Agroecology

Press release 2018


Ohne Bienen keine Kirschen
Welt.de | Stand: 17.05.2018

Summ, summ, summ, Bienchen summ' herum - oder eben nicht mehr. Viele Bienenarten sind gefährdet. Das hat nicht nur Folgen für die Natur. Auch wir sind auf die Bienen angewiesen.




Die Biodiversitätsforscherin Bea Maas forscht in Indonesien – ein Hotspot für Artenvielfalt – über die natürliche Schädlingskontrolle von Vögeln und Fledermäusen
Buchtipp des Monats von Bea Maas | Redaktion (uni:view) | 07. Mai 2018

Göttinger Tageblatt: Agrarökologin veröffentlicht Handbuch für Kakaobauern, 24.04.2018





PRESSCLIPPING zum Rückgang der Insektenbiomasse um über 75 Prozent | Silvio Wenzel | Science Media Center Germany | 18.10.2017





NDR Info - Logo - Das Wissenschaftsmagazin - 16.03.2018 21:05 Uhr Autor/in: Walhorn, Mayke
Beitrag zum Insektensterben ab 15:15 bis 21:20 Minuten

An einigen Orten in Deutschland gibt es inzwischen bis zu 80% weniger Insekten als noch vor 35 Jahren! Um das Insektensterben geht es diesmal im Schwerpunkt der Sendung.








Bienenbestäubung verbessert Qualität und Haltbarkeit von Erdbeeren

Göttinger Wissenschaftler untersuchen Einfluss von Bestäubungsvarianten auf Fruchtentwicklung

Wietzke_Honigbiene an Erdbeere(pug) Ein interdisziplinäres Forscherteam der Universität Göttingen konnte erstmals zeigen, dass die Blütenbestäubung durch Bienen eine deutlich bessere Fruchtqualität bewirkt als bei Selbstbestäubung. Die Insektenbestäubung hat einen entscheidenden Einfluss auf die hormonellen Prozesse während der Fruchtentwicklung, die im Vergleich mit Früchten aus eigenbestäubten Blüten zu einem typischeren Geschmacksergebnis führen. Zwar erzielt die aufwändige Bestäubung per Menschenhand qualitativ ähnlich gute Früchte, doch sie ist umständlich, teuer und zeitintensiv. Nur die Insektenbestäubung kann der steigenden Lebensmittelnachfrage gerecht werden sowie Ertrag und Qualität der Produkte und damit ihre Vermarktbarkeit garantieren. Die Ergebnisse der Studie sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Agriculture, Ecosystems & Environment erschienen....weiter





Schattengewächse
In den Tropen pflanzen Landwirte zunehmend Bäume mitten in ihre Felder.

2011 Presse Kakao copyright Yann CloughAuf diese Weise locken sie nützliche Tiere an, sparen Pestizide und steigern die Erträge. ...weiter









Bienensterben: Drohne Maja

von Gunther Willinger | ZEITONLINE | 7. März 2018, 12:57 Uhr

Weltweit sterben Bienen, vielleicht könnten fliegende Roboter ihnen künftig etwas Arbeit abnehmen. Darüber machen sich manche Forscher Gedanken. Eine Schnapsidee? ...weiter





Globaler Konflikt: Agrarproduktion vs. Artenvielfalt

Landnutzungsplanung könnte Landwirtschaft und Naturschutz besser vereinen

Mitteleuropäische Agrarlandschaft_Christoph Scherber(pug) Eine gezielte Landnutzungsplanung könnte den Konflikt zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Naturschutz mindern. Wissenschaftler der Universität Göttingen, des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Münster haben weltweite Datensätze ausgewertet – einerseits zur Verbreitung und zu den ökologischen Anforderungen tausender Tierarten, anderseits zur landwirtschaftlichen Produktion der weltweit wichtigsten Feldfrüchte. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Global Change Biology erschienen. ...weiter


Mongabay Series: Global Forest Reporting Network: Better agricultural planning could prevent 88% of biodiversity loss, study finds | by Morgan Erickson-Davis on 16 March 2018

Frankfurter Rundschau: Wie die Artenvielfalt zu retten wäre - Forscher sehen in gezielter Landnutzungsplanung einen Weg, Agrarwirtschaft und Naturschutz unter einen Hut zu bringen | von Pamela Dörhöfer | 22.03.2018 21:47 Uhr




Wir wollen etwas tun

Um das Thema "Biodiversität, biologische Schädlingsbekämpfung und Bestäbung in der Landwirtschaft" ging es bei einem Vortragsabend in Borken.
Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben | Seite 55 | 01. März 2018




