Aktuelles





Der neue DGS-Kalender für 2023
Kalender 2023Auch für das Jahr 2023 haben sich Thomas Finkbeiner und Nina-Kristin Pendzich wieder jede Menge neue Inhalte für den Kalender zur Deutschen Gebärdensprache überlegt. Die Blätter des Abreißkalenders bieten einen abwechslungsreichen Mix aus Informationen, Tipps und Übungen zu den fünf Themenrubriken Wortschatz, Grammatik, Gesprächssituation, Kultur und Wussten Sie schon …?. Im Mittelpunkt des Kalenders stehen über 950 Fotos von Gebärden, die mit 13 tauben Personen und einem Coda aufgenommen wurden, ergänzt durch zahlreiche Fotos von Handformen der Gebärden in Großansicht. Zudem hat die taube Illustratorin Jana Haring mehrere Zeichnungen angefertigt. Für ein besseres Verständnis sind alle Gebärden mit Pfeilen für die Bewegung versehen. Darüber hinaus können mehrere gebärdete Übungsvideos über QR-Codes und Links abgerufen werden. Der Kalender kann direkt beim Helmut Buske Verlag und in jedem Buchhandel bestellt werden.



Informationsvideo zum interdisziplinären Projekt „Daten Lesen Lernen für Alle“ (DaLeLe4All)




Die soziale Lage tauber Menschen - Buchpräsentation an der Universität Göttingen
SLDC_16Am 3. November 2022 um 18 Uhr stellen Anna Folchi und Sara Trovato ihr neues Buch mit dem Titel „Die soziale Lage tauber Menschen – Die Geschichte einer Frau und einer hörenden Gesellschaft“ vor. In dem Buch geht es um das Leben von tauben Menschen anhand der Autobiografie einer tauben Frau in Italien und wissenschaftlichen Essays. Im Mittelpunkt des Vortrags mit dem Titel “Taube Männer, hörende Männer, taube Frauen, hörende Frauen“ stehen die Bildung und die berufliche Situation tauber Menschen in Europa. Weitere Informationen finden Sie hier





Workshop zum Thema visuelle Kommunikation und Gebärdensprachen auf der 53. NELS-Konferenz in Göttingen
NELS LogoAuf der 53. Konferenz der North Eastern Linguistic Society (NELS), die gemeinsam mit dem Graduiertenkolleg 2636 "Form-meaning mismatches" organisiert und Mitte Januar in Göttingen stattfinden wird, wird es auch einen Workshop "Visual Communication and Sign Languages" geben. Dieser Workshop wird gemeinsam mit dem neuen Schwerpunktprogramm 2329 "Visual Communication (Vicom)" organisiert. Es ist uns gelungen, für diesen Workshop Diane Brentari von der University of Chicago als Plenarvortragende zu gewinnen. Weitere Informationen zur Konferenz und den Call for Papers finden Sie hier.


Marloes Oomen unterrichtet auf der diesjährigen Göttingen Summer School in Linguistics 7
LinGDie 7. Göttinger linguistische Sommerschule Ende September ist dem Thema Korpus mit einem Schwerpunkt in der Annotation und Analyse von Daten gewidmet. Neben interessanten Kursen zu vielen grundlegenden und angewandten Aspekten wird es auch einen Kurs von Marloes Oomen aus Amsterdam zur Nutzung von gebärdensprachlichen Korpora für linguistische Analysen geben. Weitere Informationen zur Sommerschule gibt es hier.


Erster ViCom Workshop zum Thema Datenmanagement und Datenschutz
vicom_logoVom 18. bis zum 20. Juli 2022 fand in Königstein im Taunus der erste Workshop unseres neuen Schwerpunktprogramms Visuelle Kommunikation (ViCom) zum Thema Datenmanagement und Datenschutz statt. In den drei Tagen hat sich das ViCom Datennetzwerk ausführlich damit beschäftigt, wie ein nachhaltiges und transparentes Datenmanagement im Bereich multimodaler Daten organisiert werden kann. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen zu Metadaten, Datenschutz, Ethik, Annotation und Anonymisierung. Weitere Informationen zum Schwerpunktprogramm finden Sie hier.


