Juristische Fakultät

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Wiederberufung in den Deutschen Ethikrat

Lipp


Der Präsident des Deutschen Bundestags hat Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Lipp, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Medizinrecht und Rechtsvergleichung an der Georg-August-Universität Göttingen, nach seiner ersten Amtszeit erneut zum Mitglied des Deutschen Ethikrates berufen. Er gehört damit für weitere vier Jahre zum engsten Kreis der wissenschaftlichen Berater von Bundesregierung und Bundestag in ethischen Grundsatzfragen.
Der Deutsche Ethikrat befasst sich insbesondere mit den ethischen und rechtlichen Folgen der modernen Lebenswissenschaften sowie aktuellen Fragestellungen in der Medizin und im Gesundheitswesen. Dazu erarbeitet der Deutsche Ethikrat Stellungnahmen und Empfehlungen für das politische und gesetzgeberische Handeln. In den letzten Jahren hat der Deutsche Ethikrat zum Beispiel Empfehlungen zu Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie, der Pflege und der Kinder- und Jugendhilfe, zum Einsatz von Robotik in der Pflege, zur Impfpflicht bei Masern und zu Interventionen in die menschliche Keimbahn vorgelegt. Hochaktuell sind seine jüngsten Empfehlungen zur Corona-Krise. Dem Deutschen Ethikrat gehören 26 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Recht, Medizin, Naturwissenschaften, Theologie und Philosophie an. Die Mitglieder des Ethikrats üben ihr Amt unabhängig aus. Ihre Aufgaben sind im Ethikratgesetz (EthRG) geregelt.

Die Fakultät gratuliert herzlich zur zweiten Amtszeit!

Pressemitteilung der Universität


Institut für Landwirtschaftsrecht – Rentenbank setzt Förderung fort

Landwirtschafts

Das Institut für Landwirtschaftsrecht wird im Jahr 2020/2021 weiter durch die landwirtschaftliche Rentenbank gefördert. Eingebettet ist die Zusage in einen Rahmenvertrag, der Ende letzten Jahres bei einem Besuch von Frau Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne (Vizepräsidentin für Internationales), Frau Dr. Valerie Schüller (Vizepräsidentin für Finanzen und Personal) und Herrn Prof. Dr. José Martínez in Frankfurt unterzeichnet wurde. Für die landwirtschaftliche Rentenbank unterzeichnete ihr Vorstandssprecher Herr Dr. Horst Reinhardt. Gefördert wird auch das Forschungsprojekt „Landwirtschaftliche Förderbanken in Deutschland und Europa - Rechtliche Strukturen eines gemeinsamen europäischen Wertes“. Damit setzt die landwirtschaftliche Rentenbank ihr seit 1962 bestehendes Engagement an der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität fort. Das Institut für Landwirtschaft ist bundesweit das einzige Universitätsinstitut zum Agrarrecht und beschäftigt sich unter anderem mit Rechtsfragen der Digitalisierung in der Landwirtschaft, dem Tierschutz und dem europäischen Agrarrecht. Geleitet wird es von Herrn Prof. Dr. José Martinez, der zugleich Inhaber der Stiftungsprofessur für Agrarecht und Öffentliches Recht ist.

Die Fakultät gratuliert zu dieser hohen Anerkennung der wissenschaftlichen Leistung des Instituts und seiner Mitglieder!

Landwirtschaftliche Rentenbank

Institut für Landwirtschaftsrecht


Starkes Göttinger Heimspiel beim Jessup Moot Court

Jessup 2020 klein

Bei der Anfang März 2020 in Göttingen stattfindenden deutschen Auswahlrunde des Philip C. Jessup International Law Moot Court-Wettbewerbs legte das Göttinger Team einen starken Auftritt hin. Als zweitbestes Team der Vorrunde gelang der Einzug ins Viertelfinale dieses weltweit von knapp 700 Universitäten bestrittenen Völkerrechtswettbewerbs. Nach einer äußerst knappen Entscheidung musste sich das Göttinger Team zwar dem späteren Finalisten und Vorjahressieger von der Berliner Hertie School geschlagen geben. Allerdings gelang es dem Göttinger Jakob Wagner-Douglas, als zweitbester Redner des Turniers mit dem Best Oralist Runner-Up Award ausgezeichnet zu werden. Darüber hinaus konnte jedes unserer Teammitglieder während der Plädoyers exzellente Einzelwertungen erzielen.
Seit dem Sommer letzten Jahres hatten sich die Göttinger Studierenden Elena Ben Salem, Ronja Böhme, Elric Erichsmeier, Jesko Gerken und Jakob-Wagner-Douglas als Teilnehmer und Caroline Lichuma und Timo Albrecht als Coaches intensiv mit den vielschichtigen völkerrechtlichen Problemen des fiktiven Falles vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag auseinandergesetzt. Dies erfolgte zunächst durch das Ausarbeiten von Schriftsätzen und abschließend mit einer intensiven rhetorischen Vorbereitung auf die nun in Göttingen gehaltenen Plädoyers.
Die Richterbank war prominent besetzt, u.a. nahmen die österreichische Richterin am EGMR Gabriele Kucsko-Stadlmayer und der dortige britische Richter Tim Eicke teil. Den beiden Göttinger National Administrators Konstantin Gast und Nils Schlüter mitsamt ihrem Team gebührt ebenfalls große Anerkennung für die reibungslose Ausrichtung dieser „National Rounds“, an denen 17 Hochschul-Teams aus ganz Deutschland teilnahmen. Verdienter Sieger des Finales in der Paulinerkirche wurde die Bucerius Law School. Dass die Finalrunde in Washington D.C. wegen der Corona-Epidemie ausfallen musste, ändert nichts an der grandiosen Leistung.
Für die im Frühsommer startende Bewerbungsphase freut sich das Institut für Völkerrecht und Europarecht auf motivierte und engagierte Teammitglieder!

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