Mit der Landwirtschaft gegen den Artenschwund

Vielfalt ermöglicht Vielfalt. Vielfalt in der Natur und Landwirtschaft ist wertvoll. Das ist heute eine anerkannte Tatsache, wird aber dennoch viel zu wenig beachtet. In dieser Serie zeigen Experten Zusammenhänge auf und berichten über die vielen Facetten des Themas.
Alnatura Magazin | Seite 42 | März 2018



Die Größe ist entscheidend

Agrarlandschaften mit kleinen Feldern fördern Bestäubung durch Wildbienen

Biene_annika(pug) Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat herausgefunden, dass in Agrarlandschaften mit kleinen Feldern mehr Wildbienen vorkommen als in Landschaften mit großen Feldern. Das höhere Aufkommen von Wildbienen führte zu einer verbesserten Bestäubung der dort angebauten Pflanzen. Überraschenderweise fanden sich weniger Wildbienen in Landschaften, in denen viele verschiedene Feldfrüchte angebaut wurden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B – Biological Sciences erschienen.

Viele Pflanzen, darunter Erdbeeren, Kirschen und Raps, sind für eine optimale Fruchtentwicklung auf bestäubende Insekten angewiesen. Von großer Bedeutung sind daher deren Lebensräume außerhalb der Felder wie Hecken oder Kalkmagerrasen. Oft ist es jedoch schwierig, das Vorkommen von wildlebenden Bestäubern zu erhöhen. „Wir haben untersucht, ob eine höhere Heterogenität der Anbauflächen durch kleinere Felder und mehr verschiedene Feldfrüchte einen positiven Effekt hat“, so Annika Hass, Erstautorin und Doktorandin in der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen. „Kleinere Felder führen zu mehr Feldrändern. Diese sind wichtig, da sie den Bestäubern Nistplätze und Blütenangebot bieten und auch zur Orientierung dienen können, sodass sie geeignete Lebensräume besser finden.“

Überraschend war hingegen der starke Rückgang von Wildbienen in Landschaften mit vielen verschiedenen Kulturpflanzen. „Beim Anbau vieler unterschiedlicher Pflanzen in Agrarlandschaften spielt die Auswahl der Kulturen eine große Rolle“, betont Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie und Co-Autor der Studie. „Ein höherer Anteil von besonders intensiv bewirtschafteten Kulturen kann sich negativ auf Bestäuber auswirken.“ Die Wissenschaftler schlussfolgern, dass die Heterogenität der Agrarlandschaften, wie sie durch kleine Äcker gefördert wird, die Bestäubung von Pflanzen stark begünstigen kann und in zukünftigen Agrarumweltmaßnahmen berücksichtigt werden sollte.

Originalveröffentlichung: Hass, Annika et al., 2018. Landscape configurational heterogeneity by small-scale agriculture, not crop diversity, maintains pollinators and plant reproduction in western Europe. Proc R Soc B 285, 20172242. https://doi.org/10.1098/rspb.2017.2242...weiter

Highlighted in Nature


Spiegel online: Maßnahmen gegen das Insektensterben: Kleine Felder, mehr Wildbienen, 26.02.2018

Göttinger Tageblatt: Kleinere Felder, mehr Wildbienen, 26.02.2018

natur.de: Wildbienen mögen es kleiner, 27.02.2018

Agrarheute: Insektenschwund - Studie fordert kleinere Felder für mehr Wildbienen, 27.02.2018






Viel beachtete Forschung

Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen gehören zu meist zitierten Forschern weltweit

(pug) Drei Wissenschaftler der Universität Göttingen sind in der Liste der „Highly Cited Researchers“ des Jahres 2017 vertreten. Wie im Vorjahr gehören der Chemiker Prof. Dr. Lutz Ackermann, der Agrarökologe Prof. Dr. Teja Tscharntke sowie der Bodenkundler Prof. Dr. Yakov Kuzyakov zu den weltweit meist zitierten Wissenschaftlern ihres Fachgebiets. Das Ranking des Unternehmens „Clarivate Analytics“ untersucht für die Natur-, Sozial- und Lebenswissenschaften, wie viele Publikationen eines Forschers besonders häufig von Kolleginnen und Kollegen zitiert wurden. Dies ist ein wichtiges Anzeichen für den wissenschaftlichen Einfluss einer Veröffentlichung. Evaluiert wurden dabei alle Publikationen der Jahre 2005 bis 2015, die in der „Web of Science Core Collection“ des Unternehmens gelistet sind....weiter




Das leise Sterben der Insekten

Von Susanne Billig und Petra Geist

In den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie 75 Prozent der fliegenden Insekten in Deutschland verschwunden. Und ohne ein radikales Umdenken in der Landwirtschaft könnten schon in zehn Jahren auch die restlichen Bienen, Hummeln und Libellen ausgerottet sein.
Deutschlandfunk Kultur | Zeitfragen | Beitrag vom 25.01.2018



Diskussion über Insektensterben und Artenvielfalt: Bienen, Vögel und wir

Das Insektensterben in der Region, der Rückgang der Zahl der Vögel und die Bedrohung der Artenvielfalt ist auch in der Region dramatisch. Zu dieser Einschätzung kam am Dienstagabend eine Expertenrunde im Neuen Göttinger Rathaus.

