Abteilung Agrarökologie

Presseinformationen 2018



Lobbyist für Käfer & Co.
von Gesa Coordes | duz | 08/2018

Eine Lobby haben Spinnen, Käfer und Wespen nicht. Ihre Bedeutung wird allerdings oft unterschätzt. "Wenn man über Artenvielfalt redet, muss man über Insekten sprechen", sagt der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharatke. Mit 33000 Arten stellten sie zwei Drittel aller Tierarten in Deutschland. Etwa 90 Prozent der Wildpflanzen seien abhängig von der Insektenbestäubung. Und ohne deren Zersetzungsarbeit würde sich das Laub im Wald stapeln. Bei weiteren Rückgängen drohten Schädlingsplagen und Ernteeinbrüche mit unabsehbaren Folgen für die Welternähmng. 75 Prozent der wichtigsten Nutzpflanzen profitierten von der Bestäubung. Das entspreche mehr als einem Drittel der Lebensmittelproduktion weltweit....weiter





All You (Possibly) Ever Wanted to Know about ‘Trap Nests’
Methods.blog | Posted on October 10, 2018 by Chris Grieves | Post provided by Michael Staab

What are ‘Trap Nests’ and What are They Good For?

Cover MEE_bees_kleinWhen thinking of bees and wasps, most people have social insects living in colonies in mind. But most species are actually solitary. In these species, every female builds her own nest and does not care for the offspring once nest construction is completed. Most of those species nest in the ground. Several thousand species of bees and wasps use pre-existing above-ground cavities though (such as hollow twigs and stems, cracks under bark, or empty galleries of wood-boring insects). ...weiter Photo: Michael Staab





Verlorener Lebensraum stört Zusammenspiel der Arten

Göttinger Agrarökologen erforschen Nahrungsnetze von Bestäubern und natürlichen Gegenspielern

Magerrrasen bei Göttingen(pug) Agrarökologen der Universität Göttingen haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Gießen und Würzburg nachgewiesen, dass sich Pflanzen- und Insektengemeinschaften durch die Verkleinerung von Kalkmagerrasen ändern und so auch die Struktur von Nahrungsnetzen zwischen diesen Arten beeinflussen. Mit diesen Ergebnissen kann vorhergesagt werden, wie stabil diese Netze sind, wenn der Lebensraum weiter eingeschränkt wird. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erschienen....weiter


nature.com - Ecology & Evolution | Behind the paper: Evolution of a fragmentation paper - a tale of two stories | Ingo Grass | Aug 06, 2018

Göttinger Tageblatt | Rückgang an Lebensraum gefährdet lokales Ökosystem | 06.08.2018






Natural Habitat Can Help Farmers Control Pests, But Not Always a Win-Win
Benefits of Natural Habitat Around Farms Vary Widely Across Globe
Daniel Karp et al., PNAS August 2, 2018

Songbirds and coffee farms in Central America. Ladybugs and soybean fields in the Midwest. These are well-known, win-win stories of how conserving natural habitat can benefit farmers.
But an international team of authors led by the University of California, Davis, found that natural habitat surrounding farm fields is not always an effective pest-control tool for farmers worldwide. Their analysis is published July 30 in the journal PNAS. ...weiter






Gartenhummel bestäubt effizienter als Honigbiene

Göttinger Agrarwissenschaftler untersuchen Sammelverhalten an Ackerbohne

Hummel an Ackerbohne_Birgit Marzinzig(pug) Der Anbau vieler Kulturpflanzen ist davon abhängig, dass sie bestäubt werden. Doch nicht alle Insekten sind dabei gleich effizient. Gartenhummeln sind mit ihren langen Rüsseln zuverlässige Bestäuber der Ackerbohne, während die kurzrüsseligen Hummelarten und Honigbienen weniger effektiv sind. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen herausgefunden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen....weiter

Foto: Birgit Marzinzig





Kann diese Pflanze böse sein? Weil jeder zweite Liter im Tank landet, wird in Europa über Palmöl gestritten
von Fritz Habekuss | DIE ZEIT | 07.06.2018 | No. 24

