Abteilung Agrarökologie

Presseinformationen 2017







Presseinformation: Steigerung des Kakao-Ertrags durch ökologische Intensivierung
(07/2017)

Göttinger Agrarökologen schlagen Maßnahmen zur Steigerung von Bestäubung und Fruchtansatz vor

ManuelToeledo206(pug) Kakao ist eines der weltweit am meisten gehandelten Wirtschaftsgüter. Ein wesentlicher Schlüssel zur Ertragssteigerung ist dabei die Optimierung der Bestäubung. Jedoch werden nur etwa fünf bis zehn Prozent der Kakaoblüten auf natürliche Weise bestäubt. Der Göttinger Agrarökologe Manuel Toledo-Hernández hat im Rahmen seiner Doktorarbeit Studien zur Bestäubung von Kakaopflanzen aus den vergangenen 70 Jahren ausgewertet. Seine dabei gewonnenen Erkenntnisse sowie offene Forschungsfragen hat er zusammengefasst und in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems and Environment veröffentlicht. ...weiter






Biological control: birds vs. (insects vs. insects)
(07/2017)

Fred's Ecology and Environmental Tales (AKA: The FEET)

Lehmann_2016We all know that birds eat crop-destroying bugs, so we might think that farmers would welcome insectivorous birds to their fields with radiant rakes or happy hoes. But not so fast! Research by Ingo Grass and his colleagues alerts us to the reality that not all insects are created equal. Some insects eat crops, but some insects eat insects that eat crops.

Aphids are one of the worst scourges of the agricultural world. They suck the phloem sap from many plant species; this action can kill the plant directly, and also cause infections by plant pathogens and viruses. Fortunately for farmers, many animals enjoy eating aphids, including birds such as the Eurasian Tree Sparrow, Passer montanus, and insects such as ladybird beetles and hoverfly larvae. ...weiter






Presseinformation: Biodiversitätsforschung mit Resonanz
(04/2017)

Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen in Rangliste der am häufigsten zitierten Ökologen


Teja_Tscharntke_206(pug) Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen gehören zu den am häufigsten zitierten Forschern im Bereich der Tier- und Pflanzenökologie im deutschen Sprachraum. Der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke führt die in der Fachzeitschrift Laborjournal veröffentlichte Rangliste mit insgesamt 2946 Zitierungen im untersuchten Zeitraum an. Der Tierökologe Prof. Dr. Stefan Scheu belegt mit 1483 Zitierungen Platz 19 der Liste, der Pflanzenökologe Prof. Dr. Christoph Leuschner mit 1158 Zitierungen Platz 36.

Das Laborjournal berücksichtigte bei seiner "Publikationsanalyse 2011-2015: Tier- und Pflanzenökologie" Originalartikel mit mindestens einem Autor mit Adresse im deutschen Sprachraum aus rund 100 ökologisch ausgerichteten Fachzeitschriften. Die Zahlen für Zitate und Artikel lieferte die Datenbank "Web of Science" des Thomson Reuters Institute for Scientific Information in Philadelphia, Stichtag war der 18. Januar 2017. Die gesamte Rangliste ist im Internet unter www.laborjournal.de/rubric/ranking/R17_01/index2.lasso zu finden. ...weiter






Presseinformation: Stadtgrün wichtig für die Erholung
(02/2017)

Neue Studie von Göttinger Agrarökologen: Experten und Laien bewerten Stadtgrün unterschiedlich

stadtgruenberlin_marajariechers_logo_206(pug) In dicht besiedelten Städten sind Parks und andere Grünflächen von besonderer Bedeutung. Sie verbessern die Stadtluft, bringen Ruhe und tragen zum Wohlergehen der Menschen bei. Allerdings werden die begrenzten Grünflächen im städtischen Raum von vielen Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen genutzt. Agrarökologen der Universität Göttingen haben herausgefunden, dass Laien und Experten ein unterschiedliches Verständnis der kulturellen Ökosystemleistungen des Stadtgrüns besitzen. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift Urban Ecosystems erschienen. ...weiter






Presseinformation: Arten verschwinden, Pflanzenfraß bleibt
(02/2017)

Göttinger Agrarökologen belegen Folgen der Landschaftsfragmentierung mit Literatur-Auswertung


pflanzenfrass_waldinsel_206(pug) Intensive landwirtschaftliche Nutzung führt zu einer zunehmenden Fragmentierung der Landschaft und zu immer kleiner werdenden Lebensräumen, in denen sich immer weniger Tier- und Pflanzenarten finden. Das betrifft auch pflanzenfressende Insekten, bei denen insbesondere die Spezialisten betroffen sind. Agrarökologen der Universität Göttingen haben nun anhand einer umfassenden Literaturauswertung herausgefunden, dass in diesen "Lebensrauminseln" zwar immer weniger Pflanzenfresserarten vorkommen, die Ausmaße des Pflanzenfraßes insgesamt aber nicht abnehmen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Ecology Letters erschienen. ...weiter






Kann das Greening grüner werden?
(01/2017)

Maßnahmen der EU-Agrarpolitik zum Schutz der Artenvielfalt laufen oft ins Leere


(pug) "Greening" nennt sich ein Instrument, mit dem die Europäische Union (EU) den Artenschwund in der Agrarlandschaft stoppen will. Das Prinzip ist einfach: Landwirte bekommen Geld dafür, dass sie auf ihren Flächen bestimmte Maßnahmen zum Schutz von Flora und Fauna umsetzen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), der Universität Göttingen und weiterer Forschungseinrichtungen haben nun untersucht, wie effektiv dieses Instrument ist. Im Fachjournal Conservation Letters kommen sie zu einem ernüchternden Ergebnis: Die Maßnahmen bringen oft wenig für die Artenvielfalt und sind für die Landwirte zum Teil schlecht umsetzbar. Und die Steuerzahler kostet das ganze trotzdem viel Geld. Es gibt aber Möglichkeiten, die Situation für alle Seiten zu verbessern. ...weiter