Monitoring biodiversity with sound: how machines can enrich our knowledge
18.06.2019

Research team lead by Göttingen scientist compares traditional and modern survey methods

Kevin_Darras_Vogel_Indonesien_2For a long time, ecologists have relied on their senses when it comes to recording animal populations and species diversity. However, modern programmable sound recording devices are now the better option for logging animal vocalisations. Scientists lead by the University of Göttingen have investigated this using studies of birds as an example. The results were published in the journal Ecological Applications. ...weiter



Ecological Applications | Autonomous sound recording outperforms human observation for sampling birds: a systematic map and user guide | 17 June 2019

The Wildlife Society | Machines are better listeners when it comes to biodiversity | Posted on July 23, 2019





Neonikotinoide schaden auch indirekt

Spektrum.de | von Daniel Lingenhöhl | 06.08.2019

Neonikotinoide gehören zu den besonders umstrittenen Pestiziden. Eine Studie legt nun nahe, dass sie Nützlingen auch indirekt schaden können - über Honigtau.

Honigtau ist eine wichtige Insektennahrung, und der beliebte Waldhonig besteht vollständig aus den von Bienen aufgenommenen zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen. Doch das Sekret ist offensichtlich auch ein bislang nicht beachtetes Einfallstor für Pestizide, die auf diese Weise Insekten schaden können, welche eigentlich nicht Ziel des Einsatzes waren. Das zeigt eine komplexe Studie von Miguel Calvo-Agudo von der Universität Wageningen und seinem Team in »PNAS«. In Experimenten setzten sie in Treibhäusern zwei unterschiedliche Insektizide aus der Klasse der Neonikotinoide gegen Schmierläuse ein: Diese befallen unter anderem Zitrusbäume und scheiden überschüssige Zuckerlösungen als Honigtau ab – der wiederum von Schwebfliegen oder parasitären Schlupfwespen aufgenommen wird. Beide Insektengruppen gelten als Nützlinge, weil sie Fressfeinde von Schädlingen sind. ...weiter

scinexx.de | Neonicotinoide: Gefahr im Honigtau | 8. August 2019

tagesspiegel.de | Neonicotinoide im Honigtau töten nützliche Insekten | 05.08.2019, 22:15 Uhr




Streifen für mehr Vielfalt

unizeit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | Nr. 99, 06.07.2019

Ein Gemeinschaftsprojekt der Uni Kiel und der Uni Göttingen soll für mehr Arten­vielfalt auf konventionell bewirtschafteten Ackerflächen sorgen. Gunnar Breustedt und Teja Tscharntke setzen dabei auf eine neue Anbaumethode in Form von Streifen.
Seit 2003 beschäftigt sich Diplom-Agraringenieur Breustedt an der Uni Kiel mit Investitions- und Land­nutzungsentscheidungen in der Landwirtschaft, Agrarumweltprogrammen, Landmärkten und Struktur­wandel. »Die konventionelle Landwirtschaft steckt in puncto Umweltschutz in einem Dilemma: Um Agrarflächen effizient zu bewirtschaften, müssen Produktionskosten eingespart werden. Das gelingt zum Beispiel, indem man mehrere kleine Felder zu einem großen Feld zusammenlegt«, erklärt Breustedt. ...weiter




Kleine Ackerflächen fördern die Biodiversität
06.08.2019

Internationales Forscherteam mit Göttinger Beteiligung untersucht Regionen in Europa und Nordamerika

Kleine Felder und viele Arten von Nutzpflanzen fördern die Biodiversität in Agrarlandschaften. Vor allem eine Verkleinerung der Ackerflächen unter sechs Hektar führt zu einer stark erhöhten Artenvielfalt, weil auf diese Weise viele Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten unterschiedliche Ressourcen nutzen können. Zudem unterstützt eine Landschaft mit vielen Rändern die Lebensraum-Vernetzung. Das ist das Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung in acht Regionen in Europa und Nordamerika, an der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Göttingen beteiligt waren. Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA (PNAS) veröffentlicht. ...weiter

Göttinger Tageblatt | Forscher: Kleine Felder und viele Nutzpflanzen fördern Artenvielfalt | 07.08.2019





Connecting Shared and Spared Land in the Agricultural Landscape
Can land-sharing and land-sparing be combined to meet food demands whilst conserving biodiversity?

