Chancengleichheit und Diversität

Beratung und Unterstützung für trans* Studierende

Die Peer-to-Peer Beratung und Unterstützung von trans* Studierenden an der Universität Göttingen richtet sich an alle Studierenden, die Fragen zu ihrer geschlechtlichen Identität haben. Auch Menschen, die aufgrund ihres Geschlechtsausdruckes anders als gewünscht wahrgenommen werden, sind in der Beratung willkommen.

Zusätzlich bietet die Beratungsstelle Unterstützung für Personen (z.B. Lehrende, Beratende), die Fragen zum Umgang mit trans* Studierenden oder zum Thema trans* Sein im Studium haben.

Die Beratung ist vertraulich und kann auf Wunsch auch anonym erfolgen. Beratungsanliegen können im persönlichen Gespräch oder per E-Mail / am Telefon geklärt werden. Die Beratung ist ergebnisoffen und am Anliegen der ratsuchenden Person orientiert.

Beratungsangebot

  • Orientierung und Entscheidungsfindung für Studierende bei Fragen zur eigenen Geschlechtlichkeit
  • Information und Unterstützung bei Fragen der Vereinbarkeit von Studium und trans* bezogenen Veränderungsprozessen
  • Informationen zu sozialen, rechtlichen und medizinischen Aspekten der Transition
  • Beratung bei Ausgrenzungs- und Diskriminierungserfahrungen
  • Unterstützung bei Kommunikations- und Veränderungsprozessen im universitären Umfeld
  • Informationen und Sensibilisierung für nicht-trans* Personen

  • Sollten Sie sich unsicher sein, ob die Beratungsstelle die richtige Anlaufstelle für Ihr spezifisches Anliegen ist, schreiben oder rufen Sie mich zur Abklärung gerne an.

    Bei uns sind inter* Personen mit ihren Themen willkommen. Gegebenenfalls kann an inter* zentrierte Stellen mit Peer-to-Peer Beratung weiterverwiesen werden.

    Menschen, die aufgrund (zugeschriebener) Sexualität Beschämung, Ausgrenzung oder Diskriminierung in der Universität erfahren haben, können sich auch an die Unterstützungsstelle wenden.

    Was bedeutet der Begriff trans*?

    Mit trans* wird hier die Alltagserfahrung von Menschen beschrieben, die sich nur teilweise, nicht oder nicht immer mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Zum Beispiel Transgender, Mann zu Frau und Frau zu Mann Transsexuelle, genderqueere und nicht-binäre oder abinäre Personen. Auch Crossdresser oder sogenannte Transvestiten sind unter dem Begriff erfasst. Menschen die trans* Erfahrungen in ihrem Alltag machen haben sehr unterschiedliche Lebensrealitäten und Selbstdefinitionen. Menschen, die trans* Erfahrungen machen können sich als weiblich, männlich oder eine andere (nicht) Geschlechtlichkeit definieren.

    Was bedeutet der Begriff inter*?

    Inter* umschreibt die gelebte Erfahrung, mit einem Körper geboren zu sein, der den normativen Vorstellungen von männlich/Mann und weiblich/Frau nicht entspricht. Die Variation der Geschlechtsmerkmale führt noch heute zu Diskriminierungen und Menschenrechts¬verletzungen, wie z.B. uneingewilligte geschlechtsverändernde Eingriffe.

    Inter* ist kein „drittes Geschlecht“, denn die Realitäten von Menschen mit angeborenen Variationen der Geschlechtsmerkmale sind vielfältig. Inter* Menschen können, wie andere Menschen, eine männliche, weibliche, trans* oder nicht-binäre Identität haben.