Forschung

Aktuelle Forschungsprojekte des Lehrstuhls (Auswahl)

Criminal Law Discourse in the Interconnected Society (CLaDIS)

The project „Criminal Law Discourse in the Interconnected Society (CLaDIS)”, externally funded by "Zukunftsdiskurse", Lower Saxony Ministry of Science and Culture, started with a kickoff meeting in November. Further information can be found here.

Das Drittmittelprojekt „Criminal Law Discourse in the Interconnected Society (CLaDIS)”, das mit Mitteln aus der Ausschreibung „Zukunftsdiskurse“ des Niedersächsischen Wissenschaftsministeriums gefördert wird, ist im November mit einem Auftakt-Workshop gestartet. Nähere Informationen finden Sie hier.

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Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Ansprechpartnerin: Katrin Höffler


RadigZ - Radikalisierung im digitalen Zeitalter

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Academic research has recently shown the influence of the internet in processes of radicalisation. The internet and especially social media offer new opportunities for extremists to disseminate propaganda online. The internet facilitates the use of uncontrolled, quick and cheap information transfer for extremists to connect, interact and communicate with a broader audience. In this context, extremists can take advantage of the lack of external control and anonymity that the internet offers.
Until now, many aspects of online radicalisation have been insufficiently explored. The main research issues are the influences of the internet on promoting radicalisation processes and the connection between new media and radicalisation.
The project is headed by the Criminological Research Institute of Lower Saxony (KFN). Further information can be found at http://www.radigz.de.

The subproject in Goettingen focuses on conducting and evaluating expert interviews with professional observers including security authorities and civil society institutions. A further focus lies on the analysis and evaluation of existing prognosis tools.

Contact: Katrin Höffler, Miriam Meyer, Veronika Möller


Ziel des Verbundprojekts "Radikalisierung im digitalen Zeitalter - Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention (RadigZ)" ist es, unterschiedliche Präventionsansätze und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, die sich auf entwicklungsbezogene Radikalisierungsprozesse beziehen und die Gefährdungspotentiale des Internets als zentrales Verbreitungsmedium extremistischer Ideologien in besonderer Weise berücksichtigen. Neben einer vertieften Analyse der Wirkungen von internetbasierter Propaganda sowie der Identifikation vulnerabler Gruppen und Personen ist daher die Entwicklung zielgruppenspezifischer Schutzmaßnahmen das zentrale Anliegen des Projekts. Dies soll insbesondere durch eine kritische Analyse bereits bestehender Präventionsbemühungen sowie durch an Radikalisierungsprozessen orientierte und neu entwickelte Präventionsmaßnahmen geschehen. Das Projekt adressiert dabei unterschiedliche extremistische Ideologien.
Das Projekt wird vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen geleitet. Informationen hierzu und zu weiteren Verbund- und Projektpartnern unter http://www.radigz.de.

Schwerpunkt der Arbeiten in Göttingen sind zum einen Biographie- und Netzwerkanalysen, zum anderen Erkenntnisse von Sicherheitsexperten abzufragen, mit dem Ziel, Prognosen zu ermöglichen.

Ansprechpartnerinnen: Katrin Höffler, Miriam Meyer, Veronika Möller


Zur Konsequenz der Transparenz: Der Einfluss neuer Medien auf das Jugendstrafverfahren

Im Rahmen ihres Promotionsvorhabens beschäftigt sich Svenja Dörge mit neuen Medien und dem Einfluss von visualisierten Inhalten (Foto- und Videoaufnahmen) auf das Jugendstrafverfahren. Zum einen wird analysiert, welche Auswirkungen die mit den neueren medialen Entwicklungen verbundene Transparenz auf das Jugendstrafverfahren hat. Daneben ist die Untersuchung psychologischer Effekte von visualisierten Straftaten im Zusammenhang mit dem jugendrichterlichen Urteil Teil der Arbeit.

In her PhD work Svenja Dörge is working with new media and is investigating the influence of new media on the juvenile criminal proceedings. Furthermore she wants to investigate which influence this new transparency has on the court proceedings. Besides that the psychological effect of visualized criminal offences in relation to the verdict is a central point to her PhD work.

