Lisa Wildeboer

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“Evaluation of discriminant functions for sex determination on permanent teeth of skeletons of known sex”

Das Geschlecht eines Individuums lässt sich auf verschiedene Arten bestimmen. Bei der morphologischen Geschlechtsbestimmung werden verschiedene Merkmale an Becken und Schädel, wie etwa die Ausbildung des Arc composé oder die Ausprägung der Glabella, beurteilt. Die morphologische Geschlechtsbestimmung lässt sich jedoch nicht auf subadulte Individuen anwenden, da sich die geschlechtstypische Ausprägung des Skelettes erst mit Einsetzen der Pubertät ausbildet.
Genetische Methoden zur Geschlechtsdiagnose sind zuverlässig, sind allerdings teurer und erfordern gut erhaltenes Knochen- oder Zahnmaterial, um DNA gewinnen zu können.
Diskriminanzfunktionen, die auf der Erhebung spezifischer Messdaten und deren Verwendung in mathematischen Formeln basieren, können ebenfalls zur Geschlechtsbestimmung herangezogen werden. Auf Zahnmaßen basierende Diskriminanzfunktionen erlauben es dabei, auch das Geschlecht subadulter Individuen zu ermitteln.
Da der erste Dauermolar am Ende des Infans I und Beginn des Infans II durchbricht, funktionieren Diskriminanzfunktionen, die an erwachsenen Individuen entwickelt wurden, auch für Kinder der Altersstufen Infans II und Juvenis.
Ein Vorteil von Zähnen ist ihre Haltbarkeit: als härtestes Material im menschlichen Körper sind sie häufig auch dann gut erhalten, wenn das restliche Skelett zu stark degradiert für Untersuchungen ist.
Das Ziel dieser Masterarbeit ist es, verschiedene Diskriminanzfunktionen zu überprüfen, indem sie auf geschlechtsbekannte Individuen verschiedener Skelettserien angewendet werden. Diese Untersuchungen werden zeigen, ob Diskriminanzfunktionen, die für spezifische Populationen entwickelt wurden, mit einer vergleichbaren Bestimmungssicherheit auf andere Populationen übertragbar sind.