Gilbert Hövel









Porträtfoto von Gilbert Hövel. Er trägt ein schwarzes Sakko und ein weißes Hemd.



Gilbert Hövel hat an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät den Bachelor- sowie den Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik erfolgreich abgeschlossen. Im Anschluss an den Master hat er 2023 seine Promotion an der Universität Paderborn bei Prof. Dr. Simon Trang begonnen, der zuvor die Juniorprofessur für Informationssicherheitsmanagement und Compliance an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät innehatte.








Warum haben Sie sich nach dem Studium für eine Promotion entschieden?


Bereits während des Studiums hat mir das wissenschaftliche Arbeiten viel Spaß gemacht. Da mir auch das universitäre Umfeld sehr gefallen hat, war für mich schon im Master klar, dass ich gerne noch eine Promotion in der Wirtschaftsinformatik anschließen möchte. In Paderborn hat sich dafür dann die passende Möglichkeit ergeben. Für mich war es eine großartige Gelegenheit, beim Aufbau eines Lehrstuhls mitzuwirken. Dabei hat es mich besonders gereizt, von Anfang an dabei zu sein und eigene Ideen für einen modernen Lehrstuhl einzubringen.




Was fasziniert Sie an der Wissenschaft/am wissenschaftlichen Arbeiten? Welchen Forschungsfragen gehen Sie gerade nach?


Besonders spannend an der Forschung finde ich die Möglichkeit, sich intensiv in Themen einzuarbeiten und diese gleichzeitig in einem internationalen Umfeld zu präsentieren und zu diskutieren. So hatte ich in den vergangenen Jahren die Gelegenheit, meine Forschung in verschiedenen Ländern in Europa, Asien und den USA vorzustellen.



In meiner Forschung beschäftige ich mich mit Ransomware aus einer unternehmerischen Perspektive. Bei einer Ransomware-Attacke werden Unternehmensdaten verschlüsselt und die betroffenen Organisationen mit einem Lösegeld erpresst, das im Gegenzug für die Entschlüsselung der Daten gezahlt werden soll.



Für Unternehmen kommen solche Angriffe häufig völlig unerwartet und führen zu weitreichenden unternehmerischen Entscheidungen - insbesondere zu der Frage, ob das Lösegeld gezahlt werden soll oder nicht. Genau auf diese Entscheidungen konzentriert sich meine Forschung. Ich untersuche, wie Unternehmen mit solchen Situationen umgehen können und wie man das „Geschäftsmodell“ Ransomware zerschlagen kann. Die Grundlage meiner Forschung bilden dabei häufig reale Fälle sowie Experimente und Umfragen mit Führungskräften aus der IT.




Wie sehen Ihre Pläne für die Zeit nach der Promotion aus?


Das wird die Zukunft zeigen. Forschung und Praxis bieten beide tolle Möglichkeiten. Insbesondere in der Wirtschaftsinformatik ist das keine einfache Entscheidung. Denn durch die rasanten technologischen Fortschritte ist der Forschungsbedarf natürlich besonders hoch. Gleichzeitig gibt es aber auch in der Praxis viel zu tun.




Wieso können Sie ein Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät empfehlen?


Ein Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät kann ich auf jeden Fall empfehlen, da man sowohl auf eine Karriere in der Forschung als auch in der Praxis sehr gut vorbereitet wird. Dadurch, dass sich die Lehre immer an aktuellen Themen orientiert, stehen einem in Deutschland, aber auch im Ausland viele Türen offen.




Ich fühle mich der Fakultät auch noch als Alumnus verbunden, weil …


...die Studienzeit dort für mich etwas ganz Besonderes war und ich den „Göttingen Spirit“ immer sehr geschätzt habe.



(Stand: Juli 2026)


Foto: Privat