Kunstgeschichtliches Seminar

Italiener in Göttingen - Gemälde aus der Kunstsammlung der Universität.

02. April 2017 bis 29. Juli 2018

Ausstellungskonzept und Leitung:
Dr. Christine Hübner, Lisa Marie Roemer, M.A.


italienerDie Göt­tinger Kunst­sammlung be­sitzt 33 Ge­mälde italienisch­er Künst­ler, von Gold­grund­tafeln aus dem 14. Jahr­hundert über früh­neu­zeitliche Por­traits bis hin zu Ve­duten des 18. und Wer­ken des 19. Jahr­hunderts.

Einige Bilder kamen be­reits im Februar 1796 aus dem Nach­lass Johann Wilhelm Zschorns nach Göt­tingen, dessen Ver­mächt­nis den Kern der Gemälde­sam­mlung bil­det. Eine be­deutende Er­weiterung erfuhr der Be­stand durch Zu­gänge aus Sam­mlungen einiger Göt­tinger Profes­soren an der Wende zum 20. Jahr­hundert, etwa von Wilhelm Baum 1882, Karl Ewald Hasse 1902 oder Karl Dilthey 1907.

Dank groß­zügiger privater Spen­den und mit Mit­teln der Zentral­en Kusto­die der Uni­ver­sität Göt­tingen kon­nten in den ver­gangenen Jahr­en mehrere italienische Kunst­werke res­tauriert wer­den, die nun ge­mein­sam mit den anderen We­rken italienisch­en Ur­sprungs in einer Be­stands­schau prä­sentiert wer­den.

Das Projekt

Die italienisch­en Wer­ke der Göt­tinger Kunst­sammlung sind - mit we­nigen Aus­nahm­en - der For­schung weit­gehend un­bekannt. Be­reits in den späten 1950er-Jahr­en hatten die Göt­tinger As­sistentin Dr. Lucy von Weiher und der 1938 nach Amerika emi­grierte Prof. Dr. Wolf­gang Stech­ow eine über­arbeitete Neu­auflage des knappen und nicht be­bilderten Be­stands­katalogs von 1926 ge­plant. Leider wurde dieses Vor­haben nie zu einem Ab­schluss ge­bracht.
Seit dem Winter­semester 2014/2015 er­folgte eine grund­legende wissen­schaftliche Auf­arbeit­ung des Be­stands mit Studieren­den im BA und MA Kunst­ge­schichte. Im Aus­tausch mit Restau­ratoren und Ex­perten ent­stand­en so um­fassende Unter­such­ung­en zu den Ob­jekten. Die Aus­stel­lung und der 2018 im Uni­versitäts­verlag er­schein­ende Bestands­katalog basier­en auf den Er­gebnis­sen dieses Pro­jekts.