Plenty of recent publications re-emphasize the need to halt current biodiversity loss, which in the last few decades has been happening at a significant rate and magnitude. Agriculture is the main driver of vanishing biodiversity, yet there remains a need to meet the food demands of an expanding human population. The debate of how to combine agriculture with conservation is a hot topic, both in science and in politics. In our recent “People and Nature” paper, we argue that land‐sparing (i.e. separating high‐yielding, intensively cultivated agriculture and spared habitat reserves), and land‐sharing (i.e. wildlife‐friendly farming), are both required in combination to address the tradeoff between food production and wildlife conservation in a multifunctional agricultural landscape. ...read more




Die Kraft der Kleinen

Stern | 20/2019

Manchmal liegen Himmel und Hölle dicht beieinander. Im Münchner Norden trennt die Welten ein Erdwall, gerade mal zwei Meter hoch. Nirgendwo lässt sich besser erleben,was im Reich der Insekten ist. Oder besser: Was nicht mehr ist. Mit zwei Sätzen hat Ian Christian Habel den kleinen Kamm erklommen, sein Blick wandert nach links auf einen brachliegenden Maisacker, eine Agrarwüste, wie sie überall in Südbayern zu finden ist. Sperrgebiet für jeden Schmetterling. „Die Artenvielfalt ist im freien Fall, wir haben den Kipppunkt bereits überschritten“, stellt Habel ohne große Gefühlsregung fest. Er ist Biogeograf an der Universität Salzburg, kein Eiferer. Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden. ...weiter




Das Drama des Insektensterbens
Wege zum Erhalt der Artenvielfalt

Marburger Express | 30/2019

Seit 1990 ist die Zahl der Insekten in deutschen Naturschutzgebieten um 76 Prozent zurückgegangen. „Ein Albtraum für den Naturschutz“, sagt der Göttinger Agrarökologe Teja Tscharntke, der in Marburg studiert hat. Er sucht nach Wegen,um die Vielfalt der Insekten zu fördern. Schließlich spielen Wespen, Wildbienen und Co eine zentrale Rolle für Landwirtschaft, Ernährung und das Ökosystem. ...weiter




Interesse und Wissenschaft
top agrar | 07/2019

Leserbrief von Prof. Dr. Teja Tscharntke zum Streitpunkt: "(Noch) Mehr Wissenschaft wagen!", top agrar 6/2019, Seite 8.

Prof. A. Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, nimmt "Technologiekritik als Luxusdiskussion" wahr. "Das neue Interesse an Ökologie darf nicht auf Kosten der Versorgung mit ...Nahrungsmitteln gehen" und beim Fortschritt sollen nur "wissenschaftliche Maßstäbe gelten". Er bewertet Wissenschaftler, die sich mit Ökologie befassen, als politisch motivierte Fortschrittsgegner, die von der "heilen Welt von gestern" und einer rückwärtsgewandten "Museumslandschaft" träumen. ...weiter




Was dem Ohr verborgen bleibt: Rekorder-Einsatz beim Tierarten-Monitoring
18.06.2019

Forscherteam unter Göttinger Leitung vergleicht traditionelle und moderne Erhebungsmethoden

Vogel_Indonesien_Kevin_DarrasLange haben sich Ökologinnen und Ökologen auf ihre Sinne verlassen, wenn es darum ging, Tierpopulationen und die Artenvielfalt zu erfassen. Bei Tieren, die Töne von sich geben, sind mittlerweile aber moderne programmierbare Tonaufnahmegeräte die bessere Option. Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung der Universität Göttingen am Beispiel von Vogelstudien untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Applications erschienen. ...weiter