Thomas hat das neue Forum Wissen besucht und ein kurzes Video gedreht




Das Sign Team war wieder auf der Nacht des Wissens vertreten
NDW1 NDW2 Am Samstag, den 9. Juli 2022 war das Gebärdensprachlabor zusammen mit dem Graduiertenkolleg 2626 "Form-meaning Mismatches" mit zahlreichen Angeboten für Jung und Alt auf der 5. Nacht des Wissens vertreten. Neben den üblichen DGS-Schnupperkursen konnten die Besucher*innen das Glücksrad des Fingeralphabets und ein Gebärdensprachpuzzle spielen. Außerdem wurden die barrierefreien Lehrvideos "Daten Lesen Lernen (DaLeLe4ALL)" vorgestellt, die unter Beteiligung des SignLabs im letzten Jahr erstellt wurden. Wie in den letzten Jahren war auch in diesem Jahr unser Stand sehr gut besucht. Die drei Schnupperkurse waren ebenfalls komplett ausgebucht.



Das Gebärdensprachlabor gibt die neue inklusive bimodal-bilinguale Buchreihe „Deutsche Gebärdensprache und Deaf Communities“ im Buske Verlag heraus
Reihe BuskeDie erste bimodal-bilinguale Buchreihe in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und deutscher Schriftsprache setzt neue Standards. Alle Bände dieser neuen Reihe sind in deutscher Schriftsprache leicht verständlich verfasst und beinhalten Videos zu den Inhalten in DGS abrufbar über QR-Codes und Internetlinks. Die Bände der von Thomas Finkbeiner und Nina-Kristin Pendzich herausgegebenen Reihe werden umfassende Einblicke in die Sprache und Kultur tauber Menschen in Deutschland geben. Die Inhalte werden durch zahlreiche Gebärdenbeispiele in Form von Fotos und Videos ergänzt. Maßgebend ist in allen Bänden die Perspektive tauber Expertinnen und Experten, zudem werden sie entweder von tauben Autorinnen und Autoren oder von Teams aus tauben und hörenden Autorinnen und Autoren verfasst. Die Buchreihe ist konzipiert als ein gelungenes Beispiel für partizipative Wissenschaft und Wissenstransfer. Der erste Band "100 Fragen und Antworten rund um die Deutsche Gebärdensprache" wird von Thomas Finkbeiner, Liona Paulus und Nina-Kristin Pendzich verfasst. Weitere Informationen zur Buchreihe gibt es hier.


Wir suchen Teilnehmer*innen für eine neue fMRT-Studie zur Verarbeitung von Gebärdensprache
fmrt_leipzigWir, eine Gruppe aus hörenden und tauben Wissenschaftler*innen vom MPI Leipzig und der Universität Göttingen suchen taube Personen ab 18 Jahren, die die Deutsche Gebärdensprache (DGS) schon früh in der Kindheit erworben haben und gewöhnlich DGS zur Kommunikation im Alltag verwenden. Wir untersuchen mit neurowissenschaftlichen Methoden wie das Gehirn die DGS verarbeitet. Bei unserer Studie kommt die nicht-invasive funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) zum Einsatz. Weitere Informationen (auch in DGS) finden Sie hier.

Gastvortrag von Hanna Jaeger im Gebärdentreff
Vortrag JaegerAm 14. Juni 2022 hat Hanna Jaeger im Gebärdentreff einen Vortrag zum Thema "Das Öl fehlt: empirische Perspektiven auf 'authentische DGS'" halten. Sie ging in ihrem Vortrag der Frage nach, was mit der Aussage "Die Person da vorne - die gebärdet sehr authentisch" genau gemeint ist? Hanna hat dabei neuere empirische Studien vorgestellt, die zeigen, dass der Begriff "authentische DGS" sehr komplex ist. Dabei wird oft ein Gefühl beschrieben, das sowohl von sprachlichen als auch sozialen Faktoren beeinflusst wird. Im Anschluss an den Vortrag gab es eine rege Diskussion. Der Vortrag wurde von zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Vier Projektanträge aus Göttingen waren im neuen DFG Schwerpunktprogramm „Visual Communication (ViCom)“ erfolgreich
vicom_logoIn der ersten Phase des DFG Schwerpunktprogramms „Visual Communication (ViCom)“ werden ab September 2022 vier an der Universität und der Universitätsmedizin Göttingen angesiedelte Projekte gefördert. Die vier thematisch breit angelegten Projekte sind (i) Lying, deceiving, misleading: are we committed to our gestures? (Mailin Antomo, SDP) (ii) Processes of stabilization in gestures. A media-specific and cross-modal approach (Silva Ladewig, SDP), (iii) Parts of speech and iconicity in German Sign Language (DGS) (Nina-Kristin Pendzich und Markus Steinbach, beide SDP, sowie Emiliano Zaccarella, MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig) und (iv) Multimodal assessment of dyadic interaction in disorders of social interaction (Martin Schulte-Rüther, UMG). Wir freuen uns schon sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit im Bereich der visuellen Kommunikation. Weitere Informationen zum Schwerpunktprogramm hier.

