Zur Person

Lebenslauf

Monika Oberle ist seit Oktober 2011 Professorin (bis 10/2014 als Juniorprofessorin) für Politikwissenschaft/ Didaktik der Politik an der Universität Göttingen. Sie hat in Marburg, London und Berlin Politikwissenschaft studiert (Diplom am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin) und war 2006-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Politikwissenschaft und ihre Didaktik der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, wo sie auch promoviert hat (2011, Politisches Wissen über die Europäische Union. Subjektive und objektive Politikkenntnisse von Jugendlichen, Springer VS). An der Università Per Stranieri di Perugia, Italien, studierte sie außerdem die italienische Sprache und Kultur. Sie war über viele Jahre in der außerschulischen, überparteilichen politischen Bildung (Zielgruppen: Schüler*innen und junge Erwachsene) als Seminarleiterin und Referentin tätig.

Ämter in außeruniversitären Gremien (Auswahl)

Monika Oberle wurde 2018 in den wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) berufen. Sie ist außerdem seit 2018 Beiratsmitglied der Stiftung Adam von Trott, Imshausen.

2016-2021: Sprecherin der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung (GPJE)
2017-2021: Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF)
2012-18: Mitglied des Sprecherkreises (2013-16 Sprecherin) der Sektion Politikwissenschaft und Politische Bildung in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW)
2015-16: Vorstandsmitglied der DVPW
2012-16: Schatzmeisterin der GPJE

Weitere Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Organisationen:



Gremienarbeit an der Universität Göttingen (Auswahl):

seit 03/2015 Vorsitzende der Gleichstellungskommission der Sozialwissenschaftlichen Fakultät
seit 02/2014 Stellv. Vorsitzende der Prüfungskommission Master of Education
seit 11/2011 Vorstandsmitglied des Instituts für Politikwissenschaft
2014-2017 Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Politikwissenschaft
2015-2017 Mitglied des Fakultätsrats (2013-15, 2017-19, seit 2021: stellv. Mitglied)
seit 04/2021 Vorsitzende des internen Beirats des Netzwerks Lehrkräftefortbildung

Arbeitsschwerpunkte

Der Arbeitsbereich Politikwissenschaft/ Didaktik der Politik widmet sich der systematischen empirischen Erforschung unterschiedlicher Faktoren von Lehr-Lern-Prozessen der politischen Bildung. Fokussiert werden politische Kompetenzen, ihre Entwicklung und deren Bedingungen bei Schüler*innen (bzw. Lernenden der außerschulischen politischen Bildung) und Lehrpersonen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der politischen EU-Bildung. Weitere Arbeitsschwerpunkte sind derzeit u.a. (analoge und digitale) Planspiele in der politischen Bildung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und politische Medienbildung.



Forschungsprojekte:

  • Monika Oberle ist Mitglied der Leitungsgruppe des vom BMBF in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung geförderten Schlözer Programm Lehrerbildung und kooperiert dort in interdisziplinären Projekten zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Fächerübergreifendem Unterrichten im Fach Gesellschaftslehre sowie Diversitätssensiblem Politikunterricht mit Göttinger Kolleg*innen. Von 02/2018 bis 06/2019 hatte sie die Gesamtprojektleitung des SPL inne. [Laufzeit II. Förderphase: 07/2019-12/2023; I. Förderphase: 01/2016-06/2019]

  • Das Jean Monnet Projekt „Junge Menschen erreichbar machen mit politischer Europabildung“ (JUMPER) widmet sich bisher von politischer Bildung wenig erreichten Jugendlichen. Dabei wird ein zielgruppenspezifischer Workshop entwickelt, um EU-bezogene politische Kompetenzen dieser Jugendlichen zu fördern. Die Workshops werden an beruflichen Schulen durchgeführt, systematisch begleitend beforscht und die Elemente des Workshops dabei evidenzbasiert weiterentwickelt. Außerdem werden Multiplikatorenfortbildungen angeboten und evaluiert sowie eine Abschlusstagung zu politischer Europabildung für wenig erreichte Zielgruppen ausgerichtet. [Gefördert durch die Europäische Union im Programm ERASMUS+; Projekthomepage; Laufzeit 09/2019-07/2021]

  • 01.07.2020 - 31.03.2021: Interimsleitung der vom BMFSFJ im Programm "Demokratie leben!" geförderten Bundesfachstelle Linke Militanz, die auch als Kompetenzzentrum Linker Extremismus fungiert. Projekthomepage

  • Evaluation Erstwählerkampagne der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg anlässlich der Kommunalwahlen 2019. 40 Veranstaltungen in sieben verschiedenen Formaten wurden mit einer längsschnittlich angelegten Teilnehmendenbefragung begleitend beforscht; Erhebung der Veranstaltungsbewertung sowie Erfassung von Veränderungen politischer Dispositionen. Standardisierte Fragebögen, zwei bzw. drei Messzeitpunkte, N= 841 (Follow-Up-Sample n= 191). [Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg; Projektlaufzeit: 01/2019-11/2019].

  • In Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut/ Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (Prof. Dr. Eckhardt Fuchs) untersuchte die produkt- und wirkungsorientierte Studie "Schulbücher als Vermittler der Europäischen Integration? Eine Studie zum politischen Fachunterricht" zum einen die Darstellung der Europäischen Union in Schulbüchern der Sekundarstufen (2004-2014, deutschlandweit), zum anderen den Einsatz von Schulbüchern bei der EU-Vermittlung im aktuellen politischen Fachunterricht in Niedersachsen. 2 Promotionsstellen, gefördert durch das MWK Niedersachsen im Programm PRO*Niedersachsen, Projekthomepage, Fachtagung. [Laufzeit: 09/2013-08/2016]

  • In mehreren Teilstudien werden aktuell die Wirkungen und Gelingensbedingungen analoger und digitaler Planspiele zur Europäischen Union (Sekundarstufen allgemeinbildender Schulen) untersucht.

  • Das Jean Monnet Projekt "Planspiele zur handlungsorientierten EU-Vermittlung in der Primarstufe" untersuchte Wirkungen und Gelingensbedingungen von europapolitischen Planspielen in der 4. Grundschulklasse (PEP-Projekt; gefördert durch die Europäische Union in Erasmus+; Projekthomepage; Fachtagung). [Laufzeit: 09/2015-08/2016]

  • Ein Forschungsprojekt zum Thema Gender und politische Bildung fokussiert geschlechtsspezifische Kompetenzunterschiede bei Schüler*innen unter besonderer Berücksichtigung der politikbezogenen Selbstbilder (1 Promotionsprojekt).

  • Eine Nachfolgestudie zur WEUS-Studie erforschte EU-bezogene Kenntnisse, Einstellungen, Motivationen und Handlungsbereitschaften von Schüler*innen der Sekundarstufen, unter Berücksichtigung von Fachunterricht und Fachlehrkräften (WEUS-II).

  • Im Jean Monnet Projekt "Politiklehrerfortbildung zur nachhaltigen Vermittlung Europäischer Bürgerschaftskompetenzen" wurden deutschlandweit Fachlehrerfortbildungen zur politischen EU-Bildung durchgeführt und begleitend beforscht (PEB-Projekt, gefördert durch die Europäische Union im Programm für Lebenslanges Lernen; Projekthomepage). [Laufzeit: 09/2012-08/2013]

  • In einem Kooperationsprojekt mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (Prof. Dr. Georg Weißeno, Dr. Eva Weschenfelder) wurden professionelle Kompetenzen angehender und praktizierender Politiklehrkräfte untersucht (PKP-Studie; Laufzeit 2010-2014).