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Press release: Universität Göttingen wirbt Niedersachsen-Impuls-Professur ein
No. 94 - 10.07.2026
Astrophysiker Prof. Dr. Richard I. Anderson tritt Professur für „Beobachtende Kosmologie“ an
(pug) Die Universität Göttingen hat eine weitere Niedersachsen-Impuls-Professur eingeworben. Das Land fördert die Berufung des renommierten Astrophysikers Prof. Dr. Richard I. Anderson auf eine Professur für Beobachtende Kosmologie. Die Fördersumme liegt in den kommenden fünf Jahren bei rund zwei Millionen Euro. Im Anschluss an die Förderphase übernimmt die Fakultät für Physik die Professur.
Anderson soll an der Universität Göttingen ein innovatives Forschungsprogramm an der Schnittstelle von stellarer Astrophysik und beobachtender Kosmologie aufbauen, um der sogenannten „Hubble-Konstanten-Spannung“ auf den Grund zu gehen. Darüber hinaus wird er neue Ansätze zur spektroskopischen Untersuchung veränderlicher astronomischer Phänomene verfolgen. Seine Forschung beschäftigt sich unter anderem mit den Fragen, wie Sterne funktionieren und altern, wie weit Sterne und Galaxien entfernt sind und wie schnell und warum sich das Universum ausdehnt. Als Arbeitsgruppenleiter für Zeitdomänen-Astronomie (time-domain astronomy) ist er führend an der Entwicklung des internationalen Großprojekts „The Wide-field Spectroscopic Telescope“ (WST) beteiligt.
„Die Niedersachsen-Professur für Richard Anderson wird nachhaltig zur Profilschärfung der Astrophysik am Standort Göttingen beitragen“, so Prof. Dr. Anke Holler, Vizepräsidentin für Berufungen der Universität Göttingen. „Seine Expertise ergänzt in ausgezeichneter Weise das vorhandene Forschungsumfeld und passt hervorragend in die Strategie von Universität und Fakultät.“
Richard I. Anderson, Jahrgang 1982, studierte Physik an der Universität Göttingen und wurde 2013 in Astronomie und Astrophysik an der Universität Genf promoviert. Als SNSF Postdoc Fellow war er von 2014 bis 2017 an der Johns Hopkins University in Baltimore (USA) tätig, bevor er von 2017 bis 2020 als Fellow an die Europäische Südsternwarte (ESO) in Garching bei München kam. Ab 2021 leitete er eine unabhängige Forschungsgruppe an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), die durch einen ERC Starting Grant und ein SNSF Eccellenza Professorial Fellowship gefördert wurden. Zum April 2026 folgte er dem Ruf an die Universität Göttingen.
Mit der Niedersachsen-Impuls-Professur unterstützen das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung die niedersächsischen Hochschulen dabei, vielversprechende akademische Talente in frühen Karrierephasen für den Wissenschaftsstandort Niedersachsen zu gewinnen oder zu halten. Sie richtet sich an Forschende gegen Ende der frühen Karrierephase bis maximal zehn Jahre nach der Promotion, mit Blick auf künftige ausgeprägte Führungsfunktionen.
Kontakt:
Prof. Dr. Richard I. Anderson
Georg-August-Universität Göttingen
Fakultät für Physik
Institut für Astrophysik und Geophysik
Telefon: (0551) 39-29989
E-Mail: richard.anderson@uni-goettingen.de
Internet: www.uni-goettingen.de/de/707136.html