Sozialwissenschaftliche Fakultät

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DFG-Projekt: Mehrgenerationenforschung zu Verfolgungserfahrungen von NS-Opfern startet

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In dem für drei Jahre geförderten Projekt stehen die Nachkommen jener Menschen im Fokus, die aufgrund sozialrassistischer Kategorisierungen als „Gemeinschaftsfremde“ oder „Staatsfeinde“ der sogenannten NS-Volksgemeinschaft verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Dazu zählen „Berufsverbrecher“, aber auch "Homosexuelle" sowie Deserteure und Zeugen Jehovas. Ihre Erfahrungen wurden nicht Teil des deutschen und österreichischen kollektiven Gedächtnisses und blieben im öffentlichen Gedenken unsichtbar. Vor diesem Hintergrund und auf Basis biographisch-narrativer Interviews, Familiengesprächen und Diskursanalysen fragt die geplante Mehrgenerationenforschung nach den Auswirkungen von gesellschaftlicher Stigmatisierung und Unsichtbarkeit nach 1945 auf die intergenerationalen und biografischen Handlungs- und Erinnerungsstrukturen der Nachkommen und zielt auf einen Vergleich dieser Strukturen ab.

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DFG verlängert Förderung von Mollenhauer-Verbundprojekt

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Klaus Mollenhauer (1928-1998) gilt als einer der bedeutendsten und prominentesten deutschen Erziehungswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Aktuell ist eine internationale Rezeption des Spätwerks zu beobachten, während hierzulande seine Schriften teils nur noch antiquarische, teils verstreut aufzufinden sind. Dieses Desiderat soll durch eine textkritische und kommentierte Edition der Schriften Klaus Mollenhauers behoben werden. Dazu verlängert die Deutsche Forschungsgesellschaft um weitere drei Jahre das Verbundprojekt.
Unter der Gesamtleitung des Instituts für Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Allgemeine und Historische Erziehungswissenschaft der Georg-August-Universität wird die Edition der Schriften von Arbeitsgruppen an drei Standorten besorgt und im Internetportal „Klaus Mollenhauer Gesamtausgabe – KMG“ erfolgen.

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Neues Projekt zur Förderung evidenzbasierten Argumentierens in der Lehrer*innenbildung

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Zum 1.4.2021 startet am Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung ein neues Projekt zur Förderung evidenzbasierten Argumentierens in der Lehrer*innenbildung.
Das Projekt ‚DALIE – Daten lesen, interpretieren und evidenzbasiert argumentieren lernen‘ verfolgt das Ziel, ein innovatives e-Inverted-Classroom-Modell (e-ICM) zu entwickeln, mit dem die forschungsmethodischen Kompetenzen von Lehramtsstudierenden praxis- und anwendungsorientiert gefördert werden. Gegenstand des Innovationsvorhaben ist die Entwicklung eines neuen Wahlpflichtangebotes im Master of Education, in dessen Zentrum ein digitaler e-Workshop steht, in dem die Studierenden quantitativ-empirische forschungsmethodische Kompetenzen erwerben. Flankiert wird dieser e-Workshop durch ein begleitendes e-Tutorium sowie einen e-Lecture-Kurs. Thematisch stehen in den Lehrangeboten Fragen zu computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Schüler*innen sowie den (außer-)schulischen Rahmenbedingungen des Erwerbs dieser Kompetenzen im Vordergrund.
Das Lehrentwicklungsprojekt wird gefördert durch das Programm „Innovative Lehr- Lernkonzepte: Innovation plus“ des MWK Niedersachsen und von Prof. Dr. Ariane S. Willems geleitet.

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