Ansprechpartnerin: Svenja Dörge


Predictive Algorithms in the Criminal Law System - Predictive Policing

Time Magazine named predictive policing one of the 50 most important innovations in 2011. The software concept that is designed to give police departments the locations of future crimes before they occur has since spread around the world and is considered one of the most promising technology-led law enforcement tactics to date. My thesis explores predictive policing approaches in Germany and the United States from a legal perspective and aims at sketching at set of framework principles by which predictive policing may be governed in the future.

Datengestützte Prognose von Verbrechen - Predictive Policing
Bereits 2011 wurde Predictive Policing vom Time Magazin zu einer der 50 bedeutendsten Innovationen des Jahres gekürt. Das Softwarekonzept, das der Polizei die Orte zukünftiger Verbrechen nennt, bevor sie sich ereignen, hat seitdem einen globalen Siegeszug angetreten und gilt heute als eines der vielversprechendsten technologiebasierten Strafverfolgungstaktiken. Mein Dissertationsvorhaben untersucht Predictive Policing Ansätze in Deutschland und den USA aus einem rechtlichen Blickwinkel, und strebt den Entwurf von Grundprinzipen an, an denen Predictive Policing in Zukunft ausgerichtet werden kann.
Ansprechpartnerin: Lucia Sommerer


Tötungsdelikte an Neugeborenen und die Möglichkeit der vertraulichen Geburt

Mit dem Ziel der Verhinderung von Kindstötungen hat der Gesetzgeber das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt erlassen, welches am 1. Mai 2014 in Kraft getreten ist (BGBl. I S. 3458). Ob die Möglichkeit der vertraulichen Geburt tatsächlich hierzu beitragen kann, ist jedoch aufgrund der Aktualität der gesetzlichen Regelung bislang weitgehend unerforscht. Im Rahmen des Projektes soll besagtes Gesetz einerseits in zivilrechtlicher Hinsicht, andererseits die Rechtstatsächlichkeit mit Blick auf die angestrebte Präventionswirkung in ihren strafrechtlichen und kriminologischen Bezügen untersucht werden.
Ansprechpartnerin: Sophie Marsch



Polizeiliche Datenbanken und Datenverarbeitung im Zeitalter der Massendaten

Die allumfassende Datenflut des digitalen Zeitalters stellt die Polizeibehörden vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig Chancen. Auf diese Entwicklung wird unter anderem mit einer Umstrukturierung der polizeilichen Datenbanken reagiert. In seinem Promotionsvorhaben setzt sich Felix Butz mit den Implikationen dieser neuen Praxis für die Strafverfolgung in theoretischer und rechtstatsächlicher Hinsicht auseinander. Vorrangiges Ziel dabei ist, die Funktionsweise von sowie Interaktionsprozesse mit polizeilichen Datenbanken näher zu beleuchten, um so zum Verständnis eines zunehmend wichtigen Bereiches polizeilicher Tätigkeit beizutragen.

The exponential growth of data of the digital age poses challenges and simultaneously provides new opportunities to police authorities. Among other things, police are responding to that development by restructuring their data bases. In his PhD project Felix Butz explores the theoretical, practical and legal implications of these changes for law enforcement. Primary objective of the exploration is to shed light on the workings of and interaction processes with police data bases in order to contribute to an understanding of this increasingly important area of police work.
Ansprechpartner: Felix Butz


Zurechnung beim Betrugstatbestand

Das Promotionsvorhaben untersucht klassische wie aktuelle Probleme des objektiven Betrugstatbestandes unter Zuhilfenahme der Zurechnungsmechanismen des Allgemeinen Teils. Ein gewisser Schwerpunkt wird dabei auf dem Einfluss der Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken und damit des unionsrechtlichen Verbraucherleitbilds auf § 263 StGB liegen. Im Ergebnis soll ermöglicht werden, die Vielzahl an scheinbar betrugsspezifischen Problematiken mit allgemeinen Argumentationsstrukturen lösen zu können.

Using methods from the general part of the German Criminal Code, the PhD project examines well-known problems as well as new aspects within the actus reus of the offense of fraud. A special emphasis will be on the influence of the Directive 2005/29/EC of the European Parliament and of the Council concerning unfair business-to-consumer commercial practices and thereby the influence that the ECJ’s idea of the average consumer has on s. 263 of the Criminal Code. Conclusively, an effort will be made to show that seemingly specific problems can be solved with general methods.
Ansprechpartner: Jan Rennicke