Neuer Band in unserer Reihe Sign Languages und Deaf Communities (SLDC)
SLDC_16Dieses Buch untersucht die soziale Situation von tauben Menschen, erzählt durch die Autobiographie einer tauben Frau in Italien sowie einer Reihe von begleitenden Essays, die untersuchen, wie sich hörende Gesellschaften gegenüber tauben Menschen verhalten. Michel Foucault beschrieb die Mächtigen als die Betrachter, die nicht gesehen werden. Deshalb ist die Perspektive einer tauben Frau wichtig: Minderheiten, von denen wir nicht einmal ahnen, dass wir Macht über sie haben, beobachten uns ihrerseits. Mehrheiten üben Macht über Minderheiten aus, indem sie das Umfeld und die Institutionen beeinflussen, und so das Leben vereinfachen oder behindern: Sprache, Denkweisen, Repräsentationen, Normen oder die Ausübung von beruflicher Macht. Auf der Grundlage von Eurostat-Daten bietet dieser Band die erste Diskussion von Statistiken über die Situation von tauben Menschen in einer Reihe von europäischen Ländern bezüglich Bildung, Arbeit und Geschlecht. Dies schafft eine neue Möglichkeit, Ungleichheiten auf der Grundlage von aktuellen statistischen Daten zu beschreiben. Die Fallstudien in diesem Band rekonstruieren unsagbare Momente großen Fortschritts in der Geschichte tauber Menschen, didaktische Fortschritte zur Förderung der (bimodalen) Mehrsprachigkeit sowie Gründe, warum die Stärkung tauber Menschen erfolgreich war oder nicht. Die Stärkung von Minderheiten ist dann wirksam, wenn sie auf zwei Ebenen wirkt: auf der Ebene der zu stärkenden Gemeinschaft und auf der Ebene der Gesellschaft insgesamt, was zu einer Veränderung der gesamten Gesellschaft führt. Dieses Buch bietet Instrumente, um auf einen solchen Wandel hinzuarbeiten.

Gastvortrag zu Gebärdensprache am Seminar für Slavische Philologie
Anastasia BauerAm 25. Mai 2022 wird Dr. Anastasia Bauer vom Institut für Deutsche Gebärdensprache der Universität Hamburg und vom Institut für Linguistik der Universität zu Köln einen Gastvortrag im Kolloquium der Slavischen Linguistik zum Thema "Zum Ursprung der Mundbilder in der Russischen Gebärdensprache: ein komplexes Zusammenspiel von Gebärden-, Laut- und Schriftsprache" halten. Der auf Deutsche gehaltene Vortrag beginnt um 18.15 Uhr und wird von zwei Gebärdensprachdolmetscherinnen in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt.




Rehana Omardeen hat ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt
Verteidigung RehanaEnde April hat Rehana ihre Doktorarbeit erfolgreich verteidigt. Im Mittelpunkt ihres Projekts steht die Providence Island Sign Language, eine Gebärdensprache, die von einer sehr kleinen Gemeinschaft auf einer kleinen Insel in der Karibik verwendet wird. Rehana hat die kommunikative Interaktion zwischen Signer*innen am Beispiel der Einführung neuer Diskursreferenten und der Verwendung verschiedener Arten von Reparaturstrategien zur Lösung kommunikativer Missverständnissen untersucht. Die Doktorarbeit ist Teil eines breit angelegten Dokumentationsprojekts zu dieser besonderen bedrohten Gebärdensprache. Die online durchgeführte Verteidigung war ein großer Erfolg - Rehana hat alle Fragen mit Bravour beantwortet. Den Gänselieselkuss werden wir zusammen mit einem öffentlichen Vortrag zu den wichtigsten Ergebnissen der Doktorarbeit im Spätsommer nachholen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem großen Erfolg!