Indonesien besteht aus so vielen Inseln, dass nicht einmal die eigene Regierung weiß, wie viele es sind. Im vergangenen Jahr startete sie eine Inventur, um sie zu zählen. Etwa 17 000 sollen es sein. 265 Millionen Menschen leben hier, zusammen mit Zehntausenden Tier- und Pflanzen arten. Es gibt Katzen, die so selten sind, dass nur eine Handvoll Fotos von ihnen existieren; Hornvögel, die von Wilderern gejagt werden, weil sie aus ihren Schnäbeln Schnitzerei anfertigen wollen; und Echsen, die ausgewachsene Büffel töten. Die größte Karriere in Indonesien hat jedoch ein Baum gemacht. Einst kam er aus Afrika, um in Südostasien Gärten zu schmücken. Er wächst bis zu 30 Meter hoch, seine Krone besteht aus wohlproportionierten Palmwedeln, dazwischen wachsen Fruchtstände, die aus bis zu 4000 orangeroten, pflaumengroßen Steinfrüchten bestehen. Elaeis guineensis ist schön anzusehen, die Ölpalme. Irgendwann entdeckten Bauern, dass sie mehr kann, als zu gefallen. Sie pressten die Früchte aus und gewannen daraus Öl.





Die Vergiftung der Erde: Metaphern und Symbole agrarpolitischer Diskurse seit Beginn der Industrialisierung
Jan Grossarth | Erscheinungstermin: 07.06.2018 | ISBN 9783593508818

Über das Buch
Klingende Worte beschreiben die Zerstörung der Natur. Die Rede ist von Pestiziden, die Mensch und Tier vergiften, vom gestörten ökologischen Gleichgewicht, von erschöpften Böden. Die ökologische Krisenpublizistik hat Metaphern hervorgebracht wie Ackergift und Mutter Erde, Waldsterben und chemischer Tod, Giftwelle und Krieg gegen die Natur. Die Vergiftung der Erde ist nicht bloß ein toxikologischer Befund, sondern eine kulturelle Leitmetapher in ökologischen Diskursen. Was ist deren naturwissenschaftlicher Kern? Gründen diese politischen Metaphern gar in jahrhundertealten antijüdischen Stigmawörtern wie der Brunnenvergiftung? In einer faszinierenden Studie verbindet der Autor Aspekte der agrarischen Industrialisierung mit der Geschichte der politischen und religiösen Giftmetapher, der Naturwissenschaft vom Gift und der Geistesgeschichte organischer Erdmetaphern.




Landwirtschaft: der Preis der Monokulturen
Funkkolleg 2017/2018 Biologie und Ethik | hr-iNFO | 28.04.2018 | 11:30 Uhr


Kaum eine Autofahrt über Land ohne den Blick auf Wiesen und Felder. Die Landwirtschaft, die uns ernährt, prägt nicht nur in Deutschland die Natur, die uns umgibt.

Während aber seit der Grünen Revolution die Erträge weltweit stark gewachsen sind, schwindet durch intensive Anbaumethoden und eintönige Felder die biologische Vielfalt. Damit gehen wertvolle Dienstleistungen der Natur verloren. Darunter wird auch die Landwirtschaft zu leiden haben. Aber weltweit werden neue Strategien entwickelt, um gegenzusteuern.








Mehr Hecke, weniger Gift – Was rettet die Insekten?
Do, 17.5. | 17.05 Uhr | SWR2

Es diskutieren:
Klaus Eisele, Vorsitzender des Imkerverbands Rheinland-Pfalz
Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd
Prof. Dr. Teja Tscharntke, Agrarökologe, Universität Göttingen
Gesprächsleitung: Britta Fecke

In landwirtschaftlich intensiv genutzten Regionen Deutschlands ist die Zahl der Fluginsekten in den letzten Jahren um rund 80 Prozent zurück gegangen. Auch die Artenvielfalt der Singvögel hat sich in Folge dessen dramatisch verringert. Nun hat die EU - auch zum Schutz der Bienen - drei Pflanzenschutzmittel, sogenannte Neonicotinoide, im Freiland verboten.