Wildbienen fördern ─ gewusst wie!
Arbeitskreis Wildbienen der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen e.V. | Juni 2019

Ein Plädoyer für effektiven Wildbienenschutz und gegen unwirksamen Aktionismus

Wildbienen genießen hohe Sympathiewerte und sind für die Bestäubung vieler Kultur- und Wildpflanzen unersetzlich, doch mehr als jede zweite der fast 600 Wildbienenarten in Deutschland ist bereits ausgestorben, verschollen oder bestandsbedroht (Arten der "Roten Liste"). Sie stehen symbolisch für das Insektensterben und die Sorge um den Rückgang der Artenvielfalt (Biodiversität), der sich besonders in der Agrarlandschaft drastisch bemerkbar macht. Dies wird immer mehr Menschen bewusst, wodurch es bundesweit zu unzähligen, gutgemeinten Aktionen im Namen des Wildbienenschutzes kommt. ...weiter




Rückzugsgefechte um die Kulturpflanze Raps
Göttinger Tageblatt | 28.05.2019 | Kuno Mahnkopf

Die Rapsblüte täuscht darüber hinweg, dass es um den Raps im Landkreis Göttingen nicht gut bestellt ist. Schädlinge setzen der Kulturpflanze zu, Insektizide sind in Verruf geraten, die Anbaufläche geht zurück.

Göttingen. Die knallgelben Rapsfelder prägen im Mai das Landschaftsbild in Südniedersachsen. Die Kulturpflanze steht allerdings seit Jahren mit dem Rücken zum Feldrand, die Anbaufläche ist um knapp ein Drittel zurückgegangen – auf etwa 35.000 von 49 000 Hektar Ackerbaufläche im alten Landkreis Göttingen. Schädlinge wie der Rapsglanzkäfer und -stängelrüssler würden die Erträge mindern, dem Pflanzenschutz immer engere Grenzen gezogen, moniert Achim Hübner. Schützenhilfe bekommt der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes von Agrarwissenschaftler Prof. Andreas von Tiedemann und dem Entomologen Dr. Bernd Ulber. ...weiter




Lebensmittel produzieren und trotzdem Artenvielfalt erhalten
14.05.2019

Agrarökologen der Universität Göttingen plädieren für integrative Naturschutzkonzepte

Landschaft-Rumänien_Laura_Sutcliff_05_2019_295In Naturschutz und Landwirtschaft gibt es zwei gegensätzliche Konzepte, wie eine hohe Artenvielfalt und eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion zu verbinden sei: Naturschutz soll in Produktionslandschaften integriert oder in Form von reinen Schutzgebieten segregiert werden, um auf den Produktionsflächen maximale Erträge zu ermöglichen. Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen plädieren für integrative Lösungsansätze, die Naturschutz und landwirtschaftliche Produktion in nachhaltig bewirtschafteten Agrarlandschaften vereinbaren. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift People and Nature erschienen....weiter




Der EU-Handel mit Brasilien fördert den Klimawandel und verletzt die Menschenrechte
25.04.2019


Forscher der Universität Göttingen unterzeichnen Aufruf zu nachhaltigem Handeln

Mehr als 600 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus jedem Land der EU sowie 300 brasilianische indigene Gruppierungen haben sich zusammengetan, um auf die Zerstörung der Umwelt und die Verletzung von Menschenrechten hinzuweisen, die durch den Handel mit Brasilien gefördert werden. 17 Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen haben sich dem Aufruf zu nachhaltigem Handeln angeschlossen. Er ist in der Fachzeitschrift Science erschienen....weiter

