DFG Mythos-Forschungsgruppe 2064 STRATA

STRATA

Stratifikationsanalysen mythischer Stoffe und Texte in der Antike


Die FOR 2064 STRATA hat eine kulturspezifisch und kulturvergleichend anwendbare Methodik erarbeitet, mit der sich mythische Erzählstoffe und ihre Schichten (Strata) aus Textquellen rekonstruieren lassen. Damit sind manche Mythen erstmals verstehbar geworden. In der zweiten Projektphase soll die Methodik für das komparative Arbeiten weiter entwickelt werden, um Mythen aus den verschiedensten Kulturräumen sinnvoll vergleichen zu können. Die Quellen reichen von den ältesten Mythen der Menschheit aus dem antiken Mesopotamien über die griechisch-römische Antike bis in die pagane und christliche Spätantike.



AUS DER PRESSEINFORMATION DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN, 06.05.2020: NEUE METHODEN FÜR DIE MYTHOSFORSCHUNG


DFG verlängert Forschungsgruppe zu antiken Mythen an der Universität Göttingen

(pug) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung einer Forschungsgruppe zu antiken Mythen an der Universität Göttingen verlängert. Räumlich deckt die Forschungsgruppe (FOR) „Stratifikationsanalysen mythischer Stoffe und Texte in der Antike (STRATA)“ den Bereich vom Irak und Syrien – dem antiken Mesopotamien – über Israel und Griechenland bis Rom ab. ...

In der ersten Förderperiode haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine einheitliche Theorie und Methodik zur Erforschung antiker Mythen entwickelt. In der zweiten Förderphase wollen sie diese stoffanalytische Mythosforschung um Vergleiche mythischer Erzählstoffe nicht nur in Texten, sondern auch in Handlungen ausweiten. ...

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der FOR STRATA erhoffen sich Impulse für die Mythosforschung insgesamt sowie eine Stärkung der transdisziplinären altertumswissenschaftlichen Forschung. Die Projekte aus Altorientalistik, Klassischer Philologie und Digital Humanities sind an der Philosophischen Fakultät und der Fakultät für Mathematik und Informatik der Universität Göttingen angesiedelt. International renommierte Forscherinnen und Forscher aus Israel, Großbritannien und Deutschland tragen als Assoziierte zur gemeinsamen Arbeit bei, außerdem eine Emmy Noether-Nachwuchsgruppe der Freien Universität Berlin.