Abteilung Pflanzenökologie und Ökosystemforschung

Neun Forschungsschwerpunkte der Abteilung

Die Forschungsschwerpunkte der Abteilung decken ein sehr breites Spektrum ökologischer Felder ab. Im Folgenden sind 9 Schwerpunktgebiete angegeben, zu denen es aktuell Forschungsvorhaben gibt. Zu jedem Schwerpunktgebiet kann eine pdf-Datei mit einem englischsprachigen Poster zum Schwerpunkt heruntergeladen werden.

1) Walddynamik

2) Temperate Wälder unter Einfluss des Klimawandels

3) Ökologie und Biodiversität tropischer Wälder

4) Ökologie der Waldgrenzen

5) Wurzelökologie und Rhizosphärenforschung

6) Biodiversität und Ökosystemfunktionen

7) Makroökologie und Populationsökologie

8) Biodiversitätsverluste in der Agrarlandschaft

9) Funktionale Flechtenökologie





Interdisziplinäre Verbundprojekte

Altai_206pxAltai-Projekt (Volkswagenstiftung)
Das durch die Volkswagenstiftung geförderte Altai-Projekt untersucht die Regeneration von Wäldern der Sibirischen Lärche (Larix sibirica) und die Biodiversität an der Wald-Steppengrenze des Altais (Mongolei) und des Khangaygebirges (Kasachstan) bei gegensätzlichen Entwicklungen der Beweidungsdichte. Die Studie beinhaltet Untersuchungen der Biodiversität, der Waldregeneration, des Stammwachstums, der Durchwurzelung der Bäume und der Lebensunterhaltung der lokalen Bevölkerung.




Hubwagen_Hainich_206pxGraduiertenkolleg 1086
Das Graduiertenkolleg 1086 (finanziert durch die DFG) untersucht die Rolle der Baumartendiversität in mitteleuropäischen Laubwäldern anhand von unterschiedlich artenreichen Beständen im Nationalpark Hainich (Thüringen). Schwerpunkt der Untersuchungen sind ihre Auswirkungen auf Biomasseproduktion, Kohlenstoffaufnahme, Nährstoff- und Wasserumsätze und biotische Interaktionen zwischen Schlüsselorganismen. Unsere Abteilung ist mit mehreren Teilprojekten an diesem Verbundprojekt insbesondere zum ober- und unterirdischen Kohlenstoffhaushalt sowie zum Wasserhaushalt der Waldbestände beteiligt. Ein innovativer Beitrag wird in diesem Zusammenhang durch Kronenraumforschung mit einem mobilen Hubwagen geleistet.






Haeckelkosmen_206pxExzellenzcluster Funktionale Biodiversitätsforschung
Das Exzellenzcluster Funktionale Biodiversitätsforschung (finanziert durch das Land Niedersachsen) stellt eine interdisziplinäre Plattform für gemeinsame Forschung zur funktionalen Biodiversität in Mitteleuropa dar, die exzellente Jungwisschaftlerinnen und  wissenschaftler in dieser Forschungsrichtung anziehen und fördern soll. Das wissenschaftliche Konzept enthält neue, innovative Experimente zur Manipulation der Artendiversität im Grünland und in der Rhizosphäre und untersucht die funktionale Rolle der innerartlichen genetischen Diversität von Populationen von Bäumen. Ziel ist es, Kernfragen der anhaltenden Debatte über die Biodiversitäts-Ökosystemsfunktions-Beziehung zu beantworten.






Kilimanjaro_206pxDFG-Forschergruppe 1246 (Kilimajaro)
Die interdisziplinäre Forschergruppe 1246 (gefördert durch die DFG) untersucht Biodiversität, biotische Interaktionen und biogeochemische Prozesse mit einem Fokus auf Effekte des globalen Wandels auf Ökosysteme am Kilimajaro (Tansania). Unser Teilprojekt untersucht dabei Kohlenstoffspeicher in der Pflanzenbiomasse und Nettoprimärproduktion von Ökosystemen entlang klimatischer Gradienten sowie Effekte der Landnutzung auf Ökosysteme von der Savanne bis zur alpinen Zone.





KLIFF_206pxKLIFF-Projekt
Das KLIFF-Projekt ("Klimafolgenforschung", gefördert durch das Land Niedersachsen) ist ein interdisziplinäres Großprojekt, das einen wichtigen Beitrag zu verschiedensten Bereichen der Klimafolgenforschung in Niedersachsen leisten will. Unser Teilprojekt ist in dem Bereich "Wald" angesiedelt und untersucht ökologische und ökophysiologische Aspekte der Trockenstresstoleranz der Rotbuche (Fagus sylvatica). In unserem Teilprojekten nutzen wir einen natürlichen Niederschlagsgradient (ca. 500-900 mm a-1) im nordwestdeutschen Tiefland als Szenario für den prognostizierten Klimawandel in Norddeutschland, um schon heute potentielle Reaktionen und Anpassungsmechanismen von Rotbuchenwälder studieren zu können.






Subsom_206pxDFG-Forschergruppe 1806 (SUBSOM)
Die Forschergruppe 1806 (gefördert durch die DFG) ist weitgehend durch Bodenwissenschaftlern zusammengesetzt und untersucht die Rolle von Speicherung und Umsatz organischer Substanz im Unterboden von Buchenwäldern (Fagus sylvativca) in Mitteldeutschland. Unser Projekt ist dabei das einzige mit einem pflanzenökologischen Schwerpunkt und untersucht die Wurzelverteilung und -dynamik sowie deren Beitrag zu Kohlenstoffflüssen im Unterboden. Die Studie beinhaltet aufwändige Quantifizierungen der Verteilung von Fein- und Grobwurzeln in bis zu 200 cm tiefen Bodenprofilen in den Waldbeständen sowie ausgeklügelte Analysen der Wurzeldynamik in Abhängigkeit von der Bodentiefe durch den Einsatz von Minirhizotronen.





Sumatra_206pxSonderforschungsbereich 990 auf Sumatra
Der SFB 990 (gefördert durch die DFG) untersucht ökologische und sozioökonomische Funktionen von Transformationssystemen des tropischen Tieflandregenwaldes auf Sumatra (Indonesien). Unsere Abteilung ist an diesem interdisziplinären Großprojekt mit einem Teilprojekt vertreten, in dem die Kohlenstofffestlegung, die Nettoprimärproduktion, der Kohlenstoff- und Nährstoffinput zum Boden durch den Streufall sowie die Ressourcen-Nutzungseffizienz im Tieflandsregenwald und in anthropogenen Landnutzungssystemen (Kautschuk- und Ölpalmplantagen) untersucht werden.






Tibet_206pxDFG-Schwerpunktprogramm 1372 (Tibetisches Plateau)
Das Schwerpunktprogramm 1372 (finanziert durch die DFG) analysiert die Interaktionen der drei treibenden Mechanismen des Tibetischen Plateaus: Plateauformation, Klimaevolution und menschlicher Einfluss sowie deren Effekte auf Ökosysteme. Unsere Arbeitsgruppe ist mit zwei Projekten im Programm vertreten. Eines davon möchte die Parameter, Akteure und die Dynamik der pastoralen Kobresia pygmaea Ökosysteme untersuchen, ein zweites untersucht Kohlenstoffspeicherung in Fichtenwäldern der Qilian-Berge (nordöstliches Tibetplateau) unter dem Einfluss der Klimaerwärmung und der Landnutzung.