Umweltschützer fordern aber ein vollständiges Verbot der Pestizide. Doch ließe sich das mit den Methoden der konventionellen Landwirtschaft überhaupt vereinbaren? Und welche Maßnahmen wären zudem nötig, um den Verlust der Arten zu stoppen?








Glyphosat – Das umstrittendste Pflanzengift der Welt
14.05.2018 | 58:36 Min. | SWR

Dass Glyphosat mitverantwortlich ist für das Artensterben, darauf können sich Wissenschaftler und Politiker recht gut einigen. Aber löst es auch Krebs aus? Das ist die seit Jahren anhaltende Debatte, die Ende 2017 für die EU in einer weiteren Verlängerung der Zulassung um fünf Jahre endete. Ein Arzt, ein Journalist und ein Agrarökologe erklären die Hintergründe.








UN rufen Weltbienentag aus: Es brummt - Bienen haben Hochkonjunktur
Carsten Werner | tagesspiegel.de | 22.05.2018 17:48 Uhr

Selbst die Kanzlerin betont die Bedeutung der Bienen. Denn die wilden Arten brauchen Hilfe. Heute ist der erste Weltbienentag.




Ohne Bienen keine Kirschen
Welt.de | 17.05.2018

Summ, summ, summ, Bienchen summ' herum - oder eben nicht mehr. Viele Bienenarten sind gefährdet. Das hat nicht nur Folgen für die Natur. Auch wir sind auf die Bienen angewiesen.





Vom Nutzen des biodiversitätsgerechten Kakaoanbaus


Bea Maas(pug) Indonesien gehört zu den weltweit wichtigsten Kakao-Produzenten. Seit vielen Jahren erforschen Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen mit Kollegen und Kakaobauern aus Indonesien den Anbau in sogenannten Agroforstsystemen. Dabei wachsen die Nutzpflanzen nicht in Monokultur, sondern zusammen mit Schattenbäumen. Diese Landnutzungsform sichert nicht nur die Existenz von Millionen von Kleinbauern, sie hat auch den Vorteil großer biologischer Vielfalt. Vögel und Fledermäuse sind hier zum Beispiel reich vertreten und fressen Schädlinge, was zu höheren Ernten führt. Diese und andere Erkenntnisse haben die Wissenschaftler nun in einem zweisprachigen Buch zusammengefasst, um zu einem besseren Verständnis vom Management im Kakaoanbau vor Ort beizutragen....weiter


Die Biodiversitätsforscherin Bea Maas forscht in Indonesien – ein Hotspot für Artenvielfalt – über die natürliche Schädlingskontrolle von Vögeln und Fledermäusen
Buchtipp des Monats von Bea Maas | Redaktion (uni:view) | 07. Mai 2018

Göttinger Tageblatt: Agrarökologin veröffentlicht Handbuch für Kakaobauern, 24.04.2018





PRESSCLIPPING zum Rückgang der Insektenbiomasse um über 75 Prozent | Silvio Wenzel | Science Media Center Germany | 18.10.2017





NDR Info - Logo - Das Wissenschaftsmagazin - 16.03.2018 21:05 Uhr Autor/in: Walhorn, Mayke
Beitrag zum Insektensterben ab 15:15 bis 21:20 Minuten

An einigen Orten in Deutschland gibt es inzwischen bis zu 80% weniger Insekten als noch vor 35 Jahren! Um das Insektensterben geht es diesmal im Schwerpunkt der Sendung.








