Novalis (Friedrich v. Hardenberg) (1772–1801)

Übersicht: Das lyrische Werk


„Die Welt muß romantisirt werden. [...] Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnißvolles Ansehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe so romantisire ich es – Umgekehrt ist die Operation für das Höhere, Unbekannte, Mystische, Unendliche“ (Novalis: Poeticismen).

Mit diesem Fragment zur Theorie der Romantisierung hat Novalis das Programm eines ganzen Literatursystems zu fassen versucht und ist trotz seines frühen Todes einer der zentralen Vertreter der Frühromantik um 1800. Im Zentrum seines lyrischen Werks stehen die Zyklen Hymnen an die Nacht (1799/1800), Geistliche Lieder (1798-1800, 1802 posthum) sowie die Gedichte aus dem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen (1802 posthum).
Die Hymnen an die Nacht sind ein sechsteiliger Zyklus aus Prosagedichten, die erstmals in der von Novalis und Friedrich Schlegel herausgegebenen Zeitschrift Athenäum erschienen. Sie beziehen sich sowohl auf die programmatischen Ideen, die beim Jenaer Romantiktreffen 1799 entstanden sind (vgl. dazu Neumann 2019), als auch auf ein Schlüsselerlebnis in Novalis’ Leben: den frühen Tod seiner ersten Verlobten Sophie von Kühn 1797.
In den Hymnen besingt ein lyrisches Ich seine „Nachtbegeisterung“, wobei sich in drei Schritten aus der Gegensätzlichkeit zwischen Tag und Nacht langsam eine Einheit herausbildet, in der „Licht und Dunkel nicht mehr geschieden [sind], sondern zum umfassenden Weltsymbol vereint, das vorausdeutet auf die von Novalis angestrebte Einheit des neuen Menschen in einer neuen Welt“ (Blödorn 2020a). Die Erlösung aus der Sehnsucht nach einer zeitlosen Einheit findet sich in der sechsten Hymne im Weg nach Innen, an dessen Ende der Traum vom Tod steht. Die Themen dieses zur Sehnsuchts- und Todesdichtung gezählten Zyklus sind Liebe, Verlust, die Begegnung mit dem Unendlichen, Hoffnung auf Erlösung sowie die Todessehnsucht.
Neben der Suche nach Alleinheit und Nachtbegeisterung nimmt auch Religion eine zentrale Rolle in Novalis’ Dichtung ein, der selbst mit einem streng pietistisch lebenden Vater aufgewachsen ist, und in dessen Kindheit der christliche Glaube prägend war (vgl. Roberg 2010). Sein Verständnis von Religion, ebenfalls als Prinzip des romantischen Allzusammenhangs, spiegelt sich auch in den Kirchenliedern, die er verfasste: Im 15-teiligen Zyklus Geistliche Lieder stellt Christus einen Mittler zwischen Leben und Himmelreich dar, der die Menschen dazu befähigt, den Sinn in ihrem Leben zu finden und mit sich selbst ins Reine zu kommen (z.B. Lied I, VI). Novalis beklagt die umfassende Abwendung vom Göttlichen unter den Zeitgenossen, ist jedoch gleichzeitig davon überzeugt, dass mit dem Tod jeder Mensch zum Glauben finden und die unerschöpfliche, ewige Liebe von Christus zu den Menschen erkennen wird (z.B. Lied VI, VII). In seinen Kirchenliedern bringt Novalis auch Kritik am Materialismus zu Papier, also die Kritik an Menschen, die Ruhm und Reichtum hinterherjagen und nur empfänglich sind für das Sichtbare, während das Unsichtbare und die Ewigkeit die eigentlichen Werte sind, die das Leben sinnhaft machen (z.B. Lied XI).
Die Geistlichen Lieder sind absichtlich in simplen vier-, sechs- oder achtzeiligen Strophen gehalten, die Volksliedcharakter haben und mit eingänglicher Bildlichkeit Novalis’ Vorstellung von einfachen, aber dennoch poetischen Kirchenliedern entsprachen. Einzig das siebte, als Hymne betitelte Lied ist in freiem Vers gehalten und steht damit den Hymnen an die Nacht fast näher als den Geistlichen Liedern. Letztere waren allerdings insbesondere im 19. Jahrhundert die bekannteste Dichtung von Novalis und wurden vielfach vertont (vgl. Blödorn 2020b).
Die Gedichte aus dem Romanfragment Heinrich von Ofterdingen werden ebenfalls zu Novalis’ lyrischem Werk gezählt, obwohl diese nicht eigenständig stehen und der Roman nicht vollständig erscheinen konnte. Der Bildungsroman, der gezielt als Gegensatz zu Goethes Wilhelm Meister angelegt ist, handelt vom titelgebenden Protagonisten, der als Minnesänger einen träumerischen Weg in seiner Entwicklung als Dichter einschlägt, zugleich jedoch in das Weltengeheimnis eingeweiht wird, so dass ein Entwurf „universaler Erlösungsutopie“ entsteht (Henschen/Blödorn 2020). Der gesamte Roman, und damit auch die Gedichte, gelten als Schlüsselwerk der Frühromantik, in dem Träume, Potenzierung der Welt, Poesie und Liebe als Mittel der Erlösung sowie religiöse Transzendenz zentrale Motive des Einswerdens des Menschen mit sich und der Welt darstellen. Beispiele für die Gedichte aus dem Roman sind etwa: Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren, Lied des Sängers und Der Karfunkel.

