Projekte

Audioguide Göttingen (FOLL-Projekt)

Laufzeit April bis November 2019
Das religionswissenschaftliche Projekt "Religionen in Göttingen" startete im April 2019 und zielte auf die Erarbeitung von Audioguides zu ausgewählten religiösen Orten und Gruppen in Göttingen.
Im Zuge des Seminars "Audioguide-Projekt 'Religionen in Göttingen'" wurde bis November 2019, unter der Betreuung von Mehmet Kalender, M.A. und Prof. Dr. Nagel, an dem Projekt gearbeitet.
Das Ergebnis sind sechs, ca. fünf Minuten lange, Clips zu fünf religiösen Orten und Gruppen in Göttingen. Quasi ein "Hörspaziergang" durch die Göttinger Stadt, zu hören auf der Webseite des Instituts für Soziologie. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es hier.


Kopfhöhrer



Modellbau: „Templo Mayor“ – der aztekische Haupttempel

Laufzeit WiSe 2017/18
Die Rekonstruktion des ca. 60 m hohen Doppeltempels aus Tenochtitlan, der imperialen Metropole des aztekischen Reiches (im heutigen Zentrum von Mexiko Stadt) wurde zusammen mit Studierenden im Rahmen eines religionswissenschaftlichen Seminars zur aztekischen Religionskultur angefertigt. Dem war eine gemeinsame Exkursion nach Mexiko im WS 2018/19 zur genaueren Besichtigung aztekischer Bauwerke aus der vorspanischen Zeit vorausgegangen.

Die archäologischen Relikte der unteren (also früheren) Ausbaustaufen des Tempels, der in der Blütephase des aztekischen Imperiums mehrfach überbaut und vergrößert worden war, sind erst 1978–82 zufällig entdeckt und dann umgehend ausgegraben worden. Das hier ausgestellte Modell wurde auf der Basis dieser archäologischen Befunde und verschiedener bildlicher Darstellungen in frühkolonialzeitlichen Codizes möglichst detailgenau rekonstruiert.

Das Tempelgebäude rechts war dem Kriegs- und ‚Stammesgott’ Huitzilopochtli gewidmet, der zugleich Aspekte der Sonne verkörperte, das linke beherbergte Tlaloc, den für jegliche Fruchtbarkeit wichtigen Regengott der Azteken.

Auf dem Opferstein rechts vor dem Huitzilopochtli-Schrein wurden rituelle Tötun-gen durchgeführt (insbesondere Herzopfer zur Ernährung der Sonne). Die rituell Getöteten wurden dann die Treppen hinabgeworfen, wo sie auf dem Basaltrelief der Mondgöttin Coyolxauhqui aufschlugen – eine nachahmende Wiederaufführung des paradigmatischen Mythos von Huitzilopochtlis Sieg über seine Schwester, die Mondgöttin, die er einst am „Schlangenberg“ tötete. Die vielen Schlangen und Schlangenköpfe erweisen den Tempelberg als eine bauliche Repräsentation dieses mythischen Ortes und Geschehens. – Vorne links (unten) ist das erst vor kurzem entdeckte Relief der Erdgottheit Tlaltecuhtli sichtbar.

Den nachgebauten Tempel könnt ihr im 2.OG des Theologicums, direkt gegenüber der Treppe besichtigen.