Bienenbestäubung verbessert Qualität und Haltbarkeit von Erdbeeren

Göttinger Wissenschaftler untersuchen Einfluss von Bestäubungsvarianten auf Fruchtentwicklung

Wietzke_Honigbiene an Erdbeere(pug) Ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Göttingen konnte erstmals zeigen, dass die Blütenbestäubung durch Bienen eine deutlich bessere Fruchtqualität bewirkt als bei Selbstbestäubung. Die Insektenbestäubung hat einen entscheidenden Einfluss auf die hormonellen Prozesse während der Fruchtentwicklung, die im Vergleich mit Früchten aus eigenbestäubten Blüten zu einem typischeren Geschmacksergebnis führen. Zwar erzielt die aufwändige Bestäubung per Menschenhand qualitativ ähnlich gute Früchte, doch sie ist umständlich, teuer und zeitintensiv. Nur die Insektenbestäubung kann der steigenden Lebensmittelnachfrage gerecht werden sowie Ertrag und Qualität der Produkte und damit ihre Vermarktbarkeit garantieren. Die Ergebnisse der Studie sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen....weiter





Schattengewächse
In den Tropen pflanzen Landwirte zunehmend Bäume mitten in ihre Felder.

2011 Presse Kakao copyright Yann CloughAuf diese Weise locken sie nützliche Tiere an, sparen Pestizide und steigern die Erträge. ...weiter









Bienensterben: Drohne Maja

von Gunther Willinger | ZEITONLINE | 7. März 2018, 12:57 Uhr

Weltweit sterben Bienen, vielleicht könnten fliegende Roboter ihnen künftig etwas Arbeit abnehmen. Darüber machen sich manche Forscher Gedanken. Eine Schnapsidee? ...weiter





Globaler Konflikt: Agrarproduktion vs. Artenvielfalt

Landnutzungsplanung könnte Landwirtschaft und Naturschutz besser vereinen

Mitteleuropäische Agrarlandschaft_Christoph Scherber(pug) Eine gezielte Landnutzungsplanung könnte den Konflikt zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Naturschutz mindern. Wissenschaftler der Universität Göttingen, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Münster haben weltweite Datensätze ausgewertet – einerseits zur Verbreitung und zu den ökologischen Anforderungen tausender Tierarten, anderseits zur landwirtschaftlichen Produktion der weltweit wichtigsten Feldfrüchte. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Global Change Biology erschienen. ...weiter


Mongabay Series: Global Forest Reporting Network: Better agricultural planning could prevent 88% of biodiversity loss, study finds | by Morgan Erickson-Davis on 16 March 2018

Frankfurter Rundschau: Wie die Artenvielfalt zu retten wäre - Forscher sehen in gezielter Landnutzungsplanung einen Weg, Agrarwirtschaft und Naturschutz unter einen Hut zu bringen | von Pamela Dörhöfer | 22.03.2018 21:47 Uhr




Wir wollen etwas tun

Um das Thema "Biodiversität, biologische Schädlingsbekämpfung und Bestäbung in der Landwirtschaft" ging es bei einem Vortragsabend in Borken.
Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben | Seite 55 | 01. März 2018




Mit der Landwirtschaft gegen den Artenschwund

Vielfalt ermöglicht Vielfalt. Vielfalt in der Natur und Landwirtschaft ist wertvoll. Das ist heute eine anerkannte Tatsache, wird aber dennoch viel zu wenig beachtet. In dieser Serie zeigen Experten Zusammenhänge auf und berichten über die vielen Facetten des Themas.
Alnatura Magazin | Seite 42 | März 2018



Die Größe ist entscheidend

Agrarlandschaften mit kleinen Feldern fördern Bestäubung durch Wildbienen

Biene_annika(pug) Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat herausgefunden, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen als in Landschaften mit großen Feldern. Das höhere Aufkommen von Wildbienen führte zu einer verbesserten Bestäubung der dort angebauten Pflanzen. Überraschenderweise fanden sich weniger Wildbienen in Landschaften, in denen viele verschiedene Feldfrüchte angebaut wurden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B – Biological Sciences erschienen.