Einordnung


Lyrik macht zwar nur einen geringen Teil seines Gesamtwerkes aus, da sie jedoch in der ersten von Friedrich Schlegel und Ludwig Tieck herausgegebenen Werkausgabe prominent hervorgehoben wurde, hat sich im 19. Jahrhundert (und bis heute) der Blick auf Novalis vorrangig als Lyriker etabliert. In seinen umfangreichen philosophisch-theoretischen Abhandlungen hat Novalis das ausgeübt, was zeitgenössisch die „Poetisierung der Wissenschaft“ genannt wurde und eine enge Verknüpfung aus romantischen Idealen, literarischem Schreiben und wissenschaftlichem Arbeiten umfasste (vgl. Roberg 2010).
Novalis wurde 1772 als Georg Philipp Friedrich von Hardenberg in Arnstein (heutiges Sachsen-Anhalt) in eine alteingesessene adlige Familie geboren; sein pietistischer Vater prägte sein Verständnis von Christentum, Industrie und Wissenschaft (vgl. Kluckhohn 1960). Er studierte Jura an der Jenaer Universität und schloss 1794 als Jahrgangsbester ab. Dort besuchte er u.a. Geschichtsvorlesungen von Schiller, der ihn tief beeindruckte und dessen Lyrik ein starkes Vorbild für sein eigenes Schreiben wurde (vgl. ebd.). Neben Geschichte, Jura und Literatur interessierte sich Novalis für Philosophie; seine Weltanschauung war geprägt von der Philosophie Fichtes, der die Grundlage der Welt im freien Ich sah: „Das Nicht-Ich ist nur die Schranke, die das Ich sich setzt, weil sein Wesen unendliche Tätigkeit ist und Gegenstände haben muß, an denen es sich entfalten kann. Diese Auffassung des Ichs – des absoluten freilich, nicht des empirischen Ichs –, dessen Wesen Streben nach dem Unendlichen sei, wurde eine wesentliche Grundlage romantischen Denkens.“ (ebd.: 11).
In Novalis’ eigener Philosophie basiert Erkenntnis auf der Idee, dass sie nicht nur durch den Blick nach Innen erlangt wird, in dem der Mensch die eigene innere Welt erkundet, sondern vielmehr auch durch den „Blick nach außen“ und durch den Blick für das, was nicht offenkundig für das Auge sichtbar wird. Der innere Blick bleibt dabei allerdings der erste Schritt zur Erkenntnis (vgl. ebd.).
Literarisches Schreiben begleitete Novalis schon sein Leben lang, doch erst mit der Bekanntschaft zu Ludwig Tieck, Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, August Wilhelm und Friedrich Schlegel entwickelte sich die Gruppe der Schriftsteller, die zu programmatischen Wegbereitern der Romantik gezählt werden.
1794 lernte er die zwölfjährige Sophie von Kühn kennen, mit der er sich verlobte. Sie erkrankte jedoch und starb nach zahlreichen Operationen 1797 mit gerade 15 Jahren. Diese Begegnung mit dem Tod und der damit verbundenen Endlichkeit des Lebens stellte ein Schlüsselereignis in Novalis’ Leben und auch für seine Dichtung dar, denn aus Sophies Tod entwickelten sich die Hymnen an die Nacht. Er rang zunächst mit dem Gedanken, seinem Leben ebenfalls ein Ende zu setzen, überwand diesen jedoch für den Wunsch, künstlerisch tätig zu sein und etwas Dauerhaftes zu schaffen (vgl. ebd.). Die Todessehnsucht ist, wie oben bereits beschrieben, zentrales Motiv der Hymnen und Auslöser für die Suche nach einem Lebenssinn im Unendlichen. Die Liebe stellte für Novalis etwas dar, das über das irdische Leben hinausweist und das Grenzen von Raum und Zeit überschreiten könne – Sophies Tod bestimmte fortan seine Auffassung von Tod, Lebenssinn, Liebe und auch Religion: „Die ins Jenseits gerichtete Liebe zur Braut verschmilzt mit der Liebe zum auferstandenen Heiland” (ebd.: 16). Erst durch diese Erfahrung sei er zum echten Romantiker geworden, wie sein Zeitgenosse Schleiermacher es formulierte (vgl. ebd.).
Während des Studiums in Freiburg legte er sich sein Pseudonym Novalis zu, um literarische Texte anonym zu veröffentlichen, etwa die Blüthenstaub-Fragmente (1798), in denen er zentrale Gedanken des romantischen Programms formulierte. „Novalis“ bedeutet auf Latein „neues, brachliegendes Land“, wodurch er sich selbst den Status desjenigen zuschrieb, der Neuland erstmals bewirtschaftet und fruchtbar macht. Er „verpflichtet [damit] sein Schreiben auf ein [...] Programm ästhetisch-kultureller Erneuerung“ (Roberg 2010: 598).
1798 gaben die Brüder Schlegel die Zeitschrift Athenäum heraus erstmals heraus, bei der sich Novalis beteiligte. In dieser Zeitschrift erschienen Literatur, romantische Programmatik und politische Essays. Sie bildet damit einen intellektuellen Gegenpol zu Goethes Propyläen, die ab 1800 erschienen und die Ideen des Weimarer Klassizismus vertreten, von denen sich Novalis distanziert (vgl. Roberg 2010). Im Athenäum finden sich fast alle der bedeutendsten Werke der Frühphase der Romantik wieder, vor allem von den Brüdern Schlegel selbst sowie von Novalis, unter anderem die oben erwähnten Blüthenstaub-Fragmente und die Hymnen an die Nacht.
Mit 28 Jahren starb Novalis 1801 an Tuberkolose. Sein früher Tod ist ein Grund dafür, dass er als zentraler Stellvertreter der Romantik gelesen wird, denn anders als etwa Friedrich Schlegel konnte Novalis keine Korrektur seiner ‚Jugendsünden‘ vornehmen. Stattdessen ist er gewissermaßen selbst romantisches Fragment geblieben und als Kerntheoretiker sowie -lyriker der Frühromantik in die Rezeption eingegangen (vgl. Roberg 2010).

