"Ich habe dich aufgezogen mit meiner Milch, sie möge in dich eintreten als Leben und Macht." Das Ritual des Stillens im Wandel der Zeit


Dienstag, 13. Juli 2021, 18:00-19:30 Uhr (Virtueller Vortrag)
Silke Caßor-Pfeiffer, M.A., Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Das rituelle Stillen des Pharao findet sich in Darstellungen der Monumentalarchitektur seit dem Alten Reich. Darstellungen, Inhalt und Kontext bleiben dabei weitgehend homogen; das Stillen dient der Legitimation einerseits und der Übertragung der göttlichen Wirkkräfte und der Verjüngung des Empfängers andererseits im Kontext von Geburt und Krönung (und deren Wiederholung) und Wiedergeburt nach dem Tod. Ab der Spätzeit wird der König nach und nach in den Stillszenen durch den Kindgott ersetzt, in der Ptolemäerzeit finden sich nur noch zwei solche Darstellungen des Königs. Gleichzeitig findet das Motiv des Stillens des Kindgottes eine über den ursprünglichen Kontext hinausgehende Verwendung und der ursprüngliche Zweck des Stillens wird zudem im Milchopfer des Königs an die Götter aufgegriffen.


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Zum Ritual des Stillens im Tempelkontext

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