Preziosen aus der Sammlung Ursula und Wolfgang Stechows

Kabinettausstellung ab dem 23. Februar 2020

Die Sammlung ist ab dem 17. Mai wieder geöffnet. Bitte tragen Sie bei Ihrem Besuch einen Mund-Nase-Schutz und beachten Sie die Abstandsregeln.

Ausstellungskonzept und Leitung:
Dr. Anne-Katrin Sors

Stechow Bild zugeschnitten kleinDer Kunsthistoriker Professor Dr. Wolfgang Stechow (Kiel 1896 – Princeton 1974) trug eine Sammlung von mehr als 200 Zeichnungen und Graphiken zusammen, die er gemeinsam mit seiner Frau Ursula der Georgia Augusta hinterließ. Stechow besuchte ab 1905 in Göttingen das Gymnasium, absolvierte in seiner Heimatstadt sein Kunstgeschichtsstudium, das er 1921 mit der Promotion abschloß. Nach Aufenthalten in Berlin und Den Haag kehrte er nach Göttingen zurück, habilitierte sich 1926, die Ernennung zum außerplanmäßigen Professor folgte 1931. Der nationalsozialistische Rassenwahn machte Stechows Tätigkeit 1935 ein jähes Ende, da er mütterlicherseits einer alten jüdischen Familie entstammte – 1936 emigrierte er in die USA, wo er bis zu seinem Lebensende lebte, lehrte und sammelte. Die Sammlung wartet mit Werken von Dürer, Liebermann, Corinth, Chodowiecki, Kobell uvm. auf. Für die Göttinger Händelrenaissance spielte Stechow eine enorm große Rolle, beherrschte er doch mehrere Instrumente, gehörte – gemeinsam mit seiner Frau - der Akademischen Orchestervereinigung an, deren Leitung er 1925 übernahm. 1920 saß er im ersten Orchester der HändelFestspiele, viele weitere Einsätze sollte folgen. In einer unglaublichen Geste von Großzügigkeit vermachte er – trotz allem widerfahrenen Unrecht – seiner Alma Mater seine zeitlebens zusammengetragene Kunstsammlung. Mit dieser Kabinettausstellung soll das kunsthistorische wie musikalische Vermächtnis des Ehepaares Stechow zum Händeljubiläum gewürdigt werden.