Fakultät für Agrarwissenschaften

Fakultät für Agrarwissenschaften



Tier, Pflanze, Wirtschaft - Wie ist es in Göttingen Agrarwissenschaften zu studieren? Einen Einblick für Studieninteressierte verschafft dieser kurze Film der Fakultät, der unter Mitwirkung von Studierenden entstand.
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Fairtrade hilft nicht allen Landarbeitern in Afrika

farm worker Göttinger Team mit internationalen Partnern untersucht Situation im Kleinbauernsektor

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und ihrer internationalen Partner haben die Auswirkungen von Fairtrade auf arme Landarbeiter in Afrika untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Fairtrade zwar die Bedingungen von Angestellten in lokalen Genossenschaften verbessert, aber nicht die Situation von Arbeitern im Kleinbauernsektor. Letztere sind oft besonders benachteiligt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Sustainability erschienen.

Wenn sich Konsumentinnen und Konsumenten von Kakao, Kaffee und anderen tropischen Erzeugnissen für Produkte mit dem Fairtrade-Sigel entscheiden, zahlen sie etwas mehr in der Annahme, damit zu einer Verbesserung der sozialen Bedingungen in den Entwicklungsländern beizutragen. Um herauszufinden, ob die arme Landbevölkerung tatsächlich von der Fairtrade-Zertifizierung profitiert, sammelten die Wissenschaftler Daten von 1000 Kakaobauern und Landarbeitern aus 50 verschiedenen Genossenschaften in der Elfenbeinküste. Die Elfenbeinküste ist der weltweit größte Kakaoproduzent und Exporteur. mehr...







Datenbank illustriert Biodiversität des Huhns

hühnerInternationales Forscherteam erarbeitet öffentliche Datensammlung mit 174 Hühnerrassen
Insgesamt 174 Hühnerrassen umfasst eine öffentlich zugängliche Datenbank, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Friedrich-Loeffler-Instituts in Neustadt-Mariensee gemeinsam mit zahlreichen internationalen Partnern in den vergangenen Jahren aufgebaut haben. Das Synbreed Chicken Diversity Panel (SCDP) deckt einen Großteil der vorhandenen Diversität der Spezies Huhn ab. In der begleitenden wissenschaftlichen Studie typisierten die Forscherinnen und Forscher 3.235 Tiere für knapp 600.000 Single Nucleotide Polymorphisms (SNPs). SNPs sind Variationen einzelner Bausteine innerhalb des Erbguts zwischen Individuen. Dabei erstellten sie einen Stammbaum von bisher nicht dagewesener Vollständigkeit und Auflösung. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift BMC Genomics erschienen.

Die Vielfalt der Rassen reicht von den Wildformen bis zu kommerziellen Broilern und Legern, beinhaltet aber auch eine Vielzahl lokaler Rassen aus fast allen Erdteilen sowie von Hobbyhaltern in Deutschland gezüchtete Rassen. mehr...



Göttinger Masterstudentin gewinnt Förderpreis der GWP

GWP PreisAnn-Kathrin Schöppner untersucht Bewegungsverhalten von Pferden auf der Weide
Die Göttinger Pferdewissenschaftlerin Ann-Kathrin Schöppner hat den Förderpreis der Gesellschaft zur Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP) gewonnen. Die GWP zeichnet damit ihre Masterarbeit im Studiengang Pferdewissenschaften zum Thema „Einfluss von Pferdetyp und Weidesystem auf das Bewegungsverhalten von Pferden auf der Weide“ aus. Für ihre Arbeit hat Schöppner in einer aufwändigen bundesweiten Studie das Bewegungsmuster von Pferden auf der Weide mittels GPS festgehalten und analysiert. Die Jury würdigte die Relevanz der Ergebnisse für die Weidenutzung und die hohe Gesamtqualität der Arbeit. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

In der artgerechten Pferdehaltung hat die Möglichkeit zur freien Bewegung auf einer Weide eine zentrale Bedeutung. Häufig leidet allerdings die Grasnarbe unter dem Weidegang. Um den Effekt der Pferde auf die Weidefläche zu verstehen, hat Schöppner das Verhalten der Tiere untersucht. mehr...