Viele Pflanzen, darunter Erdbeeren, Kirschen und Raps, sind für eine optimale Fruchtentwicklung auf bestäubende Insekten angewiesen. Von großer Bedeutung sind daher deren Lebensräume außerhalb der Felder wie Hecken oder Kalkmagerrasen. Oft ist es jedoch schwierig, das Vorkommen von wildlebenden Bestäubern zu erhöhen. „Wir haben untersucht, ob eine höhere Heterogenität der Anbauflächen durch kleinere Felder und mehr verschiedene Feldfrüchte einen positiven Effekt hat“, so Annika Hass, Erstautorin und Doktorandin in der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Kleinere Felder führen zu mehr Feldrändern. Diese sind wichtig, da sie den Bestäubern Nistplätze und Blütenangebot bieten und auch zur Orientierung dienen können, sodass sie geeignete Lebensräume besser finden.“

Überraschend war hingegen der starke Rückgang von Wildbienen in Landschaften mit vielen verschiedenen Kulturpflanzen. „Beim Anbau vieler unterschiedlicher Pflanzen in Agrarlandschaften spielt die Auswahl der Kulturen eine große Rolle“, betont Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie und Co-Autor der Studie. „Ein höherer Anteil von besonders intensiv bewirtschafteten Kulturen kann sich negativ auf Bestäuber auswirken.“ Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die Heterogenität der Agrarlandschaften, wie sie durch kleine Äcker gefördert wird, die Bestäubung von Pflanzen stark begünstigen kann und in zukünftigen Agrarumweltmaßnahmen berücksichtigt werden sollte.

Originalveröffentlichung: Hass, Annika et al., 2018. Landscape configurational heterogeneity by small-scale agriculture, not crop diversity, maintains pollinators and plant reproduction in western Europe. Proc R Soc B 285, 20172242. https://doi.org/10.1098/rspb.2017.2242...weiter

Highlighted in Nature


Spiegel online: Maßnahmen gegen das Insektensterben: Kleine Felder, mehr Wildbienen, 26.02.2018

Göttinger Tageblatt: Kleinere Felder, mehr Wildbienen, 26.02.2018

natur.de: Wildbienen mögen es kleiner, 27.02.2018

Agrarheute: Insektenschwund - Studie fordert kleinere Felder für mehr Wildbienen, 27.02.2018






Viel beachtete Forschung

Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen gehören zu meist zitierten Forschern weltweit

(pug) Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen sind in der Liste der „Highly Cited Researchers“ des Jahres 2017 vertreten. Wie im Vorjahr gehören der Chemiker Prof. Dr. Lutz Ackermann, der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke sowie der Bodenkundler Prof. Dr. Yakov Kuzyakov zu den weltweit meist zitierten Wissenschaftlern ihres Fachgebiets. Das Ranking des Unternehmens „Clarivate Analytics“ untersucht für die Natur-, Sozial- und Lebenswissenschaften, wie viele Publikationen eines Forschers besonders häufig von Kolleginnen und Kollegen zitiert wurden. Dies ist ein wichtiges Anzeichen für den wissenschaftlichen Einfluss einer Veröffentlichung. Evaluiert wurden dabei alle Publikationen der Jahre 2005 bis 2015, die in der „Web of Science Core Collection“ des Unternehmens gelistet sind....weiter




Das leise Sterben der Insekten

Von Susanne Billig und Petra Geist

In den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie 75 Prozent der fliegenden Insekten in Deutschland verschwunden. Und ohne ein radikales Umdenken in der Landwirtschaft könnten schon in zehn Jahren auch die restlichen Bienen, Hummeln und Libellen ausgerottet sein.
Deutschlandfunk Kultur | Zeitfragen | Beitrag vom 25.01.2018



Diskussion über Insektensterben und Artenvielfalt: Bienen, Vögel und wir

Das Insektensterben in der Region, der Rückgang der Zahl der Vögel und die Bedrohung der Artenvielfalt ist auch in der Region dramatisch. Zu dieser Einschätzung kam am Dienstagabend eine Expertenrunde im Neuen Göttinger Rathaus.

