Neuerscheinungen



Cover Roever

Die Studie untersucht, ob und wie Lyrik erzählt. Dazu werden die bisherigen Versuche einer Lyriknarratologie gesammelt, strukturiert und perspektiviert. Die Metapher kristallisiert sich mithilfe ihres lyrisch zentrierten Erbes und der Arbeiten Wolf Schmids schnell als Ansatzpunkt für weitere Überlegungen heraus. Ins Verhältnis gesetzt werden u.a. der mit einem reichen rhetorischen Erbe behafteten Topos, die forschungsgeschichtlich junge Diagrammatik und die Rolle der Aufführung in narratologischen Kontexten. Hauptanliegen ist es insbesondere, ein Licht auf die Vielgestaltigkeit und lebendige Unbezähmbarkeit lyrischer Erzählmöglichkeiten zu werfen, die die lyrische Lektüre so reichhaltig, eine Lyriknarratologie nach dem Muster klassischer Erzähltheorien aber auch so schwierig macht.





Anthologie: Frauen | Lyrik. Gedichte in deutscher Sprache. Im Auftrag der Wüstenrot Stiftung herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Anna Bers, Stuttgart 2020.

Frauen_Lyrik

Frauen | Lyrik: Die vorliegende Sammlung stellt auf fast 900 Seiten über 500 Gedichte von Autor*innen unter vier verschiedenen Perspektiven vor: Die erste Perspektive bietet Gedichte, die bereits Teil der unterschiedlichsten Kanonbildungen in der Vergangenheit sind; die zweite nimmt literaturgeschichtlich beispielhafte Gedichte in den Blick. Eine dritte Gruppe versammelt Gedichte mit besonderer emanzipatorischer Stärke; eine vierte widmet sich Gedichten von Autor*innen aller Geschlechter, die textuell die Sicht einer Frau einnehmen (z. B. Rollenlyrik). In dieser multiperspektivischen Betrachtung ergeben sich Überschneidungen, aber auch Widersprüche.
Ergänzt wird der Textteil durch ein substanzielles Nachwort der Herausgeberin zu den Phänomenen ‚Frauen‘ und ‚Lyrik‘ aus kanonkritischer, historischer, gender-orientierter und philologischer Sicht sowie durch eine Vielzahl weiterer Paratexte, die Orientierungshilfen bei der Lektüre anbieten, aber z.B. auch erklären, warum zu diesen ‚Gedichten in deutscher Sprache‘ selbstverständlich auch lateinische, englische und französische Texte gehören.





Nina-Kristin Pendzich (2020): Lexical Nonmanuals in German Sign Language. Empirical Studies and Theoretical Implications. Berlin: De Gruyter Mouton (= Sign Languages and Deaf Communities [SLDC], 13).

Cover Pendzich

The book presents an empirical and theoretical investigation of lexical nonmanuals in German Sign Language (DGS) including torso and head actions as well as facial expressions. Three empirical studies demonstrate the relevance of nonmanuals for the wellformedness of signs, their meaning, and lexical processing. Moreover, implications for the theoretical implementation of lexical nonmanuals concerning, e.g., articulation patterns and phonological status are discussed.