, ob und wie aus Kooperationen neue Ansätze zur Publikumsgewinnung und -bindung entwickelt werden können.

Fragestellungen

Das Projekt fragt danach, mit welchen Ansätzen es den Amateurbühnen gelingt, Interesse und Akzeptanz in der ländlichen Bevölkerung zu schaffen und auf welche Weise es zu kulturellen Bildungsprozessen beiträgt. Auf welche Weise versuchen die professionellen Theater das Publikum ländlicher Räume zu erreichen? Wie werden diese Angebote vom Publikum wahrgenommen und wie mobil ist die ländliche Bevölkerung hinsichtlich des städtischen Theaterangebots? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich im Hinblick auf sozioökonomische Faktoren und Motivationen des Publikums der professionellen Theater einerseits und der amateurbasierten Theater andererseits identifizieren? Inwiefern können Erkenntnisse zur Arbeitsweise der amateurbasierten Theater auch die Arbeit der professionellen Bühnen bereichern? Und welche Ansätze der Kooperation lassen sich daraus entwickeln?

Methoden

Das Forschungsvorhaben kombiniert qualitative und quantitative Methoden aus der Wirtschafts- und Kulturpolitik sowie der Kulturvermittlung. Ein wesentliches Forschungsmerkmal besteht darin, lokale Akteure einzubinden. Neben qualitativen und quantitativen Besucherbefragungen werden Expertiseinterviews und Netzwerkanalysen eingesetzt.

Projektpartner


  • Stiftung Universität Hildesheim, Institut für Kulturpolitik - Prof. Dr. Birgit Mandel, Ann-Kathrin Schmidt



Kontakt