Institut für Theoretische Physik

Symposium "100 Jahre Institut für Theoretische Physik"

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2-tägiges Symposium anlässlich des
100-jährigen Bestehens des Institut für Theoretische Physik

vom 10. bis 11. Juni 2022

Alfred-Hessel-Saal (Historisches Gebäude), Papendiek 14, Göttingen

In Vorträgen werden historische Aspekte und Themen der aktuellen Forschung am ITP beleuchtet.
Eingeladene Sprecher:
Prof. Dr. Kurt Schönhammer (Göttingen)
Prof. Dr. Michel Janssen (Minnesota, USA)
Prof. Dr. Friederike Schmid (Mainz)
Prof. Dr. Martin Plenio (Ulm)
Prof. Dr. Erwin Frey (München)
Prof. Dr. Stefan Hollands (Leipzig)

Tagungsprogramm und
Präsentationen
Nachlese
Mit freundlicher Unterstützung durch den Universitätsbund Göttingen.


Max-Planck-Medaille 2022 für Prof. Dr. Annette Zippelius

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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft vergibt ihre höchste Auszeichnung für theoretische Physik an Annette Zippelius "in Würdigung ihrer fundamentalen Beiträge, welche die statistische Physik kondensierter Materie konzeptionell wie methodisch nachhaltig beeinflusst haben; insbesondere für ihre herausragenden Arbeiten zu den Schmelzübergängen dünner Filme, zur statistischen Theorie neuronaler Netze und zur Dynamik granularer Gase.“

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Geschichte des Instituts
Das Göttinger Institut für Theoretische Physik kann auf bedeutende Beiträge zur Entwicklung der modernen Naturwissenschaften zurückblicken. Dies gilt ganz besonders für die Zeit von 1925 - 1927, als Max Born und seine jüngeren Mitarbeiter Werner Heisenberg und Pascual Jordan in diesem Institut wesentliche Teile der Quantenmechanik entwickelten. Heisenbergs Unschärferelation und Borns Wahrscheinlichkeitsdeutung des Feldes der Materiewellen haben unser Verständnis der Natur in revolutionärer Weise verändert: Sie beinhalten die Unzulänglichkeit unserer alltäglichen Begriffswelt bei der Beschreibung von Vorgängen im Mikrokosmos der Atome und Elementarteilchen. Die Quantenmechanik ist aber keineswegs nur eine "weltfremde" Theorie für Naturphilosophen ohne Auswirkungen auf praktische Belange unseres Lebens. Ganz im Gegenteil - sie bildet beispielsweise die Grundlage für das Verständnis der elektrischen und magnetischen Vorgänge in Festkörpern, auf denen letztlich unsere gesamte Informationstechnologie beruht. Auch die moderne Chemie und Biologie sind ohne Quantenmechanik fast undenkbar. Für ihre "Göttinger Arbeiten" erhielten Max Born (1954) und Werner Heisenberg (1932) den Nobelpreis.

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