Visuelle Kommunikation - Workshop auf der diesjährigen Jahrestagung der DGfS
dgfs_vicom_2022Der vom Sign-Team Göttingen gemeinsam mit Kolleg*innen der Universität Göttingen und der Universität Frankfurt/Main auf der 44. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) in Tübingen organisierte Workshop war ein sehr großer Erfolg. Bis zu 80 Teilnehmer*innen besuchten den dreitägigen Workshop zum Thema "Visual Communication. New Theoretical and Empirical Developments". Wir bedanken uns bei allen Vortragenden und Teilnehmer*innen für die spannenden Präsentationen und interessanten Diskussionen und freuen uns über zukünftige Diskussionen dieses in der linguistischen Forschung hochaktuellen Themas. Weitere Informationen und PDFs vieler Präsentationen finden Sie hier.

Die ersten barrierefreien Lehrvideos "Daten Lesen Lernen (DaLeLe4ALL)" sind nun unter Wissenstransfer verfügbar



Teilnehmer*innen für eine Online-Studie zu DGS gesucht
Wir, eine Gruppe aus hörenden und tauben Wissenschaftler*innen vom MPI Leipzig und der Georg-August-Universität Göttingen, suchen taube Personen ab 18 Jahren, die gewöhnlich die Deutsche Gebärdensprache (DGS) zur Kommunikation im Alltag verwenden. Unsere Online-Studie untersucht die Grammatik der DGS in einem Experiment. Sie können bequem von zu Hause teilnehmen. Alles, was Sie benötigen, ist ein Computer (PC/Mac oder Laptop) mit einer Tastatur und Internetverbindung. Die Teilnahme dauert ca. 30 Minuten. Mehr Informationen finden Sie hier. Den Flyer zu der Studie
gibt es hier.

Workshop zum Thema Visuelle Kommunikation auf der DGfS-Jahrestagung
vicom_logoDas Sign-Team Göttingen organisiert mit dem Seminar für Englische Philologie der Universität Göttingen und dem Institut für Linguistik der Universität Frankfurt am Main einen interdisziplinären Workshop auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft. Der Workshop befasst sich mit theoretischen, empirischen und angewandten Aspekten von visueller Kommunikation mit einem besonderen Schwerpunkt auf sprachbegleitender Gestik und Gebärdensprache. Konferenzsprachen sind Englisch und ASL/International Sign. Das Programm und weitere Informationen finden Sie hier.

Online-Podiumsdiskussion: Barrierefreiheit in der Wissenschaft, 27. Januar von 14:30-16:30
Das DFG-Netzwerk Gehörlosengeschichte veranstaltet am 27. Januar von 14:30-16:30 eine öffentliche Online-Podiumsdiskussion zum Thema Barrierefreiheit in der Wissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es diskutieren:
- Prof. Sabine Fries, Studiengangsleitung Gebärdensprachdolmetschen der Hochschule Landshut
- Juliane Wenke, Doktorandin am historisches Seminar der Universität Erfurt
- Lela Finkbeiner, Masterstudierende kritische Diversity und Community Studies (Kridico), Alice Salomon Hochschule Berlin, Aktivistin, Autorin und freiberufliche Dozentin für Diversity und Community Studies
- Prof. Christiane Hohenstein, Interkulturalität und Sprachdiversität, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
- Georg Marsh, Abteilung 'Gehörlos und schwerhörig erfolgreich studieren', Teaching Support Centers der TU Wien
- Dr. Susanne Knoop, Direktorin der Gruppe Chancengleichheit, Wissenschaftliche Integrität und Verfahrensgestaltung, DFG
Link zu der Veranstaltung: https://uni-goettingen.zoom.us/j/98876060918 (mit Schrift-, DGS-, und ÖGS-Dolmetschung)