Wildlebende Rothirsche tragen zum Erhalt offener Landschaften bei

hirschGöttinger Wissenschaftlerteam weist auf Wildtierbeweidung als Ansatz für das Naturschutzmanagement hin
Ähnlich wie landwirtschaftliche Nutztiere, beispielsweise Rinder oder Schafe, können auch wildlebende Rothirsche, die in offenen Landschaften grasen, zum Erhalt geschützter Lebensräume beitragen. Dies konnte ein Forscherteam der Universität Göttingen und des Instituts für Wildbiologie Göttingen und Dresden zeigen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Journal of Applied Ecology erschienen.

Das interdisziplinäre Forscherteam, an dem die Abteilungen Graslandwissenschaft und Wildtierwissenschaften der Universität Göttingen beteiligt waren, führte über einen Zeitraum von drei Jahren Untersuchungen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr in Bayern durch. „In diesem Gebiet kommen nicht nur zahlreiche geschützte Lebensräume und seltene Arten vor, sondern auch ein großer Bestand freilebender Rothirsche“, sagt Friederike Riesch, Doktorandin in der Abteilung Graslandwissenschaft der Universität Göttingen und Erstautorin der Studie. Da die Tiere auf den nicht bewaldeten Flächen auf dem Truppenübungsplatz nur an wenigen Tagen im Jahr bejagt werden, können sie die vorhandenen Grünland- und Heideflächen ganztägig zur Futteraufnahme nutzen. mehr...




Neue Ausgabe der "agrar aktuell" erschienen

aa22 Jedes Semester erscheint der Newsletter der Fakultät für Agrarwissenschaften, mit allem Wissenswerten aus den Departments und darüberhinaus. Die 22. Ausgabe liegt ab jetzt an unterschiedlichen Orten der Universität zum Mitnehmen bereit (z.B. am Bauernquader am Eingang des Blauen Turms). Zur Online-Version der 22. agrar aktuell geht es hier.



Veranstaltungen der kommenden Wochen

Weitere Veranstaltungen der Fakultät finden Sie im Fakultätskalender.

















Die wirtschaftliche Bedeutung diversifizierter Landwirtschaft

Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann

blühstreifenEine Diversifizierung in der Landwirtschaft durch lange Fruchtfolgen oder Strukturelemente wie Hecken und Blühstreifen ist für die Artenvielfalt und viele ökologische Prozesse von Vorteil, oft aber auch mit Kosten für Landwirtinnen und Landwirte verbunden. Welche Maßnahmen sowohl mit ökologischen als auch mit ökonomischen Vorteilen verbunden sind, haben Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen mit einer systematischen Literaturrecherche untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Economics erschienen.

„Längere Fruchtfolgen, Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte, pfluglose Bodenbearbeitung, Agroforstsysteme und Strukturelemente wie Blühstreifen oder Hecken erhöhen erheblich die Artenvielfalt, können aber auch den Ertrag stabil halten und damit das Ertragsrisiko mindern“, sagt Erstautorin Julia Rosa-Schleich aus der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Eine solche Diversifizierung kann auch den Schädlings- und Unkrautdruck verringern, so dass der Landwirt dann Kosten für Bekämpfungsmaßnahmen einsparen kann“, so Rosa-Schleich. Maßnahmen zur Diversifizierung können auch kombiniert werden wie bei der Verbindung von Nutztierhaltung mit Ackerbau, der konservierenden Bodenbearbeitung oder der Ökologischen Landwirtschaft. mehr...



Forschung zu Drehstrom-Erdkabeln

erdkabel Universität Göttingen und TenneT richten Testfeld für Bau und Betrieb von 380- kV-Erdkabeln am Versuchsgut Reinshof bei Göttingen ein

Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat gemeinsam mit den Abteilungen Agrarpedologie und Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness der Universität Göttingen ein Forschungsprojekt für den Bau und Betrieb von 380-kV-Drehstromerdkabeln begonnen. Im Rahmen des Leitungsbauprojektes Wahle-Mecklar wird am Versuchsgut Reinshof bei Göttingen ein rund 2500 Quadratmeter großes Testfeld eingerichtet, um die langfristigen Auswirkungen von Drehstromerdkabeln auf landwirtschaftliche Nutzflächen zu untersuchen.

Aus den Versuchsergebnissen sollen konkrete Schlussfolgerungen für die Bauausführung von Höchstspannungserdkabeltrassen gezogen werden. Zusätzlich werden aus dem wissenschaftlichen Monitoring Empfehlungen für Rekultivierungsmaßnahmen zur Minimierung von Ertragseinflüssen ermittelt. mehr...