Überraschend groß war das Interesse an dem derzeit in vielen Medien diskutierten Thema. Mehr als 500 Menschen, darunter viele junge Besucher, drängten sich in dem dafür eigentlich zu kleinen Großen Ratssaal zu der Veranstaltung der Grünen-Ratsfraktion. Das Einführungsreferat hielt der frühere Niedersächsische Umweltminister und derzeitige Göttinger Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel (Grüne). Besonders der Rückgang bei den Insekten sei dramatisch, erklärte Wenzel. Deutschland wie auch Europa machten einen Fehler, wenn sie bei der Bewertung von möglichen Ursachen wie beispielsweise beim Einsatz des Pestizids Glyphosat sich auf das Risiko auf das Risiko- statt auf das Vorsorgeprinzip verließen: Beim Risikoprinzip wartet man ab, ob sich schädliche Entwicklungen überhaupt einstellen, um dann die betreffende Praxis gegebenenfalls zu verbieten; beim Vorsorgeprinzip lässt man mögliche Schäden von vornherein gar nicht zu, indem potenziell gefährliche Produkte gar nicht erst zum Einsatz kommen. Außerdem fehle in Deutschland eine ausreichende Überwachung, um die Schäden richtig erfassen zu können – notwendig sei ein professionelles Monitoring.
Göttinger Tageblatt, Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 06.12.2017 18:27 Uhr



AUSGEKRABBELT?

Die Fachwelt ist beunruhigt, denn in der Insektenwelt geht der Tod um. Die Hauptverdächtigen: Der anhaltende Verlust von Lebensräumen und hochwirksame Insektizide. Eine Bestandsaufnahme von Roy Fabian

Der Orbroicher Bruch im Nordwesten Krefelds ist ein beschauliches Fleckchen. Röhrichte und Seggenriede ziehen sich entlang des Flöthbachs, rund herum erstrecken sich Feuchtwiesen mit kleinen Tümpeln und Relikten von Auwald. Der Steinkauz hat hier einige Reviere, auch Eisvogel, Schwarzspecht und Kammmolch lassen sich blicken. Das etwa hundert Hektar große Naturschutzgebiet hat jedoch wegen etwas anderem Aufsehen erregt. Im Zentrum des Interesses sind die Insekten, oder besser: ihre Abwesenheit. Das zumindest zeigen Daten des Entomologischen Vereins Krefeld. Bereits Ende der 1980er Jahre spürte der Verein den Fluginsekten des Orbroicher Bruchs mithilfe von sogenannten Malaise-Fallen nach, zeltartigen Konstruktionen, deren Aufbau die Tiere in eine Fangflasche leitet. 2013 wiederholten die Insektenkundler ihre Aktion – mit Ergebnissen, die es in sich hatten: Die gefangene Biomasse war um knapp 80 Prozent eingebrochen, auch in den Folgejahren zeigte sich keine Erholung.
Naturgucker, Dezember 2017





Zertifizierung der Trophäenjagd in Afrika

Göttinger Wissenschaftler schlagen Schema für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung vor


(pug) Das Töten von Löwen, Elefanten und anderem afrikanischen Großwild sorgt seit Jahrzehnten für stark polarisierende Diskussionen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun ein Zertifizierungssystem vorgeschlagen, um sicher zu stellen, dass bei der Trophäenjagd ethische Kriterien eingehalten werden. Ein solches System könnte Vorteile für die Großwildpopulationen, die lokale Bevölkerung und die nachhaltige Finanzierung des Naturschutzes in Afrika bedeuten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution erschienen. ...weiter

Was Großwildjagd zum Naturschutz beitragen kann | von Juliette Irmer | derStandard.at | 17. Januar 2018

Schüsse für den Naturschutz? | von Roland Knauer | Freie Presse | Freitag, 9. März 2018

Trophäen als Beitrag zum Naturschutz? | von Roland Knauer | DIE RHEINPFALZ — NR. 37 | DIENSTAG 13. FEBRUAR 2018