Göttinger Tageblatt | Handel mit Brasilien zerstört die Umwelt | 25. April 2019






Die wirtschaftliche Bedeutung diversifizierter Landwirtschaft
16.04.2019


Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann

Eine Diversifizierung in der Landwirtschaft durch lange Fruchtfolgen oder Strukturelemente wie Hecken und Blühstreifen ist für die Artenvielfalt und viele ökologische Prozesse von Vorteil, oft aber auch mit Kosten für Landwirtinnen und Landwirte verbunden. Welche Maßnahmen sowohl mit ökologischen als auch mit ökonomischen Vorteilen verbunden sind, haben Forscherinnen und Forscher der Universität Göttingen mit einer systematischen Literaturrecherche untersucht. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Ecological Economics erschienen....weiter

Natur und Landschaft | Vielfalt kann ökologische UND ökonomische Vorteile bringen | April 2019

Informationsdienst Wissenschaft | Göttinger Forscherteam zeigt, dass Vielfalt ökologische und ökonomische Vorteile bringen kann | 16.April 2019

Göttinger Tageblatt | Forscherteam aus Göttingen beschreibt Vorteile der Vielfalt | 16. April 2019





Rural-urbane Transformationen in Indien
01.04.2019

DFG verlängert gemeinsame Forschungsgruppe der Universitäten Kassel und Göttingen

Megastädte in Schwellen- und Entwicklungsländern wachsen rasend schnell und verändern ihre ländliche Umgebung dabei fundamental, aber nicht einheitlich – das ist eins der Ergebnisse eines deutsch-indischen Forschungsverbunds, der diese Entwicklung exemplarisch am Beispiel Bangalore (Indien) untersucht, die Veränderung der agrarwirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Systeme analysiert und dabei in mehrfacher Hinsicht Pionierarbeit geleistet hat. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert dieses Projekt nun für weitere drei Jahre mit insgesamt 3,2 Millionen Euro....weiter






Möglichst kleine Felder
April 2019

Der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke erklärt, wie eine insektenfreundliche Landwirtschaft ausehen könnte.

DEUTSCHES BIENEN-JOURNAL | April 2019





Teja Tscharntke erhält Auszeichnung der Chinesischen Akademie der Wissenschaften als "Distinguished Scientist" in 2018.
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Wo wachsen die besten Erdbeeren?
04.02.2019

Göttinger Wissenschaftler untersuchen positiven Einfluss von Hecken auf die Bestäubung

Erdbeeren_Rapsglanzkaefer_Denis Castel_295Bienen und andere Insekten übernehmen mit ihren Blütenbesuchen eine wichtige Funktion in der Agrarlandschaft. Aufgrund ihres Angebots an Blütenpflanzen und Nistmöglichkeiten stellen Hecken und Waldränder wichtige Lebensräume für Bestäuber dar. Ein Team aus den Abteilungen Funktionelle Agrobiodiversität und Agrarökologie der Universität Göttingen hat untersucht, ob Hecken und ihre Verbindung zu Waldrändern sich positiv auf die Bestäubung von Erdbeeren auswirken. Dabei stellte sich heraus, dass sowohl das Gewicht als auch die Qualität der Erdbeerfrüchte gesteigert werden, wenn Erdbeerpflanzen an Hecken platziert sind. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen....weiter

Göttinger Tageblatt | Erdbeeren wachsen besser an Hecken | 05.02.2019




Wettbewerb - Insekten brauchen Bauern
top agrar | 2/2019 | Kontakt: matthias.broeker@topagrar.com


Sie legen Blühstreifen an und kombinieren diese geschickt mit Hecken, Randstreifen oder Brachen? Dann machen Sie mit und gewinnen Preise im Gesamtwert von 25 000 €.

Längst sind Insekten wahre Medienstars geworden. Immer öfter berichten Fernsehsender in Dokumentationen mit Titeln wie „Das große Insektensterben“ über das Thema.
Auch wenn sich das genaue Ausmaß kaum erfassen lässt, steht eins fest: Um die Artenviefalt ist es nicht gut bestellt. Dass der Trend trotz Teilerfolgen rückläufig ist, zeigen Ergebnisse des Bundesamtes für Naturschutz....weiter






Press release 2018