Literaturangaben


  • Blödorn, Andreas (a): Novalis: Hymnen an die Nacht. In: Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Kindlers Literatur Lexikon (KLL). Stuttgart 2020. (Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1007/978-3-476-05728-0_12655-1)
  • Blödorn, Andreas (b): Novalis: Geistliche Lieder. In: Heinz Ludwig Arnold (Hg): Kindlers Literatur Lexikon (KLL). Stuttgart 2020. (Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1007/978-3-476-05728-0_12656-1)
  • Henschen, Hans-Horst/Blödorn, Andreas: Novalis: Heinrich von Ofterdingen. In: Heinz Ludwig Arnold (Hg): Kindlers Literatur Lexikon (KLL). Stuttgart 2020. (Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1007/978-3-476-05728-0_12659-1)
  • Kluckhohn, Paul: Friedrich von Hardenbergs Entwicklung und Dichtung. In: Ders./ Richard Samuel (Hg.): Novalis. Schriften. Die Werke Friedrich von Hardenbergs in vier Bänden. Erster Band: Das dichterische Werk. Stuttgart 1960 (2. Auflage), S. 1–67.
  • Roberg, Thomas: Novalis (d.i. Georg Philipp Friedrich von Hardenberg). In: Bernd Lutz / Benedikt Jeßing (Hg.): Metzler Lexikon Autoren. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart/Weimar 2010 (4. Auflage), S. 598–600. (SDP-Bibliothek, Signatur A-6 1/42 4.A.)


Ausgaben


  • Novalis. Werke, Tagebücher und Briefe Friedrich von Hardenbergs. Band 1: Das dichterische Werk, Tagebücher und Briefe. Hg. von Richard Samuel. München/Wien 1978. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 1/6:1)
  • Novalis. Werke in einem Band. Hg. von Hans-Dietrich Dahnke und Rudolf Walbiner. München 2022. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 2/5 [Auflage von 1995])


Weiterführende Literatur / Ressourcen


  • Hädecke, Wolfgang: Novalis: Biographie. Darmstadt 2011. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 6/62)
  • Neumann, Peter: Jena 1800 – die Republik der freien Geister. München 2019. (SUB Ausleihbestand)
  • Kurzke, Hermann: Novalis. München 2001. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 6/41 2.A.)
  • Uerlings, Herbert (Hg.): „Blüthenstaub“: Rezeption und Wirkung des Werkes von Novalis. Tübingen 2000. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 8/112)
  • Valk, Thorsten: Novalis: »Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren ...«. Der Dichter als Erlöser. Poetischer Messianismus in einem späten Gedicht des Novalis. In: Olaf Hildebrand (Hg.): Poetologische Lyrik von Klopstock bis Grünbein. Gedichte und Interpretationen. Köln/Weimar/Wien 2003, S. 70-81. (SDP-Bibliothek, Signatur E-3 9/97)
  • Vietta, Silvio: Novalis. Dichter einer neuen Zeit. Würzburg 2021. (SDP-Bibliothek, Signatur V-NO 80 6/65)
  • Internationale Novalis Gesellschaft