Überraschend groß war das Interesse an dem derzeit in vielen Medien diskutierten Thema. Mehr als 500 Menschen, darunter viele junge Besucher, drängten sich in dem dafür eigentlich zu kleinen Großen Ratssaal zu der Veranstaltung der Grünen-Ratsfraktion. Das Einführungsreferat hielt der frühere Niedersächsische Umweltminister und derzeitige Göttinger Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel (Grüne). Besonders der Rückgang bei den Insekten sei dramatisch, erklärte Wenzel. Deutschland wie auch Europa machten einen Fehler, wenn sie bei der Bewertung von möglichen Ursachen wie beispielsweise beim Einsatz des Pestizids Glyphosat sich auf das Risiko auf das Risiko- statt auf das Vorsorgeprinzip verließen: Beim Risikoprinzip wartet man ab, ob sich schädliche Entwicklungen überhaupt einstellen, um dann die betreffende Praxis gegebenenfalls zu verbieten; beim Vorsorgeprinzip lässt man mögliche Schäden von vornherein gar nicht zu, indem potenziell gefährliche Produkte gar nicht erst zum Einsatz kommen. Außerdem fehle in Deutschland eine ausreichende Überwachung, um die Schäden richtig erfassen zu können – notwendig sei ein professionelles Monitoring.
Göttinger Tageblatt, Artikel veröffentlicht: Mittwoch, 06.12.2017 18:27 Uhr



AUSGEKRABBELT?

Die Fachwelt ist beunruhigt, denn in der Insektenwelt geht der Tod um. Die Hauptverdächtigen: Der anhaltende Verlust von Lebensräumen und hochwirksame Insektizide. Eine Bestandsaufnahme von Roy Fabian

Der Orbroicher Bruch im Nordwesten Krefelds ist ein beschauliches Fleckchen. Röhrichte und Seggenriede ziehen sich entlang des Flöthbachs, rund herum erstrecken sich Feuchtwiesen mit kleinen Tümpeln und Relikten von Auwald. Der Steinkauz hat hier einige Reviere, auch Eisvogel, Schwarzspecht und Kammmolch lassen sich blicken. Das etwa hundert Hektar große Naturschutzgebiet hat jedoch wegen etwas anderem Aufsehen erregt. Im Zentrum des Interesses sind die Insekten, oder besser: ihre Abwesenheit. Das zumindest zeigen Daten des Entomologischen Vereins Krefeld. Bereits Ende der 1980er Jahre spürte der Verein den Fluginsekten des Orbroicher Bruchs mithilfe von sogenannten Malaise-Fallen nach, zeltartigen Konstruktionen, deren Aufbau die Tiere in eine Fangflasche leitet. 2013 wiederholten die Insektenkundler ihre Aktion – mit Ergebnissen, die es in sich hatten: Die gefangene Biomasse war um knapp 80 Prozent eingebrochen, auch in den Folgejahren zeigte sich keine Erholung.
Naturgucker, Dezember 2017





Zertifizierung der Trophäenjagd in Afrika

Göttinger Wissenschaftler schlagen Schema für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung vor


(pug) Das Töten von Löwen, Elefanten und anderem afrikanischen Großwild sorgt seit Jahrzehnten für stark polarisierende Diskussionen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung der Universität Göttingen hat nun ein Zertifizierungssystem vorgeschlagen, um sicher zu stellen, dass bei der Trophäenjagd ethische Kriterien eingehalten werden. Ein solches System könnte Vorteile für die Großwildpopulationen, die lokale Bevölkerung und die nachhaltige Finanzierung des Naturschutzes in Afrika bedeuten. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution erschienen. ...weiter

Was Großwildjagd zum Naturschutz beitragen kann | von Juliette Irmer | derStandard.at | 17. Januar 2018

Schüsse für den Naturschutz? | von Roland Knauer | Freie Presse | Freitag, 9. März 2018

Trophäen als Beitrag zum Naturschutz? | von Roland Knauer | DIE RHEINPFALZ — NR. 37 | DIENSTAG 13. FEBRUAR 2018