Lohnende Lektüre
Sabine Döring: Wissenschaftsfreiheit in der liberalen Demokratie, 2026
Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Autonomie der Wissenschaft. Wissenschaftsfreiheit ist ein Prüfstein für die Resilienz liberaler Ordnungen; sie schützt die freie Gesellschaft als solche und darf nicht zur bloßen akademischen Redefreiheit verzwergt werden. Insofern ist das Buch gleichermaßen ein Beitrag zur Geschichte und Theorie der Wissenschaftsfreiheit wie zur Philosophie des Liberalismus.
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Barbara Stollberg-Rilinger: Die Aufklärung. Europa im 18. Jahrhundert, 6. Auflage, 2023
Die politische, soziale und geistige Bewegung der Aufklärung ist ein europäisches Phänomen. Sie hat in ganz Europa der Geschichte des 18. Jahrhunderts ihre charakteristischen Züge verliehen: In Frankreich, England, Deutschland, Italien, Spanien und darüber hinaus, überall wurde der Begriff der »Aufklärung« zum Modewort, die Vorstellung davon, Licht ins Dunkel der Unvernunft zu bringen, den Nebel des Aberglaubens und der Vorurteile zu vertreiben, zum vieldiskutierten Leitbild. Der Überblick der renommierten Münsteraner Historikerin erfasst diese gesamteuropäische Geistesbewegung und schildert sie in aller Vielfalt, wenn nicht gar Widersprüchlichkeit.
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M. Rainer Lepsius: Soziologie des Nationalsozialismus, 2026
M. Rainer Lepsius (1928–2014), der Nestor der deutschen Nachkriegssoziologie, widmete zahlreiche Studien den gesellschaftlichen Voraussetzungen und Bedingungen, die zum Entstehen und Aufstieg des Nationalsozialismus führten. Seine in den 1980er Jahren an der Universität Mannheim gehaltene Vorlesung Soziologie des Nationalsozialismus bündelt seine einschlägigen Forschungen zu einem großen Essay, der die Stringenz der wissenschaftlichen Argumentation mit der Frische eines lebendigen Erzählstils verbindet – und darin mit den legendären Arbeiten von Sebastian Haffner und Hannah Arendt vergleichbar ist.
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Detlef Pollack: Große Versprechen. Die westliche Moderne in Zeiten der globalen Krise, 2025
Woher kommt das Unbehagen in der modernen Kultur? Warum suchen immer mehr Menschen nach Alternativen zum politischen und ökonomischen System des Westens? Der renommierte Soziologe Detlef Pollack zeigt, wie die Moderne an ihren eigenen großen Versprechen von Freiheit, Wohlstand und Frieden irre wird, zumal angesichts von Kriegen und Krisen, die zu Verlusten, Wut und Enttäuschung führen. Sein Buch ist ein engagiertes Plädoyer dafür, trotz allem an der Moderne und ihren Erwartungen festzuhalten.
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