Gebärdensprache in Göttingen

Teilprojekt: Atlas


Das Teilprojekt "Atlas" hat das Ziel eine interaktive Weltkarte zu erstellen, die alle bislang untersuchten Gebärdensprachen der Welt und ihre grammatischen Eigenschaften aufzeigt. Neben den westlichen und bislang gut untersuchten Gebärdensprachen - wie bspw. der Amerikanischen, der Deutschen, der Französischen oder der Israelischen Gebärdensprache - gibt es auch weniger detailliert untersuchte Gebärdensprachen, so z.B. die Inuit Gebärdensprache im Norden Kanadas. Gebärdensprachforscher auf der ganzen Welt untersuchen die jeweiligen Gebärdensprachen und entdecken spannende linguistische Phänomene. Die Bandbreite reicht von Grundlagenforschung wie "Wortordnung im Satz" bis zu den Funktionen von nichtmanueller Komponenten, oder den Verwandtschaftsbeziehungen zwischen einzelnen Gebärdensprachen. Beide Komponenten - die Gebärdensprachen der Welt und ihre untersuchten grammatischen Phänomene - sollen im Atlas visuell zusammenfließen. Man wird also einerseits einen Überblick über die Gebärdensprachen und ihre linguistischen Eigenschaften bekommen. Andererseits kann man etwas über die einzelnen grammatischen Phänomene erfahren, da diese einführend erläutert und mit den jeweiligen Gebärdensprachen in Zusammenhang gebracht werden. Dieser interaktive Gebärdensprach-Atlas wird natürlich allen Interessierten online zugänglich gemacht und soll auch nach Ende des Projektes "Sign-Hub" weiter wachsen.