Lesedauer


  • Hymnen an die Nacht: ca. 30 Minuten (sechs Prosagedichte, individuelle Lesezeit K.F.)
  • Geistliche Lieder: ca. 12 Minuten (15 Lieder, individuelle Lesezeit K.F.)
  • Heinrich von Ofterdingen: ca. 7 Stunden (ganzes Romanfragment, gelesen von Hans Joachim Schmidt im Schmidt Hörbuchverlag)


Leseprobe


Hymnen an die Nacht (3.)
Einst da ich bittre Thränen vergoß, da in Schmerz aufgelöst meine Hoffnung zerrann, und ich einsam stand am dürren Hügel, der in engen, dunkeln Raum die Gestalt meines Lebens barg – einsam, wie noch kein Einsamer war, von unsäglicher Angst getrieben – kraftlos, nur ein Gedanken des Elends noch. – Wie ich da nach Hülfe umherschaute, vorwärts nicht konnte und rückwärts nicht, und am fliehenden, verlöschten Leben mit unendlicher Sehnsucht hing: – da kam aus blauen Fernen – von den Höhen meiner alten Seligkeit ein Dämmerungsschauer – und mit einemmale riß das Band der Geburt – des Lichtes Fessel. Hin floh die irdische Herrlichkeit und meine Trauer mit ihr – zusammen floß die Wehmuth in eine neue, unergründliche Welt – du Nachtbegeisterung, Schlummer des Himmels kamst über mich – die Gegend hob sich sacht empor; über der Gegend schwebte mein entbundner, neugeborner Geist. Zur Staubwolke wurde der Hügel – durch die Wolke sah ich die verklärten Züge der Geliebten. In ihren Augen ruhte die Ewigkeit – ich faßte ihre Hände, und die Thränen wurden ein funkelndes, unzerreißliches Band. Jahrtausende zogen abwärts in die Ferne, wie Ungewitter. An Ihrem Halse weint ich dem neuen Leben entzückende Thränen. – Es war der erste, einzige Traum – und erst seitdem fühl ich ewigen, unwandelbaren Glauben an den Himmel der Nacht und sein Licht, die Geliebte.


(Zitat: TextGrid Repository (2012). Novalis. Gedichte. Hymnen an die Nacht. 3. [Einst da ich bittre Thränen vergoß]. TextGrid Digitale Bibliothek)

Was finden wir an diesen Gedichten interessant?


Novalis’ Gedichte sind an vielen Stellen unverständlich und können nicht als nette Zwischendurchlektüre konsumiert werden. Man muss ihnen Zeit widmen und sie bewusst verstehen wollen. Am besten spricht man mit anderen über die vielen Finessen und Feinheiten, die sich allein in einzelnen Wörtern, Reimen und Konzepten befinden. Nimmt man sich aber diese Zeit, beeindruckt die Lyrik mit den darin enthaltenen epochalen Ideen: Ganzheitlichkeit der Welt und der darin möglicherweise zu findende Lebenssinn, die Öffnung für das Unsichtbare, die Poetisierung des Alltäglichen und damit die Offenheit, die Welt jeden Tag mit anderen Augen zu sehen.
Seine Begeisterung für die Nacht, den Tod und Träumereien bereiten auch den Weg für die Schwarze Romantik, die romantische Programmatik ins Unheimliche und Gruselige ausdehnt. Für Liebhaber:innen von gothic literature sind seine Gedichte eine Fundgrube: dunkle Bilder, morbide Sehnsucht und eine zarte Ästhetik der Nähe von Sehnsucht und Schauer, kurz: ein Wegbereiter für die Nachtseiten der Romantik.
Beeindruckend ist darüber hinaus, dass Novalis in seiner vielfältigen Tätigkeit zwischen Literatur, Wissenschaft, Philosophie und Industrie kein Element isoliert betrachtet hat, sondern Verbindungen zwischen ihnen zieht und so den Allzusammenhang zwischen allen Dingen sprachlich fasst. Modern würde man vielleicht sagen, dass er die multikausalen und komplexen Zusammenhänge zwischen Mensch, Natur und Mystik/Geist/Religion lyrisch beschreibt und so seine Gedanken immer wieder neue Aktualität entfalten.

Katarina Fiedler (M.A./M.Edu.-Studierende), Désirée Stoll (M.A./M.Edu.-Studierende), Diana Utkulbaeva (M.A.-Studierende)