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Wirtschafts- und Sozialgeschichte (B.A.) (2-Fächer)

Unternehmen – Globalisierung – Massenkonsum: Wie sind die moderne Wirtschaft und die modernen Gesellschaften entstanden? Am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte werden diese Fragen erforscht. Das interdisziplinäre, im Kern historische Fach nutzt vielfältige Erklärungsansätze aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Bundesweit einmalig wird in Göttingen ein BA-Studiengang „Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ angeboten, der mit einer Vielzahl von Fächern kombinierbar ist.


Name des Studienfachs: Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Abschluss: Bachelor of Arts (BA) (2-Fächer)
Regelstudienzeit: 6 Semester
Studienbeginn: nur Wintersemester

Zulassung zum Sommersemester 2018:

  • 1. Fachsemester: keine Zulassung (Studienbeginn nur zum Wintersemester)
  • 2. bis 6. Fachsemester: zulassungsfrei (Immatrikulation ohne vorherige Bewerbung)
  • Internationale Bewerber (Non-EU): Studienbeginn nur zum Wintersemester (Bewerbung bei International Student Office)



Darstellung des Studienfachs:
Wirtschaft- und Sozialgeschichte fragt nach der Prägung unserer Gegenwart durch ökonomische und soziale Entwicklungen in der Vergangenheit und nimmt damit auch aktuelle Fragestellungen in den Blick.

Der Studiengang bietet Einblick in die wichtigsten Trends der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung besonders im 19. und 20. Jahrhundert. Er verfolgt den ökonomischen, politischen und soziokulturellen Wandel vom Merkantilismus über die Industrialisierung bis hin zur Konstituierung unserer heutigen modernen Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft. Dabei werden die Studierenden mit einem breiten gesellschafts- und geisteswissenschaftlichen Theorie- und Methodenspektrum vertraut gemacht.

Forschungsschwerpunkte in Göttingen
Im Mittelpunkt von Lehre und Forschung stehen drei thematische Schwerpunkte, die zugleich die interdisziplinäre und internationale Orientierung des Studiums unterstreichen: Unternehmensgeschichte, Konsumgeschichte und die Geschichte der Globalisierung.


Aufbau des Studiums
Zu Studienbeginn führen zwei aufeinander aufbauende Orientierungsmodule (zusammen 17 Credits) in Konzepte und Methoden der Wirtschafts- und Sozialgeschichte ein. Zwei weitere Module (zusammen 10 Credits) vermitteln geschichts- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen. Darauf aufbauend erwerben die Studierenden in zwei Aufbau- und zwei Abschlussmodulen (zusammen 27 Credits) Überblickswissen und vertiefte Kenntnisse zentraler Themenfelder der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Über einen Wahlpflichtbereich Ökonomie (12 Credits) erfolgt die Vermittlung grundlegender wirtschaftswissenschaftlicher Kenntnisse und Fertigkeiten. Im Optionalbereich des 2-Fächer-Bachelors kann ein fach- bzw. berufsfeldbezogenes Praktikum zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte (12 Credits) absolviert und eine fremdsprachliche bzw. geschichtswissenschaftliche Vertiefung (6 Credits) gewählt werden. Zum Abschluss des Studiums schreiben die Studierenden eine vierzigseitige Bachelorarbeit (12 Credits).

Sprachkenntnisse:
Gute Englischkenntnisse werden empfohlen

Fächerkombination
Empfohlen wird eine Kombination des Studiums der Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit Volkswirtschaftslehre, Geschichte oder mit einem sozialwissenschaftlichen Fach. Auch andere Kombinationen, etwa mit einer Philologie, können jedoch je nach individuellem Interesse sinnvoll sein.

Berufsfelder
Zu den beruflichen Perspektiven von Wirtschaftshistorikerinnen und -historikern gehören fachbezogene Tätigkeiten z.B. in der (Historischen) Kommunikation von Unternehmen und Banken, im Wirtschaftsjournalismus, im (Geschichts-)Marketing und in Public Relations, in Wirtschaftsforschungsinstituten und Unternehmensberatungen, im Museums- und Ausstellungswesen und im Archivbereich (insbesondere Wirtschafts- und Unternehmensarchive).